Die Sprache der Mediationsschulen
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Auch die in der Mediation verwendeten Fachbegriffe sind nicht einheitlich. Manche Schulen haben sogar eigene Fachbegriffe eingeführt, um ihr Mediationskonzept herzuleiten. Das differenzierte Fachwörterbuch gibt Ihnen die Möglichkeit, die unterschiedliche Verwendung der Fachtermini nachzuvollziehen und abweichenden Lehren auf den Grund zu gehen.
Die Terminologische Zuordnung
Die einen sprechen vom Eisbergmodell, die anderen vom U-Modell und wieder andere sprechen vom PIN-Modell. Alle meinen das gleiche. Die begrifflichen Abweichungen verwirren, weshalb Wiki to Yes nicht nur ein Fachwörterbuch einführt, sondern auch versucht, den Begriffswelten der jeweiligten Lehre auf den Grund zu gehen.
Die Examensdatenbank wird ständig erweitert. Sie können helfen. Sollten Sie einen Begriff vermissen oder anders definieren, geben Sie bitte einen Hinweis, wenn Sie die Änderung nicht selbst einbringen.
| Bezeichnung | Beschreibung |
|---|---|
| Sphäre | Kennzeichnung des geschützten Raumes, der die Metaebene wie eine Blase erscheinen lässt, die den Konflikt zwar beobachten kann, wo der Konflikt jedoch nicht eindringen kann. |
| Wokeness | Wokeness kann als eine Form des sozialen Aktivismus verstanden werden, der darauf abzielt, bestehende Ungerechtigkeiten zu identifizieren und zu bekämpfen. Diese Bewegung hat insbesondere in sozialen Medien und an Universitäten an Bedeutung gewonnen, wo sie oft als progressiv und fortschrittlich angesehen wird. |
| Fehlermanagement | Das Fehlermanagement bezeichnet sowohl die Erforschung des Umgangs mit Fehlern, die Reaktion auf Fehler und die Identifikation von Fehlern. Das Fehlermanagement in der Mediation betrifft die Fehlervermeidung, die Fehlererkennung und die Fehlerbehebung. |
| Machtdynamik | Der Begriff Machtdynamik beschreibt die Wechselwirkungen und Prozesse, die entstehen, wenn Macht zwischen Individuen, Gruppen oder Institutionen ausgeübt, verteilt oder umkämpft wird. Es geht dabei um die Art und Weise, wie Machtbeziehungen entstehen, erhalten bleiben, verändert oder herausgefordert werden. |
| Machtkonflikte | Machtkonflikte entstehen, wenn verschiedene Parteien unterschiedliche Machtpositionen haben und diese Machtunterschiede zu Spannungen und Konflikten führen, ohne dass eine Balance hergestellt werden kann. Es besteht eine Konkurrenz um die Kontrolle, Einfluss oder Entscheidungsgewalt. Machtkonflikte treten häufig in Organisationen, Beziehungen oder politischen Kontexten auf und beruhen auf dem Streben nach Dominanz, Unabhängigkeit oder der Durchsetzung eigener Interessen. |
| Kommunikationsanalyse | Mit der Kommunikationsanalyse werden Kommunikationsmuster und -kanäle untersucht, um festzustellen, wie Informationen und Meinungen ausgetauscht werden. |
| Ressourcenanalyse | Die Ressourcenanalyse untersucht, wie sich die Verteilung von Ressourcen (z.B. Zeit, Geld, Informationen) auswirkt und wo Ungleichheiten aufkommen. |
| Machtanalyse | Mit der Machtanalyse werden die Machtverhältnisse und Einflussstrukturen innerhalb des Systems aufgedeckt. |
| Balance | Balance ist ein Zustand des Gleichgewichts, der Harmonie und Ausgewogenheit. Sie kann in verschiedenen Kontexten vorkommen, sowohl auf physischer, emotionaler, geistiger als auch auf sozialer Ebene. Die Balance ist ein Konzept zur Überwindung von Lebenskrisen. Sie spielt auch in der Mediation eine wichtige Rolle. Denn die Mediation ist einerseits auf Balance angewiesen und andererseits in der Lage, eine Balance herzustellen. |
