Mediation von A-Z

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Lexikon

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Einträgen alle für die Mediation relevanten Fachbegriffe alphabetisch geordnet zusammen. In den einzelnen Lexika finden Sie Auszüge, die nach Themen geordnet sind. Die Zusammenstellungen helfen bei der Datenauswertung. Die Enzyklopädie verfeinert die Schlagwortsuche und die Suche über Kategorien. Ihre Besonderheit besteht darin, dass Sie nicht nur nach Begriffen, sondern auch nach deren Vorkommen in der Mediation und nach weiteren Zusammenhängen suchen und filtern können. Benutzen Sie bitte das Suchfeld im Hauptmenü für eine noch weitergehende, allgemeine und umfassende Suche im Mediationswiki. Dies ist die Vorversion zur Enzyklopädie, falls Sie an die alte Fassung gewöhnt sind.

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BezeichnungBeschreibung
NachbarschaftsmediationMediation unter Nachbarn
NachbefassungEine Nachbefassung liegt vor, wenn der Mediator in derselben Sache nach einer Mediation für eine der Parteien tätig werden soll. Er ist nach § 3 Mediationsgesetz nicht zu dieser Tätigkeit befugt.
Nachbehandlungsbedarf

Der Nachbehandlungsbedarf beschreibt die Notwendigkeit, den Parteien auch nach der Lösungsfindung noch Unterstützung anzubieten. Er kann nur eingeschränkt vom Mediator wahrgenommen werden. Der Nachbehandlungsbedarf betrifft die folgenden Fälle:

  1. Vollstreckung (Vollziehung) einer Abschlussvereinbarung
  2. Therapie oder Coaching zur vereinbarten Verhaltensänderung
  3. Überwachung der Abschlussvereinbarung

