Mediation von A-Z

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Lexikon

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Einträgen alle für die Mediation relevanten Fachbegriffe alphabetisch geordnet zusammen. In den einzelnen Lexika finden Sie Auszüge, die nach Themen geordnet sind. Die Zusammenstellungen helfen bei der Datenauswertung. Die Enzyklopädie verfeinert die Schlagwortsuche und die Suche über Kategorien. Ihre Besonderheit besteht darin, dass Sie nicht nur nach Begriffen, sondern auch nach deren Vorkommen in der Mediation und nach weiteren Zusammenhängen suchen und filtern können. Benutzen Sie bitte das Suchfeld im Hauptmenü für eine noch weitergehende, allgemeine und umfassende Suche im Mediationswiki. Dies ist die Vorversion zur Enzyklopädie, falls Sie an die alte Fassung gewöhnt sind.

Zusammenstellung der in der Enzyklopädie gespeicherten Begriffe.
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BezeichnungBeschreibung
HaftungDie Haftung beschreibt die rechtliche Verantwortlichkeit für ein pflichtwidriges Verhalten. Wenn ein Haftungstatbestand gegeben ist, kann der dadurch verursachte Schaden ersetzt werden. Voraussetzung ist stets das Vorliegen einer Pflichtverletzung.
Halo-Effekt Der Halo-Effekt (von englisch halo, Heiligenschein) bewirkt eine kognitive Verzerrung, indem von bekannten Eigenschaften einer Person auf unbekannte Eigenschaften geschlossen wird. Bei dem Halo Effekt verzerrt eine einzelne Qualität das Gesamtbild optional positiv oder negativ. Der Halo-Effekt korresponidert mit dem fundamentale Attributionsfehler, wenn der Handelnde seine Wahrnehmung nicht auf seine Eigenschaft, aber auf die Situation zuschreibt, die ihn stets entlastet.
HaltungDie Haltung des Mediators wird immer nach vorne gestellt und als außerordentlich wichtig angesehen. Diese Aussage ist korrekt, je nachdem was unter Haltung verstanden wird. Wenn Haltung mit einer Gesinnung gleichgesetzt wird, die eine durch Werte und Moral begrenzte Sichtweise darstellt, passt sie nicht in ein Verfahren, dessen wichtigster Zweck die Reflexion und das Verstehen ist. Wenn Haltung als eine Art des Denkens verstanden wird, die sich in das System der Mediation einbezieht, bekommt der Begriff eine Bedeutung, die eher der Mediation entspricht.
HandhabungDie Handhabe bzw. die Handhabung beschreibt üblicherweise ein Mittel, um etwas zu erreichen. Hier beschreibt sie das maßgebliche Arbeitsmittel oder den Arbeitsschwerpunkt des Verfahrens.
HandlungsoptionenDie Handlungsoptionen betreffen die Frage, was der Mediator als Nächstes tun kann, um die Mediation erfolgreich durchzuführen. Methodisch kann er sich der Entscheidung in 3 Schritten nähern. Zunächst ist eine Situationsanalyse durchzuführen, dann eine Mediationsanalyse danach ergeben sich Möglichkeiten, die nach dem Kriterium auszuwählen sind, was die Mediation am besten nach vorne bringt.
HarmonieHarmonie bezieht sich auf die Art und Weise, wie verschiedene Elemente oder Kräfte miteinander interagieren, um eine angenehme und ausgewogene Gesamtwirkung zu erzielen.
HarmonieagentenDer Begriff wird synonym mit Streitschlichern verwendet (im konkreten Fall an einer Schule)
HarmoniesuchtMit diesem Begriff wird ein Verhaltensmuster von Menschen beschrieben, das stets auf die momentane Harmonie (gute Stimmung) ausgelegt ist, die konfliktfördernden Konsequenzen daraus aber oft nicht übersieht.
Hase und Igel KommunikationEin Phänomen der Kommunikation, wenn ständig die Kommunikationsebenen und die Denkmodelle gewechselt werden und das Gespräch nicht auf einer Ebene und in einem Modell gehalten wird.
