Mediation von A-Z

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Lexikon

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Einträgen alle für die Mediation relevanten Fachbegriffe alphabetisch geordnet zusammen. In den einzelnen Lexika finden Sie Auszüge, die nach Themen geordnet sind. Die Zusammenstellungen helfen bei der Datenauswertung. Die Enzyklopädie verfeinert die Schlagwortsuche und die Suche über Kategorien. Ihre Besonderheit besteht darin, dass Sie nicht nur nach Begriffen, sondern auch nach deren Vorkommen in der Mediation und nach weiteren Zusammenhängen suchen und filtern können. Benutzen Sie bitte das Suchfeld im Hauptmenü für eine noch weitergehende, allgemeine und umfassende Suche im Mediationswiki. Dies ist die Vorversion zur Enzyklopädie, falls Sie an die alte Fassung gewöhnt sind.

Zusammenstellung der in der Enzyklopädie gespeicherten Begriffe.
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BezeichnungBeschreibung
FachausbildungDie Fachausbildung ist eine berufliche Ausbildung in einem bestimmten Fach, wobei das Fach als ein Bereich beschrieben wird, für den sich jemand spezialisiert hat oder in dem speziell gearbeitet wird.
FachberatungSiehe Beratung. Die Beratung ist fachorientiert
FachmediationOberbegriff für branchenorientierte Mediationen. Branchenorientierte Mediationen sind Mediationen in spezifischen Anwendungsfeldern (zum Beispiel Familienmediation, Wirtschaftsmediation).
FachmediationsausbildungAusbildung zur Verwendung der Mediation in spezifischen Anwendungsfeldern (zum Beispiel Familienmediation, Wirtschaftsmediation) zur Spezialisierung eines Mediators oder einer Mediatorin.
FacilitationFacilitation heisst übersetzt so viel wie Ver-einfachen. Es ist ein Verfahren, bei dem ei-ne dritte Person, nämlich der Facilitator, die Parteien unterstützt, effiziente(re) Verhand-lungen zu führen.
facilitative MediationMediationsmodell mit dem Bearbeitungsschwerpunkt Fakten / Interessen.
FacilitatorEin Facilitator (auch Moderator oder Prozessbegleiter genannt) ist eine Person, die Gruppen oder Teams bei der Durchführung von Diskussionen, Workshops oder anderen interaktiven Veranstaltungen unterstützt. Der Facilitator hat in der Regel keine inhaltliche Verantwortung für das Thema, sondern hilft den Teilnehmern, ihre Ziele zu erreichen, indem er den Prozess lenkt und die Diskussionen strukturiert.
Fact-FindingEin neutraler Dritter untersucht Dokumente und befragt Zeugen, um Hilfe bei der Sachverhaltsklärung zu geben. Die Klärung soll den Parteien helfen, angemessene Konsequenzen daraus zu finden. Das Fact-Finding wird als ADR-Verfahren angesehen. Es ist eine Tatsachenuntersuchung, die gegenüber dem Beweissicherungsverfahren abzugrenzen ist.
FaktenEin Fakt ist eine objektive, überprüfbare Aussage, die durch Beweise, Daten oder Beobachtungen gestützt wird. Demzufolge basieren Fakten stets auf nachweisbaren oder beobachtbaren Daten, die abgefragt werden können.
Fakten-Meinungen-Emotionen Die Unterscheidung zwischen Fakten Meinungen und Emotionen folgt dem 3-er Schritt der Wahrnehmung. Sie entspricht der Technik aus dem Harvard Konzept, wonach Entscheidungen auf objektive Kriterien zurückzuführen sind.
Faktenklärung Eine der mit der Beweisaufnahme im Gerichtsverfahren zu vergleichende Faktenerhebung. Sie dient der Ermittlung von Tatsachen, die der Entscheidung zugrunde zu legen sind.
faktische MediationEine Art "mediation by doing". Mediation ohne einen professionellen Anspruch, die auch nicht dem MediationsG unterworfen ist. Der Ausdruck ist kein genuiner Rechts- oder Fachterminus, sondern ein aus der Praxis hervorgegangener Begriff. Er taucht vor allem im deutschsprachigen Raum in der Mediationsforschung und -kritik auf, um Verfahren zu beschreiben, die außerhalb des rechtlich kodifizierten oder institutionell anerkannten Mediationsrahmens stattfinden, jedoch wesentliche Merkmale der Mediation aufweisen.
Faktor-DBeim Faktor-D handelt es sich um den "dunklen Faktor" der Persönlichkeit, der sich durch einen übertriebenen Egoismus auszeichnet und negative Auswirkungen auf Andere oder die Gesellschaft im Allgemeinen hat. Das Verhalten wird von Überzeugungen genährt, die Schuldgefühle, Gewissensbisse und moralische Skrupel verhindern.
FallDas Wort Fall hat mehrere Bedeutungen. Hier wird es als eine sich in einer bestimmten Weise darstellende Angelegenheit oder Sache verstanden, für die eine Mediation das geeignete Mittel zur Klärung ist.
FallaufkommenEignung und Zustandekommen von Mediationen
FalldokumentationDokumentation über eine durchgeführte Mediation. Die Dokumentation wird zu Ausbildungszwecken genutzt. Sie war im Entwurf der Ausbildungsverordnung vorgeschrieben und wurde durch die Supervision ersetzt.
FallebeneDie Systemik der Mediation legt eine Unterscheidung zwischen der Fallebene und der Mediationsebene (Verfahrensebene) nahe. Die Unterscheidung führt zu einer logischen Trennung der Ebenen und einer dementsprechenden Fokussierung.