NachbewertungBewertung der gefundenen Lösung nach Einbeziehung der in einem separaten Schritt ermittelten Lösungsalternativen (WATNA-BATNA-Instanz). Es geht um die Gegenüberstellung zur gefundenen Lösung der Mediation und um die Prüfung, ob die Lösungsalternativen ebenfalls den Kriterien entspricht, die in der Phase drei erarbeitet wurden.
Nachdenken Es geht um das Verstehen.
NachfragenEin vergewisserndes Fragen. "Meinten Sie ....?"; "Wollten Sie damit sagen, dass ..." usw.
NachfrageprozessDer Nachfrageprozess bezeichnet in der hier verwendeten Terminologie den Vorgang vom Aufkommen des Bedürfnisses, über das Entstehen des Bedarfs, der Nachfrage bis hin zum Erwerb (wie der Beauftragung eines Dienstleiters). Bei der Nachfrage nach der Mediation kommen Stolpersteine auf, die es erfordern, sich den Prozess etwas näher anzuschauen.
NachhaltigkeitUnter der Nachhaltigkeit wird eine länger andauernde Lösung verstanden. Sie wird als Leistungsmerkmal der Mediation versprochen und ist zugleich ein Abgrenzungsmerkmal zu anderen Verfahren. Die Nachhaltigkeit soll mit den Parteien bei der Lösungsmanifestation besprochen und geprüft werden.
NachlassUnter Nachlass wird die Gesamtheit dessen verstanden, was ein männlicher oder weiblicher Verstorbener, also ein Erblasser, an Gütern und Verpflichtungen hinterlässt.
NachphaseDie sechste Phase der Mediation ist die Nachphase. Sie dient der Kontrolle und dem Qualitätsmanagement.
Nachverhandeln Es kann vorkommen, dass sich Parteien nicht an das halten, was in der Mediation vereinbart war. Das Nachverhandeln ist zumindest eine Empfehlung, wenn nicht eine Notwendigkeit. Weil es verschiedene Vereinbarungen, Konsequenzen und Optionen gibt, ist eine differenzierte Sicht erforderlich, um die Handlungsoptionen aufzuführen. Grundsätzlich gibt es die Wahl zwischen Heilung, Nachbesserung oder Alternativen jenseits der Mediation.
naive Fragen (Kindfragen)Die Kindfragen oder auch naiven Fragen genannt, sind die Fragen, die z.B. Kinder stellen würden. Sie hinterfragen das Selbstverständliche, also das, was man nicht mehr in Frage stellt. Das als feststehend angenommene Grundsätze möglicherweise nicht mehr anwendbar sind, wird durch die naive Frage offenbart.
narratieren Geschichten erzählen; im Erzählstil berichten.
NarrativIn der Sozialwissenschaft bezeichnet das Narrativ eine sinnstiftende Erzählung oder Darstellung, die das Denken einer Gruppe charakterisiert oder beeinflusst. Die Politik verwendet das Narrativ im Doublethink.
narrative MediationNarrativ bedeutet erzählend. Der narrative Mediator nimmt eine Perspektive ein, die dem „Kinobesucher“ der integrierten Mediation entspricht. Er achtet auf die persönlichen Geschichten der Parteien und den Kontext, in dem diese Geschichten eingebettet sind. Das Zuhören und das Eingehen auf die in den Geschichten wiederzufindenden Rollen und Bilder ist sein Arbeitsschwerpunkt, mit dem er die verborgenen Anliegen der Parteien herausarbei-tet .
Narrativtechniken Narrative Gesprächstechniken oder Narrativtechniken zielen darauf ab, Lebensgeschichten zu erzählen, zu reflektieren und neu zu interpretieren. Der Fokus liegt auf der Art und Weise, wie Menschen Erlebnisse in Form von Geschichten erzählen und welche Bedeutung sie diesen Geschichten geben. Narrative Gesprächstechniken basieren auf der Idee, dass unsere Identität und unser Selbstverständnis stark von den Geschichten abhängen, die wir über uns selbst und unsere Erfahrungen erzählen.
NarzissmusNarzissmus ist eine Persönlichkeitsstörung, die durch ein übermäßiges Interesse an der eigenen Person und dem Verlangen nach Bewunderung gekennzeichnet ist. Die Erscheinungsformen können vielfältig sein. Der Umgang mit einem Narzissten kann für einen Mediator eine Herausforderung darstellen, da Narzissten oft ein übermäßiges Bedürfnis nach Kontrolle und Aufmerksamkeit haben und Schwierigkeiten haben, die Perspektive anderer zu verstehen und zu akzeptieren.
narzisstische Persönlichkeitsstörung Narzissmus ist der Begriff, der verwendet wird, um eine übermäßige Selbstliebe und Selbstbezogenheit zu beschreiben, während der Begriff narzisstische Persönlichkeitsstörung verwendet wird, um eine klinisch diagnostizierte Persönlichkeitsstörung zu beschreiben, bei der eine Person anhaltende Muster von narzisstischem Verhalten und Denken aufweist, die ihr Leben in verschiedenen Bereichen beeinträchtigen.