| Modelle des Bewusstseins und der Psyche | Sigmund Freud hat zwei wichtige Modelle entwickelt, um die Struktur des menschlichen Bewusstseins zu veranschaulichen. Das eine Modell ist das topografische Modell, das zwischen dem Bewusstsein, dem Vorbewusstsein und dem Unbewussten unterscheidet. Das andere Modell ist das Strukturmodell der Psyche, das zwischen dem Es, dem Ich und dem Über-Ich unterscheidet. Die Modelle werden mit dem Eisbergmodell veranschaulicht. |
| Pareto-Prinzip | Das Pareto-Prinzip oder die 80/20-Regel besagt, dass in vielen Situationen etwa 80% der Ergebnisse von etwa 20% der Ursachen oder des Aufwands stammen. Es wird häufig in den Bereichen Management, Wirtschaft, Qualitätsmanagement und persönliche Produktivität angewendet, um die Effizienz zu steigern und Ressourcen gezielt einzusetzen. |
| Pareto-Effizienz | In der Spieltheorie wird eine Situation dann als pareto-effizient betrachtet, wenn es unmöglich ist, den Gewinn eines Spielers zu erhöhen, ohne den Gewinn eines anderen Spielers zu verringern. Die Mediation wäre pareto-ineffizient, weil es möglich ist, dass eine Partei ihren Gewinn erhöht, ohne dass die andere Partei ihren Gewinn verringert. |
| 80/20-Regel | Die 80/20-Regel besagt, dass in vielen Situationen etwa 80% der Ergebnisse von etwa 20% der Ursachen oder des Aufwands stammen. |
| Shuttle-Mediation | Die Shuttle-Mediation wird auch Pendelmediation genannt. Die Medianden halten sich in verschiedenen Räumen auf. Der Mediator führt getrennte (Einzel-)Gespräche mit jedem Medianden und wechselt dabei von Raum zu Raum. Im angelsächsischen Raum sind Caucus und Shuttle-Mediationen nicht unüblich. In Deutschland gelten sie eher als unprofessionell. Keinesfalls eignet sich das Format einer Shuttle-Mediation für eine transformative Mediation. |
| Eisbergmodell | Das Eisbergmodell ist ein Konzept, das in verschiedenen Disziplinen, insbesondere in der Organisationsentwicklung und der Psychologie, aber auch in der Mediation Anwendung findet. Es dient dazu, die Komplexität von Problemen und Systemen zu veranschaulichen, indem es zeigt, dass nur ein kleiner Teil der Probleme oder Systeme sichtbar ist, während der größere Teil unter der Oberfläche verborgen bleibt. Dieses Modell wurde erstmals von Sigmund Freud in der Psychoanalyse verwendet und später von anderen Wissenschaftlern und Praktikern in verschiedenen Kontexten adaptiert. |
| Pareto-Effizienz | In der Spieltheorie wird eine Situation dann als pareto-effizient betrachtet, wenn es unmöglich ist, den Gewinn eines Spielers zu erhöhen, ohne den Gewinn eines anderen Spielers zu verringern. Die Mediation wäre pareto-ineffizient, weil es möglich ist, dass eine Partei ihren Gewinn erhöht, ohne dass die andere Partei ihren Gewinn verringert. |
| Friedenserziehung | Friedenserziehung umfasst eine Vielzahl von pädagogischen Ansätzen und Praktiken, die darauf abzielen, Konflikte gewaltfrei zu lösen, Toleranz zu fördern und soziale Gerechtigkeit zu unterstützen. Sie beinhaltet die Vermittlung von Wissen, Fähigkeiten und Einstellungen, die notwendig sind, um eine Kultur des Friedens zu schaffen (UNESCO, 1995). |
| self-fulfilling Prophecy | Was das englische Wort self-fulfilling prophecy besagt bedeutet übersetzt eine selbsterfüllende Prophezeiung. Es handelt sich um eine Vorhersage, die ihre Erfüllung selbst bewirkt. Die Interaktion beschreibt einen Mechanismus, der das Phänomen erklären kann. |
| Lösungsorientierung | Als lösungsorientierte Verfahren werden Verfahren bezeichnet, die ein Interesse an der Lösung fokussieren. Spezifischer ist es die Mediation als nutzerorientiertes Verfahren zu bezeichnen. |
