Mediation von A-Z

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Lexikon

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Einträgen alle für die Mediation relevanten Fachbegriffe alphabetisch geordnet zusammen. In den einzelnen Lexika finden Sie Auszüge, die nach Themen geordnet sind. Die Zusammenstellungen helfen bei der Datenauswertung. Die Enzyklopädie verfeinert die Schlagwortsuche und die Suche über Kategorien. Ihre Besonderheit besteht darin, dass Sie nicht nur nach Begriffen, sondern auch nach deren Vorkommen in der Mediation und nach weiteren Zusammenhängen suchen und filtern können. Benutzen Sie bitte das Suchfeld im Hauptmenü für eine noch weitergehende, allgemeine und umfassende Suche im Mediationswiki. Dies ist die Vorversion zur Enzyklopädie, falls Sie an die alte Fassung gewöhnt sind.

Zusammenstellung der in der Enzyklopädie gespeicherten Begriffe.
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BezeichnungBeschreibung
LabelnBezeichnungen können eine verheerende Wirkung haben wenn die Konnotation nicht abgestimmt ist oder wenn sie Assoziationen wecken, die etwas anderes ausdrücken als das was gemeint ist. Umgekehrt können Bezeichnungen die Dinge auf den Punkt bringen und helfen Struktur (siehe Dimensionieren) in das Gespräch zu bringen. Das Labeln erfolgt indem Kapitelüberschriften festgelegt werden.
LaienmediationMediationen, die aus Gefälligkeit (etwa bei Freunden, Nachbarn usw.) ohne Vergütung von einem Laien durchgeführt werden, aber den Verlauf und die Wesensmerkmale der Mediation erfüllen.
LandkartenLandkarten sind grafische Darstellungen, die als Werkzeug zur Verstehens- und Orientierungshilfe. In der Mediation eine wichtige Rolle spielen. In allen Fällen sind sie eine Orientierungshilfe. Folgende Landkarten verwendet: Mediationslandkarte, Konfliktlandkarte, Verfahrenslandkarte, Familienlandkarte, Emotionslandkarte, usw.
laterales Denken Der von Edward de Bono eingeführte Begriff leitet sich von dem lateinischen latus ab, das Seite bedeutet. Laterales Denken wird (weil von der Seite kommend) auch Querdenken genannt. Das laterale Denken ist eine Denkmethode, die im Rahmen der Anwendung von Kreativitätstechniken und zur Problemlösung eingesetzt wird.
Lautes DenkenLautes Denken ist eine prozessbegleitende Selbstoffenbarung des Mediators, die nicht auf eine Entscheidung, sondern auf eine Erkenntnis abzielt. Das laute Denken wird u.a. im Reflecting-Team praktiziert ähnlich und ist von Vorschlägen abzugrenzen.
Law of AttractionGesetz der Anziehung. Gleiches zieht sich an. Das Resonanzgesetz besagt, dass der negative Fokus am Negativen festhält, während positive Gedanken andere positive Gedanken anziehen, sodass sich daraus ein Weg ergibt, der ein konstruktives Handeln ermöglicht.
Leading

Nachdem durch das Pacing die Vertrauensbeziehung hergestellt wurde, kann das Gespräch in eine Richtung geführt werden. Pacing und Leading sind im NLP Teil des Rapports.

LebensabschnittDas Leben eines Menschen ist geprägt von einer Vielzahl an Erfahrungen, Entwicklungen und Veränderungen. Diese werden häufig in verschiedene Abschnitte unterteilt, die als Lebensabschnitte bezeichnet werden. Ein Lebensabschnitt kann für die Ausprägung eines Konfliktes kennzeichnend und sogar ausschlaggebend sein. Deshalb können Lebensabschnitte sich auch auf die Mediation auswirken.
LebenskrisenLebenskrisen sind innere Konflikte oder können sie zumindest hervorrufen. Krisen sind im Leben unvermeidlich und ein Teil desselben. In einem Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung beschreibt Erik H. Erikson acht Lebenskrisen, die jeder Mensch durchschreiten muss.
Leerer StuhlUm die Betroffenheit und Involviertet einer nicht anwesenden Person aufzuzeigen kann der Mediator einen leeren Stuhls aufstellen. Er kann diesen wie die zu repräsentierende Person ansprechen.
Legal CoachingEs handelt sich um eine spezielle Intervention im juristischen Beratungsmandat. Sie soll dem Mandanten helfen, für sich zu entscheiden, welches juristische Ziel und Ergebnis verfolgt werden soll.
LegaldefinitionMit dem Begriff der Legaldefinition werden gesetzlich hinterlegte Definitionen bezeichnet. Die Mediation hat längst Einzug in die Gesetze gefunden. In Deutschland ist sie im §1 Mediationsgesetz definiert.
Lehrbeauftragter
Lehre