Nash-GleichgewichtDas Nash-Gleichgewicht ist ein Begriff der Spieltheorie. Er bezeichnet die dominante Strategie oder Strategienkombination, von der kein Spieler abweichen kann, ohne einen Nachteil zu haben. Das Nash-Gleichgewicht beschreibt das dominante Lösungskonzept bei nichtkooperativen Spielen.
NavigationEckdaten zur Beschreibung des Kognitionsprozesses in der Mediation
NebenberufEine Tätigkeit, bei der Einkünfte erzielt werden, ist eine nebenberufliche Tätigkeit, wenn sie zeitlich nicht mehr als ein Drittel einer vergleichbaren Vollerwerbstätigkeit einnimmt. Dabei wird pauschalierend von einer Wochenarbeitszeit von 14 Stunden (= 1/3 von 42 Stunden) ausgegangen. Dies gilt auch, wenn kein Hauptberuf ausgeübt wird.
Negativitätsverzerrung Das menschliche Gehirn zeigt eine Neigung, negative Informationen stärker zu verarbeiten und zu speichern als positive. Dieser Mechanismus hat evolutionäre Vorteile, da er uns dazu veranlasst, auf potenzielle Gefahren oder Bedrohungen aufmerksam zu sein. Dieser Bias kann dazu führen, dass wir uns eher auf negative Nachrichten konzentrieren.
NegotiationVerhandlung
NeolinguismenEin Neologismus ist eine Wortschöpfung, die neu in den Wortschatz einer Sprache eingeführt wird. Besonders ein neues Fachgebiet wie die Mediation schafft Raum für solche Wortschöpfungen. Nicht immer besteht dafür ein Anlass, weshalb die Neologismen zu hinterfragen sind.
NeurodiversitätNeurologische Muster, die bei vielen Menschen gleich sind, werden als neuroypisch bezeichnet. Muster, die abweichen, sind neurodivers. Der Begriff wurde von der Soziologin Judy Singer in den 1990ern geprägt. Heute wird die Neurodiversität als ein Konzept angesehen, das die natürliche Vielfalt der menschlichen Gehirne und neurologischen Funktionen anerkennt, anstatt Abweichungen als Defizite zu sehen. Es umfasst Zustände wie Autismus, ADHS, Dyslexie und Tourette-Syndrom als normale Variationen, die einzigartige Stärken mit sich bringen können und Akzeptanz statt Pathologisierung erfordern.
neurolinguistische ProgrammierungDer Begriff soll darauf hindeuten, dass Vorgänge im Gehirn wie eine Umprogrammierung etabliert werden können, sodass die Affektionen anders verarbeitet werden. Die neurolinguistische Programmierung, kurz NLP genannt, bedient sich der Methoden und Kommunikationstechniken, um psychische Abläufe im Menschen zu beeinflussen. Schon deshalb gibt es Überschneidungen mit der Mediation. Die Methoden des NLP können den Werkzeugkasten des Mediators erweitern.
neuronale SimulationDie neuronale Simulation ist ein Effekt, den sich das Framing zueigen macht. Es bewirkt, dass das Gehirn sogar eine sinnliche Wahrnehmung simulieren kann, wenn bestimmte Worte verwendet oder Geschehnisse beschrieben werden.
neuronaler FingerabdruckDie Denkleistung des Gehirns hängt von der neuronalen Vernetzung ab. Dabei hinterlässt jeder einzelne Gedanke ein eigenes, unverwechselbares Muster und eine Art Fingerabdruck im Gehirn aus dem sich die Bedeutung des Wahrgenommenen erschließt.
NeutralitätSie wird oft mit der Allparteilichkeit gleichgesetzt. Die Neutralität ist ihre Bedingung. Sie besagt, dass der Mediator beide Parteien in gleicher Weise verstehen kann und keine Partei bevorzugt. Die Neutralität muss aus der Sicht der Parteien und der des Mediators beachtet werden. Er muss darauf hinweisen, wenn Bedenken gegen seine Neutralität bestehen.
new WorkDer Begriff bezeichnet moderne und flexible Formen der Arbeitsorganisation, in der Mitarbeiter selbstbestimmt und selbstverantwortlich arbeiten und wo die Interessen des Unternehmens mit den Interessen des Mitarbeiters bestmöglich in Einklang stehen.
nicht vertragsbasierte MediationenMediationen, auf die das Mediationsgesetz nicht anwendbar ist. Dabei kann es sich durchaus auch um reine Mediationen handeln.
NichtbeeinflussbarkeitDie Nichtbeeinflussbarkeit ist ein Effekt der Indetermination (siehe Indetermination). Der Mediator bewegt sich in einer Rolle, in der es keinen Sinn macht, seine Entscheidung oder Meinung zu beeinflussen.