| Ironischer Prozess | Der ironische Prozess beschreibt das Scheitern an der Vermeidung unerwünschter Gedanken. Das was vermieden werden soll, trifft ein. Der ironische Prozess ist eher tragisch, denn er beschreibt den direkten Widerspruch zwischen Absicht und Ergebnis, bei der jede Vermeidung das Problem verstärkt, anstatt ihm aus dem Weg zu gehen. |
| Overstriving | Overstriving, also übermäßiges Streben, führt oft zur Selbstsabotage, weil die Anstrengung selbst das Erreichen des Ziels behindert. Im Unterschied zur Lösungsorientierung ist hier die übermäßige Arbeitsintensität zentral, während Lösungsorientierung auch eine entspannte Zielverfolgung umfassen kann. |
| Hilfreiche Erwartung | Hilfreiche Erwartungen, wie Optimismus oder Glaube an die eigene Wirksamkeit (Selbstwirksamkeit), können Lösungsorientierung fördern. Doch im Gegensatz zur Fixierung auf Lösungen lässt diese Haltung Raum für Flexibilität und alternative Wege. |
| Aktenbeiziehung | Die Aktenbeiziehung ist eine Akteneinsicht in die Gerichtsakte mit dem Zweck Informationen daraus für die Mediation zu verwerten. |
| Akteneinsicht | Die Akteneinsicht bezeichnet die Offenlegung der Verfahrensakte (Mediationsakte oder Gerichtsakte). Die Einsicht in die Gerichtsakte ist gesetzlich geregelt. |
| Gruppengröße | Die Gruppengröße bezeichnet die Anzahl der Teilnehmer bei einer Gruppe je nach Kommunikationsanforderung. Die ideale Gruppengröße beträgt bei einem Team: 7; bei einem Meeting: 5, bei einem Workshop: 30-50. |
| Gesprächsstrategie | Die Gesprächsstrategie ist Teil der Mediationsplanung. Sie entscheidet, mit welchen Personen oder Personengruppen in welcher Reihenfolge über welche Themen gesprochen wird und welche Phasen wie abgearbeitet werden. |
| Beginn der Mediation | Bei der Frage, wann die Mediation beginnt, ist zwischen der juristischen Sicht und der Mediationslehre zu unterscheiden. Nach der Mediationslehre beginnt die Mediation mit der ersten Aktion des Mediators. Sie kann schon in der Akquisephase liegen und hat Auswirkungen bis in die Berufsethik hinein. |
| Mediationsplanung | Wenn die Geeignetheit und die Voraussetzungen der Mediation geprüft sind, stellt sich die Frage, Wie genau die Mediation durchzuführen ist. Der Mediator oder die Mediatorin sollten eine Vorstellung davon haben, mit wem sie wann und wie die erforderlichen Gespräche führen und vorbereiten. Der Umfang der Planung hängt natürlich vom Gegenstand und der Anzahl der Personen ab. Damit die Mediation nicht dem Zufall überlassen bleibt, wird eine Gesprächsstrategie entwickelt. Sie entscheidet, mit welchen Personen oder Personengruppen in welcher Reihenfolge über welche Themen welche Phasen abgearbeitet werden. |
| Vorermittlungen | Besonders bei großen und komplizierten Mediationen kann es erforderlich sein, Vorermittlungen durchzuführen, damit die Mediationsgespräche reibungslos erfolgen können. Die Vorermittlungen sind ein Teil der notwendigen Vorbereitungen einer Mediation. |
| Informationsgespräch | Nach § 135 FamFG kann das Familiengericht die Teilnahme der Parteien an einem kostenfreien Informationsgespräch über Mediation oder eine sonstige Möglichkeit der außergerichtlichen Konfliktbeilegung anhängiger Folgesachen bei einer von dem Gericht benannten Person oder Stelle anordnen. Im Grunde wird eine angepasste und ausführliche Phase eins durchgeführt, wo Ziele, Möglichkeiten, Rahmenbedingungen und Wege abgestimmt werden. Das Ziel ist der Abschluss eines Mediationsvertrages. |
