| e-Mediation | Der Begriff bezeichnet die Anwendung jeglicher Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) auf den Mediationsprozess online oder über eine andere Technologie. |
| early neutral Evaluation (ENE) | Das Verfahren zielt darauf ab, den Fall für ein Verfahren zu positionieren. In einer Gesprächsrunde werden die Risiken und Chancen einer möglichen Regelung ausgelotet |
| early Settlement | Öffentliche Einrichtungen bieten oft die Möglichkeit, freiwillig Streitigkeiten beizulegen, bevor sie in teure und oft langwierige Gerichtsverfahren ausarten. |
| Ebenensystematik | Auch wenn die Systematik von der Systemik zu unterscheiden ist, ergibt die Untersuchung der systemischen Zusammenhänge in der Mediation wieder eine Ordnung, die auch systematisch erfasst werden kann. Sie deckt die unterschiedlichen Ebenen auf, auf denen die Mediation abläuft. Die Ebenensystematik sall dafür ein Bewusstsein schaffen. |
| Ebenentauchen | Auf der Suche nach Gemeinsamkeiten taucht der Mediator in die Ebenen hinab bis er eine Platform herstellen kann, die eine gemeinsame Basis für die Lösungsfindung darstellt. Bei den Ebenen handelt es sich um die Lösungen, die Motive (Interessen), die Bedürfnisse … bis hin zu den reinen Fakten, die letztlich von beiden Seiten zuzugestehen sind. |
| Echtheit | Siehe Authentizität |
| eclected Mediation | Eclectic heißt vielseitig. Die eclectic Mediation ist eine andere Bezeichnung für die blendedMediation |
| Ego-Zustände | Die dem Transaktionsmodell von Berne zugrundeliegenden Ich-Zustände. Unterschieden werden:
- Das Eltern-Ich ist der Teil von uns, der von unseren Eltern und anderen Autoritätspersonen beeinflusst wurde.
- Das Kind-Ich ist der Teil von uns, der unsere Kindheitserfahrungen und Emotionen widerspiegelt.
- Das Erwachsenen-Ich ist der Teil von uns, der auf Fakten und Erfahrungen basiert.
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| Egoismus | Egoismus bezieht sich auf eine Denkweise, bei der eine Person in erster Linie ihre eigenen Interessen und Bedürfnisse in den Vordergrund stellt und möglicherweise weniger Rücksicht auf die Bedürfnisse anderer nimmt. Dies kann in bestimmten Situationen gesund sein, solange es nicht zu einem ungesunden Grad an Selbstzentriertheit führt und die Rechte und Bedürfnisse anderer nicht verletzt werden. |
| Ehevertrag | Mit einem Ehevertrag können Eheleute Regeln für die Ehe und Regeln für den Fall der Trennung oder Scheidung vorgeben. Dann ist von einer Scheidungsfolgenvereinbarung die Rede. Der Ehevertrag ist gegebenenfalls an eine Form gebunden. |
| Eigenkosten | Eigenkosten sind die nicht an Dritte zu zahlenden Aufwendungen zur Beilegung eines Konfliktes. Die Eigenkosten sind gegen die Konfliktkosten abzugrenzen und teilweise mit ihnen identisch. |
| Eigenschaften der Mediation | Die Merkmale eines Verfahrens grenzen sich von den Bedingungen ab. Sie ergeben sich aus dem Verfahrenscharakter, dem Wesen.Die Bedingungen Prinzipiengebot orientieren sich an den Eigenschaften, diese wiederum ergeben sich aus dem Verfahrenscharakter. |
| Eigenverantwortlichkeit | Eigenverantwortlichkeit ist die Übernahme der Sorge für und durch sich selbst. |
| Einführung | Der Mediatior führt in das Verfahren bzw. in jeden Verfahrensabschnitt ein. Den Parteien werden kooperative Handlungen abverlangt, Deshalb ist es wichtig, dass die Einführung abgestimmt und verstanden wird. |
| Einigung | Einig bedeutet einerseits die Übereinstimmung in einer Meinung oder Gesinnung und andererseits das zu einer Einheit verbunden sein. Einigung bedeutet demzufolge das Sicheinigen oder das Einigwerden. Es gibt unterschiedliche Grade des Einigseins im Streit:
- Unterwerfung
- Vergleich
- Konsens
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| Einigung | Einig bedeutet einerseits die Übereinstimmung in einer Meinung oder Gesinnung und andererseits das zu einer Einheit verbunden sein. Einigung bedeutet demzufolge das Sicheinigen oder das Einigwerden. Es gibt unterschiedliche Grade des Einigseins im Streit:
- Unterwerfung
- Vergleich
- Konsens
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| Einigung | Einig bedeutet einerseits die Übereinstimmung in einer Meinung oder Gesinnung und andererseits das zu einer Einheit verbunden sein. Einigung bedeutet demzufolge das Sicheinigen oder das Einigwerden. Es gibt unterschiedliche Grade des Einigseins im Streit:
- Unterwerfung
- Vergleich
- Konsens
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| Einigung (Mediation) | Die fünfte Phase der Mediation wird als Einigung bezeichnet. Sie dient der Manifestation der gefundenen Lösung in Form einer Abschlussvereinbarung. Im Idealfall basiert die Einigung auf einem Konsens. |
| Einsicht | Einsicht ist ein nach innen gerichteter Prozess der dazu führt, dass Eigenschaften, Zusammenhänge und Beziehungen eines Objektbereiches subjektiv hinreichend genau erkannt, geistig erfasst und sachlich richtig begriffen werden. |
| Einvernehmen | Das Einvernehmen drückt eine Einigkeit aus, die (im Idealfall) auf einem gegenseitigem Verstehen beruht. |
| Einzelgespräch | Das Gesetz spricht in §2 Abs. 3 Mediationsgesetz richtigerweise von getrennten Gesprächen. In der Fachwelt hat sich der Begriff Einzelgespräch herausgebildet, der aber weniger präzise ist. Bei getrennten Gesprächen spricht der Mediator mit nur einer Partei oder einer Parteigruppe, ohne dass die Gegenseite bei dem Gespräch anwesend ist. |
| Einzelmediation | Der Begriff wird unterschiedlich verwendet. Er bezieht sich zum einen auf die Zahl der Mediatoren. Dann ist die Einzelmediation eine Mediation, die nur mit einem Mediator durchgeführt wird. Der Begriff wird aber auch verwendet, wenn die Mediation nur eine Partei betrifft. Sie ist von der Stellvertretermediation abzugrenzen. Es dürfte sich dabei jedoch nicht um eine Mediation i.S.d Mediationsgesetzes handeln. |
| Eisbergmodell | Das Eisbergmodell ist ein Konzept, das in verschiedenen Disziplinen, insbesondere in der Organisationsentwicklung und der Psychologie, aber auch in der Mediation Anwendung findet. Es dient dazu, die Komplexität von Problemen und Systemen zu veranschaulichen, indem es zeigt, dass nur ein kleiner Teil der Probleme oder Systeme sichtbar ist, während der größere Teil unter der Oberfläche verborgen bleibt. Dieses Modell wurde erstmals von Sigmund Freud in der Psychoanalyse verwendet und später von anderen Wissenschaftlern und Praktikern in verschiedenen Kontexten adaptiert. |
| Eisenofensyndrom | Das Märchen "Der Eisenofen" der Gebrüder Grimm beschreibt ein Phänomen das beim Narzissmus aufkommt und die unterschiedlichen Typen des Narzissten beschreibt. Den unnahbaren und den sich aufopfernden. Es fühlt sich an wie eine Co-Abhängigkeit und könnte bei der Einschätzung von toxischen Beziehungen eine Rolle spielen. |
| eisernes Dreieck | Das eiserne Dreieck beschreibt die Interessensverflechtung zwischen Politik, Bürokratie und Wirtschaft. Siehe auch: Konfliktpyramide |
| Elder Mediation | Mediation in Generationenkonflikten. |
| Elevator Pitch | Ein Elevator Pitch simuliert das kurze Zeitfenster einer Aufzugsfahrt in dem ein Produkt oder eine Idee zu beschreiben ist. Er beschreibt die Notwendigkeit, die Mediation in so kurzer Zeit zuverlässig zu beschreiben, dass beim Zuhörer ein Interesse geweckt wird. |