FallkontextEine Information wird in der Mediation verschiedenen Kontexten zugeordnet, die sinnvoller Weise zu unterscheiden sind. Eine Umgebung, der die Informationen zugeordnet werden ist das Verfahren selbst. Siehe Verfahrenskontext. Der andere Kontext wird aus dem Fall gebildet und als Fallkontext beschrieben.
FallmetaebeneDie Metaebene (Reflexionsebene) für den Fall. In der Mediation wird sie durch den Mediator hergestellt und repräsentiert.
FamilieDer Begriff Familie ist komplex und unterliegt kulturellen, historischen und individuellen Interpretationen. Im Kern beschreibt er eine soziale Gruppierung, die durch emotionale Bindungen, Verantwortung füreinander und oft auch biologische, rechtliche oder soziale Verbindungen geprägt ist.
FamilienanamneseDer Begriff kommt aus dem Griechischen und bedeutet Erinnerung. Er wird in der Medizin verwendet und meint ein Gespräch zwischen Arzt und Patient zur Evaluierung der in der Familie vorkommenden Krankheiten. Die Familienanamnese wird auf die Kommunikation bezogen auch in der Mediation eingesetzt, um die Ursachen des Scheiterns der Familie aufzudecken und Schuldfragen zu entkräften.
FamilienberatungFamilienberatung ist ein professionelles psychosoziales Unterstützungsangebot für Familien, Paare oder einzelne Familienmitglieder, das dazu dient, belastende Lebenssituationen zu bewältigen, Konflikte zu klären und das Zusammenleben zu verbessern. Sie kann präventiv oder intervenierend eingesetzt werden.
FamilienlandkarteEine grafische Darstellung zur Analyse von Familiensystemen.
FamilienmediationMediation in Familienstreitigkeiten. Genauer: Mediation im Anwendungsfeld Familie.
FeedbackFeedback ist eine Rückmeldung oder Beurteilung über eine Handlung, eine Leistung oder eine Situation. Es bezieht sich oft auf Informationen, die einer Person oder einer Gruppe gegeben werden, um ihnen zu helfen, ihre Leistung zu verbessern, Stärken auszubauen oder Schwächen zu korrigieren.
FeedbacktechnikEin Werkzeug, um Rückmeldung zu geben und einzuholen. Der Mediator gibt den Parteien ständige Rückmeldung über das Loopen. Anders als dort betrifft das Feedback jedoch nicht die Rückmeldung des Gesagten, sondern eine Rückmeldung oder Beurteilung über eine Handlung, eine Leistung oder eine Situation.
fehlende EntscheidungsbefugnisDas Prinzip der fehlenden Entscheidungsbefugnis soll sicherstellen, dass das Kommunikationsmodell der Mediation verwirklicht wird.
FehleranalyseDas Verfahren zur Ermittlung von Fehlern in der Mediation
Fehlermanagement Das Fehlermanagement bezeichnet sowohl die Erforschung des Umgangs mit Fehlern, die Reaktion auf Fehler und die Identifikation von Fehlern. Das Fehlermanagement in der Mediation betrifft die Fehlervermeidung, die Fehlererkennung und die Fehlerbehebung.
FehlerqualifikationEine Fehlerqualifikation soll helfen, die Fehler korrekt einzuschätzen. Zu unterscheiden sind: Verfahrensfehler, Methodenfehler, technische Fehler und Pflichtverletzungen.
FehlerquellenanalyseIm Gegensatz zur Fehleranalyse, die ein fehlerhaftes Verhalten des Mediators bewertet, bietet die Fehlerquellenanalyse Hinweise für eine prophylaktische Fehlervermeidung.
FehlersucheMediationsfehler ergeben sich aus Regelverstößen oder bei einer den Zweck verfehlenden Verwendung einer Technik. Die Ausführungen im Kapitel Haftung oder die Fehlerdatenbank helfen, Fehler aufzuspüren oder zu vermeiden.
FeindschaftFeindschaft kann als ein tiefer und anhaltender Konflikt oder eine negative emotionale Beziehung zwischen Individuen, Gruppen oder Gemeinschaften definiert werden. Sie beinhaltet oft eine starke Missgunst, Ablehnung oder sogar den Wunsch, Schaden zuzufügen. Sie kann auf persönlichen, sozialen, politischen, ideologischen oder kulturellen Unterschieden basieren und sich in verschiedenen Formen äußern, wie offener Feindseligkeit, verbalen oder physischen Angriffen, Ausgrenzung, Diskriminierung oder dem Wunsch nach Rache, bis hin zum Krieg.
FernstudiumEin Fernstudium ist eine Ausbildung, die mit Präsenzanteilen überwiegend im Heimstudium abgewickelt werden kann. Das Fernstudium ist von der Onlineausbildung zu unterscheiden.
Fight or Flight-ReaktionDie "Fight or Flight"-Reaktion ist eine automatische körperliche und psychische Reaktion auf eine Bedrohung oder Stresssituation. Der Begriff "Fight or Flight" bedeutet übersetzt "Kampf oder Flucht". Die Reaktion ist eine evolutionäre Anpassung an potenziell gefährliche Situationen und ist Teil des sympathischen Nervensystems.
Figur-Hintergrund-BildungDie Figur-Hintergrund-Bildung ist ein Konzept zur Wiederherstellung der Homöostase. Es geht davon aus, dass sich ein Bedürfnis aus dem Hintergrund in einem Symptom konfiguriert, das den Weg zum Gleichgewicht aufzeigt.
fiktive Partei