| Vormediation | Eigentlich ist die Mediationsvorbereitung gemeint. Manchmal nimmt sie aber selbst Züge einer Mediation an und wird sogar wie eine Mediation abgewickelt, sodass dieser Prozess, der eigentlich auch nur ein Teil eines anderen Prozesses ist dennoch als ein abgeschlossenes Verfahren mit spezifischen Besonderheiten erfasst werden kann. |
| Akquisegespräch | Das Akquisegespräch ist ein Vorgespräch zum Zweck des Verkaufs einer Mediation. Es unterscheidet sich vom Vorgespräch, wo die Entscheidung für die Mediation bereits gefallen ist. |
| Vorgespräch | Ein Vorgespräch (mit nur einer Partei) ist ein der Mediation meist vorangehendes Gespräch, wo es um die Vereinbarung des Termins und die Abstimmung der Geeignetheit der Mediation und ein Angebot geht. Oft geht es auch darum, eine Partei von der Mediation zu überzeugen. Auch wenn das Vorgespräch der Mediation vorgelagert ist, sollte es wie ein Einzelgespräch innerhalb der Mediation behandelt werden. |
| Vorausmediation | Der Begriff wird hier für eine zeitlich vorausgegangene Mediation in einer anderen Sache verwendet, die keine Vorbefassung ist. |
| 4 Arten des Zuhörens | Otto Scharmer beschreibt in seiner U-Theorie vier verschiedene Arten des Zuhörens, die jeweils unterschiedliche Tiefen der Wahrnehmung und des Verständnisses ermöglichen. Diese Arten des Zuhörens spielen eine zentrale Rolle im Prozess des „Durchlaufens des U“, da sie den Übergang von oberflächlicher Kommunikation hin zu tieferer Einsicht und gemeinsamer Präsenz verdeutlichen. Die vier Arten sind: Downloaden, Faktenhören, Empathisches Zuhören und generatives Zuhören. |
| U-Theorie | Die U-Theorie, auch bekannt als Theory U, wurde von dem deutschen Ökonom und Professor Dr. Otto Scharmer am Massachusetts Institute of Technology (MIT) entwickelt. Sie ist ein Modell zur Führung und Veränderung, das darauf abzielt, Prozesse des Lernens, der Innovation und der Transformation in Organisationen und Gesellschaften zu fördern. |
| Selbstwert | Unter Selbstwert (auch: Selbstwertgefühl, Selbstwertschätzung, Selbstachtung, Selbstsicherheit, Selbstvertrauen) versteht die Psychologie die Bewertung, die man von sich selbst hat. Das kann sich auf die Persönlichkeit und die Fähigkeiten des Individuums, die Erinnerungen an die Vergangenheit und das Ich-Empfinden oder auf das Selbstempfinden beziehen. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Selbstwert Im Konflikt hat der Selbstwert Einfluss auf die Einschätzung der Lösungsoptionen und Sichtweisen. |
| Trauma | In der Medizin bezeichnet ein Trauma die Verletzung eines Gewebes. In der Psychologie bezeichnet es eine seelische Verletzung. Gemeint ist eine psychische Ausnahmesituation („Psychotrauma“). Ausgelöst durch überwältigende Ereignisse ( z.B. Gewalttat, Krieg oder Katastrophe), die eine Bedrohung für das Leben oder die körperliche Unversehrtheit des Betroffenen oder einer nahestehenden Person darstellt. |
| Psychotrauma | Das Psychotrauma bezeichnet eine psychische Ausnahmesituation, die durch überwältigende Ereignisse ( z.B. Gewalttat, Krieg oder Katastrophe) ausgelöst wird und eine Bedrohung für das Leben oder die körperliche Unversehrtheit des Betroffenen oder einer nahestehenden Person darstellt. Im Gegensatz zum Trauma, das eher allgemein eine Verletzung bezeichnet, meint das Psychotrauma gezielt eine psychologische Verletzung. |
| traumasensible Mediation | Bei der traumasensiblen Mediation geht es nicht nur darum, den Konflikt zu lösen, sondern auch darum, die Beteiligten zu stärken und ihnen Werkzeuge an die Hand zu geben, um zukünftige Konflikte besser zu bewältigen. |
| U-Modell der Mediation | Das U-Modell der Mediation soll den Ablauf eines Mediationsprozesses beschreiben und die verschiedenen Phasen abbilden, die während einer Mediation zu durchlaufen sind. |