HassHass wird als ein intensives Gefühl der Abneigung gegen eine Person oder eine Gruppe von Personen, die zu aggressiven Handlungen gegenüber den Hassobjekten führen kann, beschrieben. Es steckt aber noch mehr dahinter, besonders wenn er sich in der Mediation auswirkt.
häusliche Gewalt Häusliche Gewalt ist in Deutschland kein eigener Straftatbestand, sondern ein Oberbegriff für verschiedene Delikte, die im privaten Nahraum begangen werden. Die häusliche Gewalt umfasst alle Handlungen körperlicher, sexueller, psychischer oder wirtschaftlicher Gewalt, die innerhalb der Familie oder des Haushalts oder zwischen früheren oder derzeitigen Eheleuten oder Partnerinnen beziehungsweise Partnern vorkommen, unabhängig davon, ob der Täter beziehungsweise die Täterin denselben Wohnsitz wie das Opfer hat oder hatte.
Hawaiian MediationUnter dem Begriff wird eine auf das Ho’oponopono zurückgeführte Ethno-Mediation bezeichnet. Es bedarf der Prüfung im Einzelfall, ob die Herangehensweise den Anforderungen einer Mediation entspricht.
heile WeltDer Begriff wird bei der Integrierten Mediation verwendet, um die unterschiedlichen Gedankenwelten zu kennzeichnen, durch die die Mediation führt. Der Terminus verdeutlicht, dass die 3.Phase eine Imagination der Situation darstellt, die hinter dem Konflikt liegt, also die Kriterien herausstellt, mit denen sich eine konfliktfreie Zukunft beschreiben lässt.
HeilungDas Wort Mediation liegt nah bei der Meditation und der Medizin. In der Antike ist die Mitte ein Ausdruck von Balance und diese wiederum ein Ausdruck von Gesundheit. Viele meinen deshalb, die Mediation, die ja eine (innere) Mitte sucht, sei zugleich ein Prozess der Heilung. Tatsächlich kann die Heilung nicht das Ziel eines ergebnisoffenen Verfahrens sein, das auf eine Diagnose verzichtet und lediglich eine erkenntnisbasierte Entscheidung erwartet. Allerdings stellt sich die Heilung oft als ein Nebeneffekt her.
heißer KonfliktDer Konflikt wird direkt und als offener Kampf ausgetragen. Es kommt zu einer eskalativen Kommunikation.
Helfersyndrom Das Helfersyndrom bezeichnet ein Phänomen, das auch bei professionellen Helfern anzutreffen ist. Das mit dem Helfen verbundene gebraucht werden wollen, wird zu einem suchtartigen, vordringlichen Motiv im Hilfsangebot. Es kommt zu einer Vermischung der Hilfsbedürftigkeit des Helfers und der Person die Hilfe nachfragt.
HelfersystemBei einem Konflikt stehen oft mehrere Helfer zur Verfügung. Die Gesamtheit der möglichen, angebotenen und verfügbaren Hilfen drückt sich in einem Helfersystem aus. Das Helfersystem beschreibt die wechselseitigen Auswirkungen und die Kompatibilität der Hilfsangebote.
HerausforderungenSiehe schwierige Situationen.
HermeneutikHermeneutik wird einmal als die Lehre von der Auslegung und Erklärung eines Textes, eines Kunst- oder Musikwerks definiert und ein anderes Mal als das Verstehen von Sinnzusammenhängen in Lebensäußerungen aller Art aus sich selbst heraus (z. B. in Kunstwerken, Handlungen, geschichtlichen Ereignissen)1 Der Begriff stammt aus dem Griechischen und kann mit erklären übersetzt werden. Die Hermeneutik wird auch als die Kunst oder die Theorie der Auslegung verstanden. Es geht darum, die Sinnzusammenhänge in Texten jeglicher Art zu verstehen.
Hermeneutischer Zirkel

Der Hermeneutische Zirkel beschreibt eine theoretische Abfolge des Denkens, das aus verschiedenen Verständnisebenen besteht. Die Grundregel besagt, dass vom Einzelnen auf das Ganze geschlossen werden kann und umgekehrt.