Lehre ist zunächst der pädagogische Prozess, durch den Lehrkräfte systematisch Wissen, Fähigkeiten, Werte und Fertigkeiten an Schülerinnen und Schüler vermitteln. Der Begriff steht auch für eine wissenschaftliche Disziplin und kann auch als als wissenschaftliche Herleitung betrachtet werden.

LehrlingsmediationIm österreichischen § 15a Berufsausbildungsgesetz ist zwingend eine Mediation durchzuführen, wenn ein Lehrberechtigter die außerordentliche Lösung eines Lehrverhältnisses in Erwägung zieht. Die Mediation soll es den Beteiligten ermöglichen, für ihre Konflikte unter Begleitung eines fachkundigen Mediators selbst eine Lösung zu finden. In die Mediation sind der Lehrberechtigte, der Lehrling (bei Minderjährigkeit auch der gesetzliche Vertreter) und auf Verlangen des Lehrlings eine Person seines Vertrauens einzubeziehen. Es muss mindestens eine Mediationssitzung geben. Das Verfahren endet dann durch Zeitablauf spätestens mit Beginn des fünften Werktages vor Ablauf des 11. bzw. 23. Lehrmonats.
LeitsatzLeitender Grundsatz, Theoreme, Lehr- und Merksätze. In der Mediation sollen Leitsätze helfen, den richtigen Weg durch die Mediation zu finden. Leitsätze dienen dem Verständnis. Regeln sind zu befolgen.
Letter of IntendEin Letter of Intent (LOI) ist eine Absichtserklärung, die von einer Partei an eine andere Partei gerichtet wird, um ihr Interesse an einer Geschäftsbeziehung oder einem Vertrag zum Ausdruck zu bringen. Er kann auch wechselseitig erklärt werden und eine gemeinsame Absicht ausdrücken. Die Absichtserklärung bekräftigt, eine bestimmte Handlung oder einen bestimmten Vertrag abzuschließen zu wollen. Eine Absichtserklärung kann verbindliche oder unverbindliche Elemente enthalten und dient in der Regel dazu, eine Basis für weitere Verhandlungen zu schaffen. Ein Letter of Intend kann auch eine Abschlussvereinbnarung in der Mediation sein.
Lewis Model Das Lewis Modell ist das jüngste weltweit anerkannte Modell zur Unterscheidung der Kulturen, das in den 1990er Jahren entwickelt wurde. Lewis kam zu dem Schluss, dass Menschen in 3 klare Kategorien eingeteilt werden können, basierend nicht auf Nationalität oder Religion, sondern auf VERHALTEN. Er nannte seine Typologien Linear-aktiv, Multi-aktiv und Reaktiv.
lineares DenkenDas lineare Denken ist ein gradliniges Denken. Das Ziel (die Lösung) wird auf direktem Weg ohne Umschweife angestrebt. Das lineare Denken führt in das Problem hinein.
LinguistikLinguistik ist die wissenschaftliche Disziplin, die sich mit der Erforschung von Sprache befasst. Sie untersucht die Struktur, den Aufbau und die Funktionsweise von Sprache sowie die Art und Weise, wie sie erworben, verwendet und verstanden wird. Linguistik analysiert verschiedene Aspekte von Sprache, darunter Phonetik (Lautsysteme), Phonologie (Lautmuster), Morphologie (Wortbildung und -struktur), Syntax (Satzstruktur), Semantik (Bedeutung), Pragmatik (Sprachgebrauch im Kontext) und Sprachgeschichte. Der Umgang mit der Sprache spielt in der ;Mediation eine wichtige Rolle. Die Kenntnisse der Linguistik verhelfen zu einem besseren Verständnis der Zusammenhänge.
LitigationDer gesetzlich bestimmte Richter entscheidet über einen Streit der Parteien nach Antrag