Die fiktive Partei ist keine natürliche Person. Sie ist die Personifizierung von Interessen, die sich aus einer Rolle oder einer Zugehörigkeit zu einer Gruppe ergeben und gegen die persönlichen Interessen abzugrenzen sind.

FilibusterForm der Vielrednerei. Der Filibuster benutzt die Rede um andere zu ermüden und Zeit zur Gegenrede zu nehmen. Es ist ein Machtmissbrauch, der in der Mediation nicht zu akzeptieren ist.
FinalbewertungMit dem Begriff Finalbewertung wird die abschließende Lösungsbewertung bezeichnet. Sie ist die finale Bewertung der gefundenen Lösung. Sie schließt die Lösungsalternative der WATNA-BATNA-Instanz mit ein und prüft, ob die nunmehr angedachte Lösung den Kriterien entspricht, die in der Phase drei erarbeitet wurden und ob die Lösung auich die Kriterien der Sicherheit und Nachhaltigkeit entspricht, die in der Phase 5 erarbeitet werden.
FinanzmediationMediation bei Überschuldung oder Finanzierungsfragen
Fishbowl

Es gibt verschiedene Arten, wie Parteien das Wort erteilt werden kann. Wenn die Gesprächsgruppe zu groß ist, kann versucht werden, die Gesprächsteilnehmer auf einen kleinen Kreis zu reduzieren. Die Fishbowltechnik versucht die Reduktion, ohne Diskussionsteilnehmer auszuschließen, indem sie einer großen Gesprächsgruppe einen Stuhlkreis anbietet, in den sich nur eine kleine Zahl von Personen setzen darf. Wer etwas zu sagen hat, muss in den Stuhlkreis. Wenn er nichts mehr zu sagen hat, muss er den >Stuhlkreis verlassen.