NIMBY-Konflikt NIMBY ist ein Akronym für Not in my BackYard. Im Deutschen auch als St. Floriansprinzip bekannt. Das Phänomen beschreibt ein Konfliktverhalten, Bedrohungen lieber auf andere abzuwälzen, als sich ihnen selbst zu stellen. Prägnant wird das Verhalten mit dem ironisch frommen Spruch beschrieben, der den Schutzpatron vor Feuer, St. Florian anruft: „Heiliger Sankt Florian. Verschon’ mein Haus. Zünd’ and’re an!“
NIMBY-Strategie Die NIMBY-Strategie beschreibt ein Vorgehen bei Aktivisten und Gruppen, die sich gegen Maßnahmen wehren, selbst aber weder eine Lösung anbieten, noch sich daran beteiligen wollen. Es macht wenig Sinn, die Gruppe überzeugen zu wollen. Die NIMBY-Strategie geht davon aus, dass einzelne Mitglieder der Gruppe angesprochen werden sollen, um Zweifel zu wecken, die dann von den Angesprochenen nach innen (in die Gruppe) kom muniziert werden.
NLPsiehe neurolinguistische Programmierung
Nocebo-EffektSiehe Placebo-Effekt
Non-Binding ArbitrationDie Entscheidung des Dritten steht unter dem im Vorbehalt der Annahme durch die Parteien
Non-Disclosure Agreement (NDA)Ein NDA ist eine vertragliche Vereinbarung, durch die Parteien sich gegenseitig verpflichten, bestimmte Informationen weder offenzulegen noch zu verwerten.
nonverbale KommunikationDie nonverbale Kommunikation bezieht sich auf die Körpersprache, mithin die sinnlich wahrnehmbare und meist nicht verbalisierte Kommunikation.
NormalisierenDie Normalisierung hilft den Parteien aus einer Extremsituation. Mit Dingen die normal sind kann man besser umgehen.
Notar Der Notar ist für die Beurkundung von Rechtsgeschäften zuständig. Er führt auch die dazu erforderlichen Verhandlungen durch. Manche Rechtsgeschäfte sind beurkundungspflichtig (Siehe notarielle Beurkundung)
NotarmediatorEine Bezeichnung für einen Notar, der Mediationen durchführt und als Mediator tätig wird. Die Bezeichnung kollidiert mit dem Berufsrecht.
NotizblockNotizblöcke sind Hilfsmittel in der Mediation. Sie sollen Notizen ermöglichen. Zwar sollen sie nicht zur Protokollierung oder zur Sammlung von Zitaten aus der Mediation verwendet werden. Wohl aber sind sie hilfreich, um die andere Partei ausreden zu lassen.
NotizenNotizen sind möglich und sinnvoll in der Mediation. Sie sollen helfen, Gedanken festzuhalten. Das ist erforderlich, um die Partei ausreden zu lassen oder um Fragen und Gedanken zu notieren, die bei Gelegenheit noch einzubringen sind. Wichtig ist, dass die Notizen nicht als Protokolle verwendet werden. Die Parkplatztechnik erlaubt öffentöiche Notizen.
NullsummenspielDie Summe der Gewinne aller Spieler ist immer 0. Die Verteilungsmasse lässt sich nicht erweitern. Den Gegensatz bilden sogenannte Nicht-Nullsummenspiele.
Nur-MediatorEine andere Bezeichnung für einen Berufsmediator, der ausschließlich die Mediation als Dienstleistung anbietet ohne Bezug zum Grundberuf (wie z.B. Anwaltsmediator)
NutzenNutzen wird als Vorteil beschrieben und oft mit dem Gewinn oder dem Ertrag gleichgesetzt, den man von einer Tätigkeit, dem Gebrauch von etwas, der Anwendung eines Könnens o.ä. erwirbt. In der Wirtschaft ist von der Bedürfnisbefriedigung die Rede. Die Philosophie findet den Nutzen im Utlitarismus als ein ethisches Prinzip. Für die Mediation ergibt der Nutzen die Kriterien, an denen die Lösung zu messen ist.
Nutzenanalyse Die Mediation ist ein nutzerorientiertes Verfahren. Der Nutzen steht somit stets im Vordergrund. Die Technik der Nutzenanalyse soll dem Mediator helfen, den Nutzen zu hinterfragen.
NutzenerwartungDie Mediation ist auf den Nutzen ausgerichtet. Weil der Nutzen in der Zukunft, hinter der Lösung liegt, kann seine Identifikation nur aus der Nutzenerwartung heraus abgeleitet werden.
NutzenkriterienDie in der Mediation zu erarbeitenden Nutzenkriterien sind mit den Erfolgskriterien der Mediation gleichzusetzen. Sie werden in der dritten Phase erarbeitet.

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Hinweise und Fußnoten

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Bearbeitungsstand: 2024-05-07 16:40 / Version .

Siehe auch: Lexikon