LogikDie Logik ist die Lehre vom folgerichtigen Denken. Als Wissenschaft befasst sie sich mit der Struktur, den Formen und Gesetzen des Denkens. Die Logik als Lehre vom folgerichtigen Denken speilt auch in der Mediation eine wichtige Rolle. Sie findet sich in der Mediationslogik weieder, wo das Zusammenwirken der Schritte und Elemente des Denkens in der Mediation beschrieben wird.
logisches DenkenDas logische Denken löst den Widerspruch entweder zugunsten der einen oder der anderen Seite auf. Rein logisch betrachtet schließt ein Ja ein Nein aus. Das logische Denken beschränkt die Suche nach der Lösung auf ein entweder oder. Es geht in der Mediation in ein dialektisches denken über.
LoopenSiehe aktives Zuhören; siehe präzises Zuhören
LösungDer gefundene Weg bzw. die Entscheidung, wie der Konflikt beigelegt wird. Die Lösung grenzt sich von der Position ab, die als die verdichtete Lösungsvorgabe angesehen werden kann.
LösungsalternativeDie Suche nach Lösungsalternativen wird in der WATNA-BATNA-Instanz vorgegeben. Dabei geht es um die Drage, ob eventuell auf einem anderen Weg für die eine oder andere Partei ein besseres Ergebnis (nicht unbedingt eine bessere Lösung) herbeigeführt werden kann.
LösungsbedarfWas benötigt wird, um den Konflikt aufzulösen. Der Lösungsbedarf ist von dem auf die Dienstleistung gerichteten Streitbedarf (Bedarf auf der Verfahrensebene) zu unterscheiden. Der Lösungsbedarf beschreibt den Bedarf in der Sache (Bedarf auf der Fallebene). Er orientiert sich an dem zu erwartenden Nutzen, also daran, was gebraucht wird, um eine maximale Befriedigung (nachhaltiger Nutzen) zu erzielen.
Lösungsbewertung Die Lösungsbewertung ist von der Leistungsbewertung zu unterscheiden. Sie konzentriert sich auf die gefundene Lösung und bewertet ihre Nützlichkeit, die Umsetzbarkeit und die Nachhaltigkeit auch im Vergleich zu den Lösungsalternativen. Die Lösungsbewertung erfolgt in drei Schritten. Zunächst werden die gefundenen Optionen bewertet, dann erfolgt eine Nachbewertung wenn Lösungsalternativen gefunden werden und schließlich erfolgt die finale Lösungsbewertung, bevor die Lösung manifestiert wird.
LösungsdilemmaDas Lösungsdilemma ergibt sich aus der Frage, was zu tun ist, wenn der Aggressor seine Macht (physisch, strukturell oder psychologisch) ausnutzt, um rücksichtslos die eigenen Interessen durchzusetzen. Verhält sich der Angegriffene passiv, bekräftigt er seine Unterwerfung und legitimiert den Übergriff. Reagiert er selbst aggressiv, treibt er den Konflikt in die Eskalation. Das Dilemma kommt auf, weil beide Reaktionen zu ungewollten Lösungen führen.
Lösungsfeldermodell Siehe Konfliktnavigator (Coaching)
Lösungsfokussierung

Die drei Grundprinzipien der Lösungsfokussierung sind:

  • Repariere nicht, was nicht kaputt ist!
  • Finde heraus, was gut funktioniert und passt - und tu mehr davon!
  • Wenn etwas trotz vieler Anstrengungen nicht gut genug funktioniert und passt - dann höre damit auf und versuche etwas anderes!

Lösungshindernisse

Lösungshindernisse bezeichnen die Hürden, die auf dem gedanklichen Weg zum Verstehen in der Mediation zu überwinden sind.

