Mediation von A-Z

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Lexikon

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Einträgen alle für die Mediation relevanten Fachbegriffe alphabetisch geordnet zusammen. In den einzelnen Lexika finden Sie Auszüge, die nach Themen geordnet sind. Die Zusammenstellungen helfen bei der Datenauswertung. Die Enzyklopädie verfeinert die Schlagwortsuche und die Suche über Kategorien. Ihre Besonderheit besteht darin, dass Sie nicht nur nach Begriffen, sondern auch nach deren Vorkommen in der Mediation und nach weiteren Zusammenhängen suchen und filtern können. Benutzen Sie bitte das Suchfeld im Hauptmenü für eine noch weitergehende, allgemeine und umfassende Suche im Mediationswiki. Dies ist die Vorversion zur Enzyklopädie, falls Sie an die alte Fassung gewöhnt sind.

Zusammenstellung der in der Enzyklopädie gespeicherten Begriffe.
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BezeichnungBeschreibung
BabystepsDer englische Begriff kann mit kleinsten Schritten übersetzt werden. Er beschreibt eine Herangehensweise, die eben solche kleinen Schritte einfordert. Der Begriff Babysteps wird von den Parteien gut angenommen. Die möglichen kleinen Schritte werden oft nicht gesehen, weil das Ziel zu weit und zu hoch angesetzt wird und die Erwartungen zu groß sind. Der Mediator lenkt den Blick auf das was möglich ist. Das Wort Babysteps lässt das Ziel nicht aus dem Blick. Es weist lediglich darauf hin, dass ein Weg dorthin zurückzulegen ist.
Balance

Balance ist ein Zustand des Gleichgewichts, der Harmonie und Ausgewogenheit. Sie kann in verschiedenen Kontexten vorkommen, sowohl auf physischer, emotionaler, geistiger als auch auf sozialer Ebene. Die Balance ist ein Konzept zur Überwindung von Lebenskrisen. Sie spielt auch in der Mediation eine wichtige Rolle. Denn die Mediation ist einerseits auf Balance angewiesen und andererseits in der Lage, eine Balance herzustellen.

Balint-GruppenDie Balint-Gruppen sind eine Form der kollegialen Beratung und vielleicht auch ihr Ursprung. Die Methode wurde nach Michael Balint benannt. Sie war für Ärzte und Mediziner entwickelt worden. Der Austausch unter Kollegen in der Psychiatrie sollte insbesondere helfen, so genannte Übertragungsphänomene zu erkennen und zu untersuchen.
BANI

BANI ist ein Akronym für die stressbildenden Faktoren:

  • brittle (brüchig/ porös)
  • anxious (ängstlich/ besorgt)
  • non-linear (nicht-linear)
  • incomprehensible (unverständlich/ unbegreiflich)
BargainingÜbersetzt heisst Bargaining so viel wie feilschen. Bargaining kennzeichnet eine Verhandlungstheorie, bei der eine Gleichgewichtslösung durch Verhandlungen angestrebt wird. Es ist eine Technik, die auseinander liege Verhandlungspositionen in einem Verteilungskonflikt Schritt für Schritt zusammenbringt.
Barnum-EffektDer Effekt wird bei den Denk- und Wahrnehmungsfehlern aufgeführt. Er beschreibt, dass Menschen dazu neigen, Informationen so auszuwählen und zu interpretieren, dass sie die eigene Vorstellungswelt bestätigen. Das muss nicht korrekt sein.
Barrier Removal StrategyDie Strategie zur Beseitigung von Hindernissen wurde und wird in der Mediation angewendet, um die Hindernisse aufzudecken und zu beseitigen, die der parteiseitigen Lösungsfindung im Wege stehen. Die Hindernisse werden als Lösungshindernisse aufgeführt.
BarwertformelDie Barwertformel wird verwendet, um zukünftige Zahlungen oder Einnahmen in einen aktuellen Geldwert umzurechnen. Dies ist besonders nützlich, um verschiedene Arten von Zahlungen, wie Renten, Unterhaltszahlungen oder Kapital, in eine einheitliche Kapitalgröße umzurechnen.
Baseball ArbitrationDie Parteien unterbreiten Angebote unter denen der Schiedsrichter wählt ohne sie zu verändern.
BasiswissenDas Basiswissen gehört zum Fachwissen des Mediators. Die Mediation ist interdisziplinär. Die Einflüsse der Disziplinen werden zwar phänomenologisch angesprochen. Das heißt aber nicht, dass der Mediator damit die interdisziplinären Hintergründe erkennt. Diese gehören zum Basiswissen, also etwa zur Frage, wie grundlegend mit dem Recht, der Psychologie, der Soziologie usw. umzugehen ist, damit sich die Erkenntnis- und Gedankenwelt der jeweiligen Disziplin erschließt und einbeziehen lässt.
BauchgefühlIntuition als emotionale, nicht vom Verstand geprägte Einschätzung.
BauchgehirnDas Gehirn, wie wir es heute kennen, ist im Laufe einer langen Evolution entstanden. Etwa 100 Millionen Zellen im menschlichen Gedärm sind denen im Gehirn verblüffend ähnlich und produzieren vergleichbare Substanzen. Sie bilden ein zweites Nervenzentrum, das wie ein kleines Hirn im Bauch weitgehend autonom funktioniert. Dieses Zentrum wird auch als Bauchgehirn (Bauchhirn) bezeichnet. Es ist für unser Bauchgefühl zumindest auch zuständig.
BauchmenschDer Bauchmensch wird überwiegend von seinen Instinkten und manchmal auch spontanen Intuitionen gesteuert. Er unterscheidet sich vom Kopfmensch und vom Gefühlsmensch.
BaumediationMediation in Bausachen
BearbeitungsgegenstandEin Gegenstand ist einerseits ein Ding und andererseits ein Objekt des Bewusstseins. Mit dem Begriff Bearbeitungsgegenstand wird in der Mediation deutlich gemacht, worauf sich der Mediator zu konzentrieren hat. Der Bearbeitungsgegenstand ist vom Mediationsgegenstand zu unterscheiden.
BearbeitungstiefeDie Frage wie tief der Mediator in die Konfliktbearbeitung eindringen kann und soll. Die Bearbeitungstiefe ergibt sich aus dem gewählten Mediationsmodell.
BedarfDer Bedarf beschreibt ein zur Nachfrage führendes Bedürfnis. Der auf eine Hilfestellung bei der Konfliktlösung gerichtete Bedarf soll durch die Mediation befriedigt werden, indem die Mediation als Dienstleistung das dazu passende Angebot beschreibt.
Bedarfsanalyse Ermittlung des Bedarfs für die optimale Konfliktbeilegung. Die Analyse geht der Frage nach, was konkret benötigt wird, um den Konflikt endgültig beizulegen.
BedarfsphasenPhasen der Nachfrage. Siehe monadische Phase, dyadische Phase und triadische Phase
BedeutungDie Bedeutung verkörpert den Sinn der sich hinter allem verbirgt, dem eine Aussage zugeschrieben werden kann. Die Bedeutungswirklichkeit ist von der Faktenwirklichkeit zu unterscheiden. Die Unterscheidung spielt in der Mediation eine wichtige Rolle, weil sie verschiedene Sichten erlaubt und gegenüberstellen kann.
BedeutungserhellungHerangehensweise zur Aufdeckung der Bedeutungen und der Bedeutungswirklichkeit.
BedeutungsklärungSiehe Bedeutungserhellung
BedeutungswirklichkeitWirklichkeit der 2. Ordnung (nach Watzlawick). Sie ist nicht feststehend und muss vereinbart werden.
BedingungenBedingungen werden gefordert, um von deren Erfüllung etwas anderes abhängig zu machen. Sie sind eine Voraussetzung, um etwas anderes zu ermöglichen. In der Mediation sind die Prinzipien beispielsweise die Bedingung, dass sich ihre Eigenschaften verwirklichen.
BedürfnisDas Bedürfnis beschreibt den Zustand oder das Erleben eines Mangels, verbunden mit dem Wunsch, ihn zu beheben.
BedürfnisebeneMit der Methode des Ebenentauchens sucht der Mediator die Ebene, auf der sich der Lösungskuchen vergrößern lässt. Die Bedürfnisebene lässt sich auf den erwarteten Nutzen ein. Sie ist von der Interessenebene zu unterscheiden, die auf die zur Lösung führenden (zielgerichteten) Interessen abstellt. Sie grenzt sich von der Interssenebene und der Sachebene ab.
BedürfniskreisDer Bedürfniskreis stellt die Bedürfnisse in einem Kreis dar, sodass die Spannungsverhältnisse gegensätzlicher Bedürfnisse besser zum Ausdruck kommen.
BedürfnispyramideDie Bedürfnispyramide von Maslow stellt die menschlichen Bedürfnisse in einem hierarchischen Verhältnis dar.
BeeinflussungDie Beeinflussung verzeichnet alle Situationen, bei denen Einstellungen, Entscheidungen oder Handlungen verändert werden. In der Mediation kommt es zu vielen Veränderungen. Es ist wichtig zu erkennen, wo sie auf Beeinflussungen basieren.
Beendigung der Mediation