HerzOrganisch betrachtet ist das Herz ein Muskel den Blutkreislauf sicherstellt. Metaphorisch betrachtet, ist es der Träger der Gefühle. Das Herz ist - neben dem Bauch - der heimliche Entscheider im Menschen. Es sollte in der Mediation also zur Sprache kommen.
Heuristik
HierarchieDer Begriff Hierarchie bezeichnet eine Rangordnung. In der Mediation gibt es keine Hierarchie. Die Parteien verhandeln auf gleicher Augenhöhe. Der Mediator stellt die Gleichberechtigung der Parteien sicher.
High-Low ArbitrationNet High / Low (Bracketed) Arbitration. Die Lösung bewegt sich in einem bestimmten, zuvor vereinbarten Rahmen, um verbindlich zu sein
Hilfe zur SelbsthilfeHilfe zur Selbsthilfe ist ein Prinzip, das uns aus der sozialen Arbeit bekannt ist. Es geht darum, einen Not leidenden Menschen zu befähigen, sich selbst zu helfen. Siehe auch Empowerment
Hilfreiche Erwartung Hilfreiche Erwartungen, wie Optimismus oder Glaube an die eigene Wirksamkeit (Selbstwirksamkeit), können Lösungsorientierung fördern. Doch im Gegensatz zur Fixierung auf Lösungen lässt diese Haltung Raum für Flexibilität und alternative Wege.
HilfskräfteHilfskräfte sind die Assistenten und Mitarbeiter des Mediators. Das Mediationsgesetz spricht von den in die Durchführung des Mediationsverfahrens eingebundenen Personen und unterwirft sie von Gesetzes wegen der Verschwiegenheit.
HilfsmittelDie Hilfsmittel werden als ein Werkzeug der Mediation erfasst. Sie bezeichnen (im engen Sinne) die technischen Hilfsmittel, wie die Ausstattung und das Equipment.
HilfsmittelDie Hilfsmittel werden als ein Werkzeug der Mediation erfasst. Sie bezeichnen (im engen Sinne) die technischen Hilfsmittel, wie die Ausstattung und das Equipment.
HilfsmittelverzeichnisDas Hilfsmittelverzeichnis bietet eine Hilfestellung, damit der Mediator die optimalen Hilfsmittel aufspüren kann. Es ist ein Werkzeug der Praxis weil der Mediator in der Realität nicht immer auf die gewünschten Hilfsmittel zugreifen kann.
HindernisSiehe Mediationshindernisse
hinkende DienstleistungMit dem Begriff wird verdeutlicht, dass die Mediation als Dienstleistung nicht alle Bedarfe der Medianden (Konfliktparteien) abdecken kann. Der Mediator und die Parteien müssen sich darüber im Klaren sein, um die gegebenenfalls abzufragenden Dienstleistungen optimal aufeinander abzustimmen.
HinterfragenInformationen werden auf ihren Bedeutungsgehalt hinterfragt.
Ho’oponoponoDas Ziel der hawaiianischen Mediation ist die Wiederherstellung der Beziehungen in der Familie und der Gemeinschaft. Im Grunde geht es um ein Versöhnungsritiual. In Amerika wird es als Hawaiian Mediation bezeichnet.
hoch eskalierte KonflikteNach der Eskalationstheorie von Glasl und den Auffassungen von Mediatorn ist eine Mediation bei hoch eskalierten Konflikten nicht möglich. Gemeint sind Konflikte der Eskalationsstufen höher als Stufe sieben, wo das Konfliktverhalten die Selbstvernichtung in Kauf nimmt. Die Mediation ist möglich, wenn auch schwierig. Es bedarf einer Autorität, damit die Parteien sich auf die Mediation einlassen und in der Mediation bleiben.
hocheskalierte KonflikteKonflikte der Esklalationsstufe 7-9 nach Glasl. Manche Schulen behaupten, diese Konflikte seien nicht mediierbar.
HochsensibilitätHochsensibilität ist eine Charaktereigenschaft die aus der Fähigkeit des Gehirns resultiert, äußere Reize stärker als gewöhnlich wahrzunehmen. Die Sinneskanäle für Gerüche, Geräusche, Bilder, Geschmäcker oder Ertastbares sind permanent geöffnet, was zu Überlastungen und Überforderungen führen kann. Hochsensible reagieren auch stärker auf die Gefühle anderer Menschen.
