Mediation von A-Z

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Lexikon

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Einträgen alle für die Mediation relevanten Fachbegriffe alphabetisch geordnet zusammen. In den einzelnen Lexika finden Sie Auszüge, die nach Themen geordnet sind. Die Zusammenstellungen helfen bei der Datenauswertung. Die Enzyklopädie verfeinert die Schlagwortsuche und die Suche über Kategorien. Ihre Besonderheit besteht darin, dass Sie nicht nur nach Begriffen, sondern auch nach deren Vorkommen in der Mediation und nach weiteren Zusammenhängen suchen und filtern können. Benutzen Sie bitte das Suchfeld im Hauptmenü für eine noch weitergehende, allgemeine und umfassende Suche im Mediationswiki. Dies ist die Vorversion zur Enzyklopädie, falls Sie an die alte Fassung gewöhnt sind.

Zusammenstellung der in der Enzyklopädie gespeicherten Begriffe.
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BezeichnungBeschreibung
MachtMacht wird als die Möglichkeit oder Fähigkeit definiert, dass jmd. etwas bewirken oder beeinflussen kann. Sie bezeichnet auch die Gewalt, die jmd. aufgrund seiner Position oder seines Amtes hat, so dass er über andere bestimmen kann.
MachtanalyseMit der Machtanalyse werden die Machtverhältnisse und Einflussstrukturen innerhalb des Systems aufgedeckt.
MachtdreieckSiehe Konfliktpyramide
MachtdynamikDer Begriff Machtdynamik beschreibt die Wechselwirkungen und Prozesse, die entstehen, wenn Macht zwischen Individuen, Gruppen oder Institutionen ausgeübt, verteilt oder umkämpft wird. Es geht dabei um die Art und Weise, wie Machtbeziehungen entstehen, erhalten bleiben, verändert oder herausgefordert werden.
MachtgefälleEin Machtgefälle ist ein Machtungleichgewicht. Es wird in der Mediation als ein mögliches Hindernis gesehen, obwohl es in der Mediation kein Machtgefälle geben sollte.
MachtkonflikteMachtkonflikte entstehen, wenn verschiedene Parteien unterschiedliche Machtpositionen haben und diese Machtunterschiede zu Spannungen und Konflikten führen, ohne dass eine Balance hergestellt werden kann. Es besteht eine Konkurrenz um die Kontrolle, Einfluss oder Entscheidungsgewalt. Machtkonflikte treten häufig in Organisationen, Beziehungen oder politischen Kontexten auf und beruhen auf dem Streben nach Dominanz, Unabhängigkeit oder der Durchsetzung eigener Interessen.
Mäeutik

Auch als Hebammenkunst bezeichnet. Es ist eine von Sokrates entwickelte Frageform, die dem Gesprächspartner zu einer Erkenntnis verhilft, indem er durch geeignete Fragen dazu veranlasst wird, den betreffenden Sachverhalt selbst herauszufinden.

Magische Fragen

Fragen nach den Streitursachen verstärken den Streit. Die magischen Fragen fokussieren nicht die destruktiven Elemente des Streites (das was schief läuft) sondern die im Streit oft übersehenen erhaltenswerten, konstruktiven Elemente. Die magischen Fragen sind ebenso erforderlich wie wirkungsvoll, um die Parteien aus der Problemfixierung herauszuholen. Sie lauten:

  • Was läuft gut (anstelle von wer macht was falsch)?
  • Was könnte besser sein (anstelle von wer ist schuld)?
  • Wie könnte es besser werden (anstelle von was muss der Gegner reparieren)?
Main-MediationAndere Bezeichnung für das 5-Stufensystem bzw Phasenmodell der Mediation, das den Kern des Mediationsverfahrens abbildet.
mandatory MediationMandatory Mediation ist eine verpflichtete Mediation. Eine Verpflichtung kann sich auch aus einer Mediationsklausel ergeben.
ManipulationDie verdeckte Beeinflussung eines anderen Menschen.
Marketing FunnelFunnel heißt zu Deutsch Trichter. Der Marketing Funnel beschreibt, wie Aufmerksamkeit, Interesse und Kaufabschluss gesteuert werden. Im Vordergrund steht die Frage, wie der Kunde zu erreichen ist. Unterschieden wird zwischen dem Inbound- und Outbound Marketing. Das Outbound Marketing will so viele Menschen erreichen wie möglich. Das Inbound Marketing spricht die Zielgruppen unmittelbar an und setzt eher auf Qualität als auf Quantität. Die Auseinandersetzung mit dem Marketing ist für die Verbreitung der Mediation ganz wichtig.
materielle MediationEine Mediation, die methodisch alle Elemente der Mediation in ihrer Funktionalität zusammenführt, ohne dass es sich um ein formelles Verfahren iSd Mediationsgesetzes handelt (siehe auch integrierte Mediation, substantielle Mediation).
MedArbSequenzielle Kombination von Mediation und Schiedsgericht bzw. Schlichtung. Die Parteien vereinbaren bereits im Vorfeld mit einem anderen Verfahren (Arbitration) fortzusetzen, wenn die Mediation scheitert. MedArb ist also eigentlich kein Verfahren sondern ein Verfahrensabwicklungskonstrukt,
MediandVerhandlungspartei in einer Mediation
MediandengruppeMediation mit mehreren Medianden.
MediandengruppeMediation mit mehreren Medianden.
MediationVerstehensvermittlung
MediationLegaldefinition in § 1 Mediation. Danach ist die Mediation ein vertrauliches und strukturiertes Verfahren, bei dem der Mediator die Parteien durch eine Mediation führt, damit sie freiwillig und eigenverantwortlich eine einvernehmliche Beilegung ihres Konflikts anstreben. Es gibt verschiedene Definitionen. Sie werden im Beitrag Mediation-Definition zusammengefasst. Die Klassifizierung erwartet eine Unterscheidung zwischen: formeller Mediation iSd Mediationsgesetzes, formeller und materieller (substanzieller) Mediation
Mediation (allgemein)Mit diesem Begriff wird die Lehre der Mediation angesprochen, nicht das Verfahren. Die Lehre deutet auf das zugrundeliegende Mediationskonzept hin.
Mediation als AlternativeEine Alternative ist die Gelegenheit, zwischen zwei oder mehreren Möglichkeiten zu entscheiden. Die Entscheidung bildet dann eine Alternative, wenn die Möglichkeiten das gleiche Ziel verfolgen. In diesem Verständnis mag hinterfragt werden, ob die Mediation wirklich eine Alternative etwa zum Gerichtsverfahren ist oder ob sie doch nicht eher etwas anderes ist. Die Auseinandersetzung über diese Frage trägt zum Verständnis der Mediation bei und wirkt sich gegebenenfalls sogar auch auf das Marketing aus.
Mediation als AlternativeEine Alternative ist die Gelegenheit, zwischen zwei oder mehreren Möglichkeiten zu entscheiden. Die Entscheidung bildet dann eine Alternative, wenn die Möglichkeiten das gleiche Ziel verfolgen. In diesem Verständnis mag hinterfragt werden, ob die Mediation wirklich eine Alternative etwa zum Gerichtsverfahren ist oder ob sie doch nicht eher etwas anderes ist. Die Auseinandersetzung über diese Frage trägt zum Verständnis der Mediation bei und wirkt sich gegebenenfalls sogar auch auf das Marketing aus.
Mediation als freier BerufDer freie Beruf grenzt sich zum Gewerbe ab. Freie Berufe sind historisch und systematisch nicht primär als Marktleistungen, sondern als persönlich gebundene Dienstleistungen mit besonderer Verantwortung konzipiert. Deshalb unterliegen sie meist spezifischem Berufsrecht und sind von der Gewerbeordnung ausgenommen. Ob und inwieweit die Mediation zu den freien Berufen gehört, wird in der Praxis nicht eindeutig behandelt. Insbesondere die Behörden neigen dazu, die Mediation als ein Gewerbe anzusehen.