| Fakten | Ein Fakt ist eine objektive, überprüfbare Aussage, die durch Beweise, Daten oder Beobachtungen gestützt wird. Demzufolge basieren Fakten stets auf nachweisbaren oder beobachtbaren Daten, die abgefragt werden können. |
| Faktenklärung | Eine der mit der Beweisaufnahme im Gerichtsverfahren zu vergleichende Faktenerhebung. Sie dient der Ermittlung von Tatsachen, die der Entscheidung zugrunde zu legen sind. |
| Narzissmus | Narzissmus ist eine Persönlichkeitsstörung, die durch ein übermäßiges Interesse an der eigenen Person und dem Verlangen nach Bewunderung gekennzeichnet ist. Die Erscheinungsformen können vielfältig sein. Der Umgang mit einem Narzissten kann für einen Mediator eine Herausforderung darstellen, da Narzissten oft ein übermäßiges Bedürfnis nach Kontrolle und Aufmerksamkeit haben und Schwierigkeiten haben, die Perspektive anderer zu verstehen und zu akzeptieren. |
| Eisenofensyndrom | Das Märchen "Der Eisenofen" der Gebrüder Grimm beschreibt ein Phänomen das beim Narzissmus aufkommt und die unterschiedlichen Typen des Narzissten beschreibt. Den unnahbaren und den sich aufopfernden. Es fühlt sich an wie eine Co-Abhängigkeit und könnte bei der Einschätzung von toxischen Beziehungen eine Rolle spielen. |
| künstliche Intelligenz | Künstliche Intelligenz (KI) ist ein Teilgebiet der Informatik, das sich mit der Entwicklung von Systemen und Maschinen befasst, die Aufgaben ausführen können, die normalerweise menschliche Intelligenz erfordern. Dazu gehören Fähigkeiten wie Lernen, Denken, Problemlösen, Verstehen von Sprache oder Erkennen von Mustern. KI-Systeme basieren auf Algorithmen, die es Maschinen ermöglichen, aus Daten zu lernen, Muster zu erkennen und Entscheidungen auf der Grundlage von Informationen zu treffen, ohne dabei explizit für jede Entscheidung programmiert zu sein. |
| Beibringungsgrundsatz | Der Beibringungsgrundsatz ist ein Prinzip des Zivilprozesses. In gewisser Weise findet er auch in der Mediation Anwendung. Er besagt, dass alle Informationen von den Parteien (und nicht vom Richter) einzubringen sind. Der Beibringungsgrundsatz unterscheidet sich vom Amtsermittlungsgrundsatz, wo das Gericht dafür Sorge zu tragen hat, dass alle Informationen auf dem Tisch liegen. |
| Grundsatz der Fairness | Fairness bezeichnet ein anständiges Verhalten dem anderen gegenüber. Diese Pflicht findet sich im § 242 BGB wieder und führt zu einer allgemeinen Pflicht zur gegenseitigen Rücksichtnahme bei Dauerschuldverhältnissen. In der Mediation wird oft auf die Notwendigkeit zu einem fairen Verhalten hingewiesen. |
| Konklaveprinzip | Der Begriff ist an die Konklave angelegt, wie die Versammlung der wahlberechtigten Kardinäle bei der Papstwahl genannt wird. Das Besondere an der Konklave ist, dass die Kardinäle die Versammlung erst verlassen dürfen, wenn die Wahl zustande gekommen ist. Der Zwang zur Einigung spielt auch in der Mediation eine wichtige Rolle. Er kollidiert allerdings mit dem Grundsatz der Freiwilligkeit. Das Prinzip wird in der Mediation aber auf andere, subtilere Weise verwirklicht. |
| Medizin | Die Medizin ist eine breite, wissenschaftlich fundierte Disziplin, die darauf abzielt, die Gesundheit des Menschen zu erhalten, zu fördern und wiederherzustellen. Sie befasst sich mit der Diagnose und Behandlung von Krankheiten, der Erforschung biologischer Prozesse und der Entwicklung von therapeutischen Verfahren. Zu den Hauptbereichen der Medizin gehören Prävention, Diagnose und Therapie |
Siehe auch: Liste der Verzeichnisse, Terminologie
Prüfvermerk:
Aliase: TerminiMediationsschulen