| elterliche Sorge | Im Volksmund ist vom Sorgerecht die Rede. Die rechtlich korrekte Bezeichnung heisst: elterliche Sorge, weil es sich um ein Recht der Eltern und der Kinder handelt, das Rechte und Pflichten auslöst. Die Sorge umfasst die Personen- und die Vermögenssorge. |
| Elternentfremdungssymptom | Deutsches Wort für Parentel Alienation Syndrom. Siehe PAS |
| Elternvereinbarung | Vereinbarungen der Eltern in Kindschaftssachen (Rechtsangelegenheiten das Kind betreffend). Die Vereinbarungen haben grundsätzlich Vorrang vor der Gerichtsentscheidung. Ein Gericht würde die Vereinbarung also billigen und respektieren, wenn sie nicht gegen das Wohl des Kindes verstößt. Grundsätzlich können die Eltern die Vereinbarung selbst treffen. In Einzelfällen kann es jedoch erforderlich sein, das Gericht, das Jugendamt oder den Notar einzubeziehen, damit die Vereinbarung rechtlich durchsetzbar ist. |
| Emanzipation | Der Begriff geht auf einen lateinischen Ursprung zurück, der sich aus den Wortteilen "e" = aus, "manus" = Hand und "capere" = nehmen zusammensetzt. Mit dem aus der Hand nehmen wird eine Verselbständigung beschrieben, die es dem Individuum erlaubt, eine eigene Dynamik der Lebensgestaltung sowie der Lebensplanung zu entwickeln. Die Emanzipation spielt in vielen Beziehungskonflikten eine Rolle. Sie ist deshalb ein Prozess, der in der Mediation Beachtung findet. |
| Emotion | Emotionen komplexe, in weiten Teilen genetisch präformierte Verhaltensmuster, die sich im Laufe der Evolution herausgebildet haben, um bestimmte Anpassungsprobleme zu lösen und dem Individuum ein schnelles und der Situation adäquates Handeln zu ermöglichen. |
| Emotional Freedom Techniques | EFT (Emotional Freedom Techniques oder Emotionale Befreiungstechnik) ist eine Klopftherapie (Klopf-Akupressur) die dazu beiträgt, die Körperenergien zu harmonisieren. Wer sich damit auskennt, kann diese Technik auch in der Mediation verwenden, damit die Partei emotional gestärkt (ausgeglichener) wird und besser an der Verhandlung teilnehmen kann. |
| emotionale Intelligenz | Die emotionale Intelligenz beschreibt die Fähigkeit im Umgang mit Gefühlen. Dabei geht es um die korrekte Wahrnehmung der eigenen und der fremden Gefühle, ihr korrektes Verständnis und die Fähigkeit, die Gefühle zu beeinflussen. |
| Emotionsdatenbank | Verzeichnis der im Wiki besprochenen Emotionen und wie in der Mediation damit umzugehen ist. |
| Emotionskontraste | Ein erfolgversprechender Weg, sich von einem schlechten Gefühl zu befreien, ist das Herausarbeiten des Kontrastgefühls. Die Emotionskontraste listen die Gefühle auf, die dem schlechten Gefühl gegenüberzustellen sind. |
| Emotionslandkarte | Die Landkarte der Befindlichkeiten oder auch die Landkarte der Emotionen ist ein Werkzeug, das Menschen helfen soll, ihre emotionale Befindlichkeit besser auszudrücken und sich mit eigenen Gefühlen oder den Gefühlen anderer auseinanderzusetzen. Es handelt sich meist um einfache Landschaftsbilder, die zur Visualisierung der Emotionen oder der inneren Trigger eingesetzt werden kann. |
| Emotionsrad | Das Emotionsrad wird auch Plutchiks Rad der Emotionen genannt. Die ringförmige Darstellung der Emotionen erlaubt es, die Intensität der Emotionen einerseits und die emotionale Nähe andererseits festzulegen. Gefühle, die sich ähnlich sind, stehen nah beieinander, so dass sich die unähnlichen Gefühle gegenüberstehen. Die dahinter liegende und in der Mediation zu verwertende Botschaft ergibt sich aus dem Kontrast. Der Kontrast zum negativen Gefühl zeigt das positive Gefühl, das es herzustellen gilt. |