Hochstapler-SyndromDas Hochstapler-Syndrom beschreibt das Phänomen, dass besonders kompetente Menschen ihre Fähigkeiten ständig unterschätzen. Sie glauben nicht an den eigenen Erfolg. Ein Symptom könnte sein, dass sie den Erfolg ständig nach vorne stellen. Mehr um sich, als andere zu überzeugen.
höchstpersönliche RechteHöchstpersönliche Rechte sind unveräußerbare und unvererbliche Rechte, über die nur der Inhaber oder die Inhaberin disponieren darf. Die Entbindung von der Verschwiegenheitspflicht ist z.B. ein höchstpersönliches Recht.
HoffnungHoffnung ist die Erwartung, dass die Zukunft besser sein wird als heute und dass wir die Kraft haben, es zu schaffen. Sie spielt in der Mediation eine wichtige Rolle. Sie wirkt sich auf die Nachfrage, die Durchführung und das Ergebnis aus.
Homöostase Unter Homöostase versteht man allgemein, technisch, einen Gleichgewichtszustand eines sich selbstregulierenden, offenen, dynamischen Systems. Sie dient der Konstanzerhaltung eines erlebbaren inneren Milieusund ist auf Ausgleich gerichtet. Erst die Störung der Homöostase liefert die energetische Vorbedingung für das, was wir Leben nennen.
homöostatisches MotivationsmodellHomöostase bedeutet physiologisches Gleichgewicht. das homöostatische Motivationsmodell geht davon aus, dass ein Mangelzustand auszugleichen ist. Das Modell findet eine Analogie im Lösungspentagramm und damit auch einen Bezug zur Mediation.
HonorarBezahlung für Angehörige der freien Berufe als Vergütung ihrer Tätigkeit. Hier ist damit die Vergütung der Dienstleistung des Mediators gemeint.
HonorarstreitigkeitenStreit über die Abrechnung und den Anfall des Mediatorenhonorars.
horizontale StrukturDie horizontale Struktur der Mediation betrifft die Verfahrensebene und den Verfahrensablauf.
HospizmediationDie Hospizarbeit verfolgt das Ziel, sterbenden Menschen ein würdiges und selbstbestimmtes Leben bis zum Ende zu ermöglichen. Die Hospizmediation betrifft den Umgang mit Streitigkeiten und Konflikten, die in diesem Zusammenhang auftreten. Das können Konflikte mit dem Pflegepersonal, den Kostenträgern und den Angehörigen sein. Die Mediation in diesem Bereich mus sich auf besondere Fallgestaltungen einlassen, was ein spezifisches Hintergrundwissen erfordert.
Hut-TechnikDie Einnahme unterschiedlicher Positionen zu einer Frage soll verschiedene Denkansätze ermöglichen, unter anderem um ein gedankliche Selbstreferenzierungen oder ein gedankliches Imkreisdrehen zu überwinden.
Hybrid-MediationDer Begriff wird verwendet wenn eine Mediation als Präsenzmediation kombiniert mit virtuellen Begegnungen, also einer online Mediation, ausgeführt wird.
HybridausbildungDer Begriff wurde eingeführt, um die Frage der Präsenzpflicht in der Ausbildung zu konkretisieren. Weil eine reine Onlineausbildung in der Mediation als unzureichend angesehen wird, bezeichnet die Hybridausbildung die Kombination von Onlinepräsenz und realer Präsenz. Sie ist vom Fernstudium abzugrenzen.
HypotheseEine Hypothese ist eine Annahme, die noch nicht bewiesen ist. In der Mediation spielen Hypothesen eine wichtige Rolle. Einmal dienen sie als Hilfe zur Konfliktbearbeitung und zur Navigation durch das Verfahren, zum anderen verhindern sie vorschnelle Bewertungen und Interpretationen des Mediators.

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Hinweise und Fußnoten

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Bearbeitungsstand: 2024-05-07 16:40 / Version .

Siehe auch: Lexikon