Lösungskanal ermittelnDer Lösungskanal bildet die Summe an brauchbaren Lösungsvorschlägen, mit denen die Parteien grundsätzlich einverstanden sind. Die brauchbaren Vorschläge lassen sich aus der Summe an Vorschlägen herausfiltern, indem die Parteien ihre Vorschläge bewerten. Alle Vorschläge, die von beiden Seiten als zufriedenstellend bewertet wurden (wenn Sie das Schulnotensystem verwenden), kommen in Betracht. Die Summe der als so bewerteten Vorschläge bildet jetzt den Kanal von Vorschlägen, auf die sich der Mediator bzw. die Parteien konzentrieren, um die konkrete Lösung zu erarbeiten.
LösungskontrolleDie Lösungskontrolle ist von der Suche nach Lösungsalternativen zu unterscheiden, auch wenn beides zumindest teilweise in der WATNA-BATNA-Instanz zusammenfällt. Die Lösungskontrolle geht allerdings über Rechtsfragen hinaus und erfasst auch die Nachhaltigkeit, Umsetzbarkeit usw.
LösungskuchenDas Wort Lösungskuchen wird synonym mit der (möglichen) Lösungsmenge verwendet. Es beschreibt die Lösungsmöglichkeiten. Lässt sich die Lösungsmenge nicht vergrößern, kommt es zu einem (reinen) Verteilungskonflikt.
LösungsmengeSiehe Lösungskuchen.
LösungsmotivMotive verdeutlichen die Interessen, mit denen sich die Kriterien für die Lösung erschließen lassen. Siehe auch Verfahrensmotiv
lösungsorientierte GutachtenÜblicherweise ist ein Gutachten analytisch aufgebaut. In der forensischen Praxis, besonders in den Familiensachen hat sich ein Gutachtenstil verbreitet, der nicht nur eine Problemanalyse herbeiführt, sondern auch versucht, die Parteien einer (konsensualen) Lösung zuzuführen.
lösungsorientierte KurztherapieDie lösungsorientierte Kurztherapie, auch lösungsfokussierte Kurztherapie, (engl. solution focused therapy SFT) ist eine spezielle Art der Gesprächstherapie, die große Ähnlichkeiten zur integrierten Mediation aufweist. Die lösungsorientierte Kurztherapie konzentriert sich auf Wünsche, Ziele, Ressourcen, Ausnahmen vom Problem zu konzentrieren anstatt auf Probleme und deren Entstehung.
Lösungsorientierung Als lösungsorientierte Verfahren werden Verfahren bezeichnet, die ein Interesse an der Lösung fokussieren. Spezifischer ist es die Mediation als nutzerorientiertes Verfahren zu bezeichnen.
Lösungsparadoxie Die Paradoxie beschreibt den Effekt, dass die Lösung vereitelt werden kann, indem man sich allzusehr darauf versteift. Umgekehrt kann die Lösung hergestellt werden, indem man nicht daran denkt. Das ist eine Erwartung an den Mediator und die Parteien in der Mediastion.
LösungspentagrammDas Lösungspentagramm beschreibt den inneren Zusammenhang von Mangel, Bedürfnis, Motiv, Interesse, Lösung, Nutzen in einem Pentragramm.
LösungsvermittlungDie Lösungsvermittlung beschreibt den auf die Lösung gerichteten Fokus einer Streitvermittlung. Sie kommt in der Schlichtung vor und grenzt sich von der Mediation ab, wo der Fokus auf eine Verstehensvermittlung gerichtet ist.
Love bombingLove bombing ist eine manipulative Taktik, die von manipulativen Personen oder narzisstischen Persönlichkeiten in Beziehungen eingesetzt wird, um ihr Opfer zu beeinflussen und zu kontrollieren. Es beinhaltet übermäßige Zuneigung, Aufmerksamkeit, Geschenke und Liebesbekundungen in einem sehr kurzen Zeitraum. Das Ziel des Love Bombings ist es, das Opfer schnell emotional abhängig zu machen und eine intensive Bindung herzustellen.
low interest productDie Mediation ist ein sogenanntes low interest product. Das sind Produkte. für deren Nachfrage ein Bedarf nicht ohne weiteres geweckt werden kann. Die Einschätzung ist wichtig für ein produktkonformes Marketing der Mediation.
Lüge Eine Lüge ist eine bewusst falsche Aussage, die auf eine Täuschung oder Irreführung angelegt ist.

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Hinweise und Fußnoten

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Bearbeitungsstand: 2024-05-07 16:40 / Version .

Siehe auch: Lexikon