Die Frage, wann eine Mediation beendet ist, lässt sich bei einer formellen Betrachtungsweise leicht beantworten. Sie endet:

  1. bei dem Zustandekommen einer Abschlussvereinbarung
  2. bei Zweckerreichung (Lösung gefunden ohne Abschlussvereinbarung)
  3. bei Abbruch oder Kündigung
  4. gegebenenfalls auch bei dem Ausbleiben einer Partei, wenn sie als Kündigung gemeint ist und die Mediation nicht fortgesetzt werden kann.
BefangenheitDie Befangenheit deutet auf eine mangelnde oder nicht vorhandene Neutralität hin. Sie darf weder aus der Sicht der Parteien noch aus der des Mediators vorliegen. Er muss darauf hinweisen, wenn Bedenken gegen seine Neutralität bestehen.
BefangenheitDie Befangenheit deutet auf eine mangelnde oder nicht vorhandene Neutralität hin. Sie darf weder aus der Sicht der Parteien noch aus der des Mediators vorliegen. Er muss darauf hinweisen, wenn Bedenken gegen seine Neutralität bestehen.
BefriedigungBefriedigung ist ein psychologisches und emotionales Phänomen, das ein Gefühl der Erfüllung, des Glücks oder der Zufriedenheit beschreibt, das aus dem Erreichen von Zielen, dem Erfüllen von Bedürfnissen oder dem Erleben positiver Ereignisse resultiert. Im juristischen Verständnis bedeutet Befriedigung die Erfüllung einer Schuldverpflichtung.
BegehrensneuroseDie Begehrensneurose beschreibt einen psychischen Zustand, in dem ein Individuum von einem starken inneren Begehren geprägt ist, das sich jedoch nicht erfüllen lässt. Dieses Begehren kann sich auf verschiedene Lebensbereiche erstrecken – zwischenmenschliche Beziehungen, Macht, Erfolg, Anerkennung oder materielle Güter – und bleibt oft diffus und unerreichbar. Die Unfähigkeit, das Begehren zu befriedigen, führt zu psychischer Spannung und neurotischen Symptomen.
Beginn der MediationBei der Frage, wann die Mediation beginnt, ist zwischen der juristischen Sicht und der Mediationslehre zu unterscheiden. Nach der Mediationslehre beginnt die Mediation mit der ersten Aktion des Mediators. Sie kann schon in der Akquisephase liegen und hat Auswirkungen bis in die Berufsethik hinein.
BegründungssemantikUmgangssprachlich ist es die Langspielplatte, die immerwährenden Argumente und Gegenargumente, die nicht müde werden, sich zu wiederholen und immer wieder abzuwandeln. Man redet im Kreis und kommt nicht weiter. Argument folgt Gegenargument, gefolgt vom Gegengegenargument usw. Der Mediator versucht, die Parteien aus der Endlosschleife herauszuführen. Die Mediation hilft ihm dabei.
BegrüßungWas so selbstverständlich klingt, kann in der Mediation durchaus zu einer Fehlerquelle werden. Sie wird deshalb wie ein Werkzeug behandelt.
BehindertenmediationMediation bei Streitigkeiten im Umfeld oder in Angelegenheiten betreffend Behinderte.
BeibringungsgrundsatzDer Beibringungsgrundsatz ist ein Prinzip des Zivilprozesses. In gewisser Weise findet er auch in der Mediation Anwendung. Er besagt, dass alle Informationen von den Parteien (und nicht vom Richter) einzubringen sind. Der Beibringungsgrundsatz unterscheidet sich vom Amtsermittlungsgrundsatz, wo das Gericht dafür Sorge zu tragen hat, dass alle Informationen auf dem Tisch liegen.
Beispiele anbringenBeispiele stellen einen Bezug zu konkreten Lebenssachverhalten und Erfahrungen dar. Sie helfen wenn Informationen anschaulich darzustellen sind.
BekanntheitDie Bekanntheit beschreibt das Ausmaß des Kennens, nicht ohne Weiteres des Wissens über jemanden oder etwas. Die Bekanntheit der Mediation gibt Aufschluss über ihre Entwicklung. Es gibt Forschungsbeiträge über die Frage der Bekanntheit, weil der Bekanntheitsgrad der Mediation Hinweise auf die Effektivität von Werbemaßnahmen und den Bedarf zur Förderung der Mediation gibt.
BeleidigungEine herabwürdigende Aussage. Für die Mediation könnten die damit einhergehenden Selbstoffenbarungen interessant sein.
BeliefDer Begriff "Belief" wird in der Psychologie und verschiedenen Konzepten des Menschen auf unterschiedliche Weise verwendet, je nach dem spezifischen Bereich, in dem er eingesetzt wird. Generell bezeichnet er das prägende Lebenskonzept oder die Grundannahmen des Lebens , das unsere menschlichen Entscheidungen und unser Verhalten beeinflusst.
Benchmarking Qualitätscheck, der sich an Benchmarks orientiert. Siehe Check-Qualität
BenchmarksBenchmarks liefern einen Vergleichsmaßstab. Er ermöglicht die vergleichende Analyse von Ergebnissen oder Prozessen mit einem festgelegten Bezugswert oder Bezugsprozess.
Bensberger Mediations-Modell