FlaschenhalseffektDer Flaschenhalseffekt oder das Flaschenhalsphänomen äußert sich darin, dass sich ein Motiv (Interesse) nicht immer gleichförmig in die formale Sprache des Verfahrens übersetzen lässt. Es kommt zu Übersetzungsverlusten, die ein Einvernehmen erschweren. Wenn der Flaschenhals beseitigt wird, lassen sich die Motive ansprechen.
FlipchartAuf Deutsch ist ein Flipchart ein Tafelschreibblock. Statt auf eine Tafel wird auf Papier geschrieben. Das Papierformat ist groß genug, um den darauf geschriebenen Text oder die Grafiken auch aus der räumlichen Distanz lesen zu können. Das Flipchart ist ein wichtiges Hilfsmittel in der Mediation.
FlowDer Flow ist ein Begriff aus der Psychologie. Er bezeichnet einen Selbstläufer. In der Mediation bezeichnet er das erkennbare Phänomen, wenn die Parteien sich im Gedankenfluss der Mediation bewegen,
Flucht

Im Zusammenhang mit dem Konflikt wird das Ausweichen oder das Sichentziehen aus einer als unangenehm empfundenen oder nicht zu bewältigenden Situation beschrieben. Schwarz verwendet den Begriff in der Konfliktevolution als eine grundlegende Form der Konfliktbewältigung.

Flynn-EffektDer neuseeländische Politologe James R. Flynn hat nachgewiesen, dass die menschliche Intelligenz seit ihrer Messung ständig ansteige. Allerdings verläuft die Kurve nicht konstant. Neuerdings wird auch vermehrt von einer Umkehr des Flynn Effektes (Anti-Flynn-Effekt) gesprochen, weil die Intelligenz in manchen Bevölkerungen durchgängig nachlasse.
FokusDas Wort entspricht der lateinischen Vorgabe, die Feuerstätte oder Herd bedeutet. In der Optik wird es für den Brennpunkt gewählt und im übertragenen Sinn als Synonym für das Hauptaugenmerk bei einer Angelegenheit oder in einem Diskurs. Mithin beschreibt der Fokus die Blickrichtung. Er ist mit der selektiven Wahrnehmung zu vergleichen. Sie steigert zwar die Konzentration auf einen Schwerpunktes oder eine Aufgabe. Sie verbirgt jedoch auch das Risiko, dass Dinge, die nicht im Fokus liegen, aus dem Blick geraten. Der selektive Schwerpunkt eines Verfahrens ergibt sich aus der Zielsetzung. Ein Mediator muss mehrere Fokusse einnehmen, um alles im Blick zu haben.
FokussierenIn der systemischen Familientherapie wird das focusing zur Intensivierung der Gefühle und Beziehungen eingesetzt. In der Mediation dient das Fokussieren zur Unterstützung des Ablaufs der Mediation, indem Ausschweifungen vermieden werden und der Mediand auf einen bestimmten Konflikt- oder Regelungspunkt fixiert wird.
forensische MediationMediation mit Gegenständen, die auch vor Gericht verhandelt werden können. Meistens Mediation mit reinem Sachbezug, evaluative Mediation.
formelle GruppeFormelle Gruppen (auch soziale Gruppen genannt) sind Gruppen von Menschen, deren Ziele, Normen und Rollen vorgegeben sind oder von der Gruppe selbst festgelegt werden.

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Hinweise und Fußnoten

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Bearbeitungsstand: 2024-05-07 16:40 / Version .

Siehe auch: Lexikon