Mediation i.S.d. MediationsgesetzesEs ist eine Unterscheidung geboten für Mediationen, auf die das Mediationsgesetz anwendbar ist und solche, auf die es nicht anwendbar ist. Die genaue Abgrenzung ergibt sich aus dem Mediationsradius. Sie auch Mediationssystematik. Siehe auch gesetzliche Mediation
Mediation im Gesundheitswesen Konflikte treten auch im Gesundheitsbereich auf. Wenn z.B. das Überleben der Klinik aufgrund von mangelnder Effizienz in Frage gestellt ist, wenn das Betriebsklima nicht stimmt, wenn die Teams nicht gut zusammenarbeiten, aber auch wenn es zu Problemen zwischen Arzt und Patient kommt, usw. Der Wirtschaftszweig Gesundheit weist Besonderheiten auf, die sich in der Mediation niederschlagen.
Mediation im öffentlichen BereichMediation bei Fragen der Raumordnung oder sonstiger Fragen mit politischem Bezug im öff. Bereich
Mediation in der WirtschaftMediation bei Streitigkeiten mit wirtschaftlichem Bezug
Mediation mit StellvertretungSiehe Stellvertretermediation und Parteien
Mediation und PolitikSpannungsfeld zwischen der Mediation und der Politik. Sie unterscheidet zwischen der Mediationspolitik (wie die Ziele der Mediation politisch umgesetzt werden) und der Politikmediation (Anwendung der Mediation bei politischen Konflikten oder Konflikten im politischen Umfeld).
Mediation von hintenDie "Mediation von hinten" ist keine Mediationsvariante. Der Ausdruck beschreibt ein Lehrmodell, das die Mediation als ein Verhandlungskonzept aufdeckt, wenn sie von hinten abgewickelt wird. Das theoretische Modell beschreibt, wo und wie Verhandlungen in der Mediation und zu welchem Zweck sie vorkommen. Die Mediation selbst wird natürlich vorwärts abgewickelt.
Mediationsabbruch Der Abbruch der Mediation (wenn er denn gemeint ist) bedeutet die Kündigung des Mediationsvertrages. Der Mediator sollte sich gegebenenfalls vergewissern, dass die Kündigung gemeint ist, um Missverständnisse (auch bei der Gegenseite) zu vermeiden. Er sollte auch versuchen zu verhindern, dass der Abbruch als Grund für eine Eskalation verwendet wird.
MediationsabredeErgänzende, prozessuale Vereinbarungen zur Mediationsdurchführungsvereinbarung.
MediationsabschlussvereinbarungDer Begriff wird synonym zur Abschlussvereinbarung verwendet.
MediationsaktenMediationsakten sind Fallakten. Sie enthalten die Dokumente, die zu einem Fall gegebenenfalls zu verwahren sind, Protokolle bzw. Dokumentationen, Daten der Parteien usw.
mediationsanaloge KonfliktvermittlungEine (irgendwie geartete) Konfliktvermittlung, die sich an dem Konzept oder der Vorgehensweise der Mediation ausrichtet.
mediationsanaloge SupervisionDie mediationsanaloge Supervision soll dazu beitragen, das eigene berufliche Handeln zu hinterfragen und zu optimieren. Die Vorgehensweise ist an die Mediation angelehnt. Es geht darum, fallbezogen und ohne Bewertung, neue Lösungsmöglichkeiten für schwierige Situationen zu erarbeiten, indem der Supervisor Hypothesen und Lösungsansätze beisteuert.
MediationsanalyseDie Mediationsanalyse dient zur Identifikation eines Prozesses (Vorgehens) als Mediation. Die Prozessanalyse (oder Mediationsanalyse) hilft dem Mediator dabei, sich im Prozess der Mediation zu bewegen und die anstehenden, prozessrelevanten Fragen zu beantworten.
MediationsangebotJuristisch ist ein Angebot eine auf Vertragsabschluss gerichtete Willenserklärung. (z.B. Angebot zum Abschluss eines Mediationsvertrages). Im ökonomischen Verständnis zielt das Angebot auf die Nachfrage. Ein Mediationsangebot ist die Offerte oder der Vorschlag zur Durchführung einer Mediation.