Modell zur Unterrichtung und Anwendung der Mediation im Kita- und Schulbereich. Auf der Ebene der Prävention werden die Kinder mit dem Klassenprogramm zum „Anders streiten lernen“ auf die Lösung von realen Konflikten im Schulalltag vorbereitet. Rituale helfen bei der Lösung von Streit. Auf der Ebene der Intervention lernen die Kinder und Jugendlichen durch das Verfahren der Streitschlichtung, die „Erst-Hilfe im Streit“ oder mit dem „Hosentaschenbuch“, Konflikte selbstständig zu bearbeiten und zu lösen

BeobachtenVon dem Mediator wird eine unabhängige, neutrale Beobachtung aus der Metaebene erwartet. Die Beobachtung bezieht sich nicht nur auf die Parteien, sondern auch auf das Verfahren und sich selbst.
beratenDer Mediator hat über das Verfahren zu beraten, damit die Parteien im Verfahren die korrekten Entscheidungen treffen können.
BeraterEin Berater ist zunächst jemand, der Ratschläge erteilt. Er will bei der Problemlösung behilflich sein. Die Beratung kann professionell und disziplinübergreifend angeboten werden. Dann ist Berater eine Berufsbezeichnung.Auch wenn der Mediator beraten kann und gegebenenfalls sogar muss, ist er kein Berater, weil die Beratung nicht den Arbeitsschwerpunkt bildet in der Mediation.
BeratungProfessionelle Informationsweitergabe und Hilfe bei der Informationsverarbeitung zur Entscheidungsfindung oder Verhaltensänderung. Die Beratung kann sich auf verschiedene Fächer (Disziplinen) und Begebenheiten erstrecken.

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Hinweise und Fußnoten

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Bearbeitungsstand: 2024-05-07 16:40 / Version .

Siehe auch: Lexikon