| Emotionswerkzeuge | Ein Emotionswerkzeug ist die gezielte Nutzung von Emotionen (eigenen oder fremden) zur Erreichung eines bestimmten Zieles. Es umfasst sowohl die Selbststeuerung durch Emotionen (z. B. Motivation durch Ärger, Gelassenheit durch Atmung) wie auch die Beeinflussung anderer durch emotionale Kommunikation (z. B. Angst erzeugen, Mitgefühl aktivieren). |
| Empathie | Empathie ist eine Voraussetzung des Verstehens und eine Variable der Kommunikation |
| empathisches Verhandeln | Wie der Name sagt, handelt es sich um eine Verhandlung, die empathisch ausgeprägt wird. Oft wird auch die Mediation als ein empathisches Verhandeln beschrieben, dass ihre Leistungsfähigkeit jedoch dramatisch unterschätzt. Eine Abgrenzung ist deshalb erforderlich. |
| Empfindlichkeit | Empfindlichkeit bezieht sich auf eine Überreaktion auf bestimmte Reize oder Situationen, die für die meisten Menschen nicht besonders belastend wären. Die Empfindlichkeit kann durch psychische Störungen wie Angststörungen oder Depressionen verstärkt werden.In einigen Fällen kann Empfindlichkeit dazu führen, dass Menschen anfälliger für Stress und emotionale Belastungen sind, was ihre Resilienz beeinträchtigen kann. Menschen, die sehr empfindlich sind, können schneller von äußeren Reizen überwältigt werden und sich schwerer erholen, wenn sie mit schwierigen Situationen konfrontiert werden. |
| Empowerment | Das Empowerment beschreibt eine Zusammenstellung von Techniken, die darauf abzielen, die Autonomie und Selbstbestimmung der Partei im Konfliktverhalten herzustellen oder zu fördern. |
| Encounter Groups | In der humanistischen Bewegung ist eine Begegnungsgruppe eine Form der Gruppentherapie, die auf dem Vertrauen in den Selbstentwicklungsprozess, gegenseitige Anerkennung und der persönlichen Begegnung basiert. |
| Ende der Mediation | Bei der Frage, wann die Mediation endet, ist wieder zwischen der juristischen Sicht (was kann abgerechnet werden) und der Mediationslehre zu unterscheiden. Nach der Mediationslehre endet die Mediation mit der letzten Aktion des Mediators. |
| Energieerhaltungssatz | Der Energieerhaltungssatz besagt, dass sich die Gesamtenergie in einem abgeschlossenen System nicht ändert. Sie kann jedoch zwischen verschiedenen Energieformen umgewandelt werden. In der Mediation wird der Energieerhaltungssatz analogisiert, um den Umgang und die Wirkung der Konfliktdynamik (die ja auch eine Energie darstellt) anschaulich zu erklären. |
| Energieerhaltungssatz | Der Energieerhaltungssatz besagt, dass sich die Energie nicht erzeugen oder vernichten lässt. Sie kann lediglich zwischen verschiedenen Energieformen umgewandelt werden. Die Mediation macht sich das naturwissenschaftliche Prinzip zu eigen, indem sie die Energie des Konfliktes in die Energie des (mediativen) Denkens umwandelt. |
| Entropie | In der Informationstheorie (oder der Kommunikationstheorie) beschreibt die Entropie das Informationsdefizit zwischen dem Sender einer Information und ihrem Empfänger. |
| Entscheidungshilfe | Hilfe bei der Entscheidung (Finden und Auswählen von Lösungsalternativen). Wer die Mediation als ein Informationsmanagement begreift, sieht in ihr eine Entscheidungshilfe bei Widersprüchen usw. |
| Entscheidungsmoment | Der Moment, in dem eine Entscheidung getroffen wir oder getroffen werden sollte. Der Moment hat einen entscheidenden Einfluss auf das Gelingen. Er ist in der Mediation von verschiedenen, aufeinander einwirkenden Reifeprozessen abhängig. |