MediationsanleitungJedes Werkzeug kennt eine Gebrauchs- oder Bedienungsanleitung. Jedes Spiel, sogar komplexe Spiele wie Schach, kennt eine Spielanleitung. Die Mediationsanleitung setzt sich mit der Frage auseinander ob und inwieweit es auch für die Mediation eine Anleitung geben kann.
MediationsansätzeDie Meditations Wants TAZ unterscheiden sich von den Meditationskonzepten. Sie versuchen, den breiten Rahmen auszufüllen, den die theoretisch-konzeptuelle Ausrichtung der Mediation hinterlässt. Die Mediationsansätze zeigen die Vielfalt der Sichten, die auf die Meditation möglich sind. Nicht alle erfüllen die Anforderungen des Mediationsgesetzes.
MediationsarchitekturDer Begriff wird analog zu dem Begriff der Informationsarchitektur verwendet und geht darüber hinaus. Während sich die Informationsarchitektur mit der Organisation und der Strukturierung von Inhalten befasst, befasst sich die Mediationsarchitektur mit der Frage, wie die Informationen einerseits zu organisieren und zu strukturieren sind, damit sie einerseits die gewünschten Erkenntnisse herbeiführen können. Andererseits befasst sie sich aber auch mit der Frage, wie die Informationen im Sinne der Mediation im Zusammenspiel mit den Elementen und Bausteinen der Mediation verarbeitet werden. Mithin beschreibt die Mediationsarchitektur das gesamte Konstrukt hinter der erkenntnisbasierten Informationsverarbeitung in der Mediation.
MediationsartMit der Mediationsart werden oft die Fachmediationen bezeichnet. Diese begriffliche Verwendung ist irreführend. Sie suggeriert, dass es verschiedene, anwendungsfeldabhängige Herangehensweisen der Mediation gibt. Tatsächlich bleibt die Art und Weise der Mediation in allen Anwendungsfeldern konstant. Zur besseren systematischen Unterscheidung wird statt von der Mediationart, vom Mediationsmodell gesprochen. Das Mediationsmodell beschreibt die konflikt- und zielabhängige Bearbeitungstiefe und die davon beeinflusste Herangehensweise.
MediationsbarometerTrendanalysen für die Mediation
MediationsberatungDer Begriff umschreibt die Beratung über die Mediation und das Verhältnis von Beratung und Mediation.
MediationsbereitschaftDie Mediationsbereitschaft wird oft mit der Freiwilligkeit verwechselt. Die Freiwilligkeit ist ein Kontrollrecht. Die Mediationsbereitschaft ist ein Motiv. Sie stellt sich oft erst im Verlauf der Mediation her, wenn die Parteien absehen können, dass die Mediation für sie zielführend ist. Die Mediationsbereitschaft beschreibt das Motiv und den Wunsch, an der Mediation teilzunehmen und eine einvernehmliche Lösung zu finden (siehe auch Verfahrensmotiv).
MediationscheckBei dem Mediationscheck geht es darum, herauszuarbeiten, ob es sich bei der Fallbearbeitung überhaupt um eine Mediation handelt. Der Mediationscheck stellt die Kriterien zusammen, anhand sich eine Fallbearbeitung als Mediation identifizieren lässt.
Mediationscontainer

Das Verfahren verhält sich wie ein Container. Der Verfahrenscontainer wird durch die Rahmenbedingungen und die dadurch vorgegebenen Abläufe definiert. Bei einem Mediationsverfahren ist der Mediationscontainer passend auf die Methoden zugeschnitten, die der Container enthält.

MediationsdienstleistungVerstehensorientierte Streitvermittlung
MediationsdurchführungsvereinbarungIm Gegensatz zum Mediationsvertrag, der das schuldrechtliche Vertragsverhältnis zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer (also z.B. Mediator und Medianden) regelt, legt die Mediationsdurchführungsvereinbarung die prozessrechtlichen Verhältnisse und Bedingungen fest.
MediationsebeneDie Systemik der Mediation legt eine Unterscheidung zwischen der Fallebene und der Mediationsebene (Verfahrensebene) nahe. Die Unterscheidung führt zu einer logischen Trennung der Ebenen und einer dementsprechenden Fokussierung.

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Hinweise und Fußnoten

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Bearbeitungsstand: 2024-05-07 16:40 / Version .

Siehe auch: Lexikon