Die Sprache der Mediationsschulen

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Auch die in der Mediation verwendeten Fachbegriffe sind nicht einheitlich. Manche Schulen haben sogar eigene Fachbegriffe eingeführt, um ihr Mediationskonzept herzuleiten. Das differenzierte Fachwörterbuch gibt Ihnen die Möglichkeit, die unterschiedliche Verwendung der Fachtermini nachzuvollziehen und abweichenden Lehren auf den Grund zu gehen.

Die Terminologische Zuordnung

Die einen sprechen vom Eisbergmodell, die anderen vom U-Modell und wieder andere sprechen vom PIN-Modell. Alle meinen das gleiche. Die begrifflichen Abweichungen verwirren, weshalb Wiki to Yes nicht nur ein Fachwörterbuch einführt, sondern auch versucht, den Begriffswelten der jeweiligten Lehre auf den Grund zu gehen.

 
BezeichnungBeschreibung
lösungsorientierte KurztherapieDie lösungsorientierte Kurztherapie, auch lösungsfokussierte Kurztherapie, (engl. solution focused therapy SFT) ist eine spezielle Art der Gesprächstherapie, die große Ähnlichkeiten zur integrierten Mediation aufweist. Die lösungsorientierte Kurztherapie konzentriert sich auf Wünsche, Ziele, Ressourcen, Ausnahmen vom Problem zu konzentrieren anstatt auf Probleme und deren Entstehung.
PseudodifferenzierungWährend Produktdifferenzierung der formale Oberbegriff für die Strategie ist, ist Pseudo-Differenzierung der treffende Begriff für das spezifische Phänomen, das in der Mediationslandschaft zu beobachten ist. Dort gibt es eine Fülle von scheinbaren Neuerungen oder Spezialisierungen, die primär der Abgrenzung im Kampf um Aufmerksamkeit dienen und weniger der fachlichen Weiterentwicklung.
Produktdifferenzierung

Produktdifferenzierung beschreibt lediglich den Vorgang, ein Angebot unterscheidbar zu machen – unabhängig davon, ob diese Unterscheidung sinnvoll, substantiell oder nur eingebildet ist.

Order from noise-PrinzipDer systemtheoretisch-kybernetische Ansatz von H. von Foerster (das Prinzip des “Order from noise“) befasst sich mit der Übertragung, Verarbeitung und Rückübertragung von Informationen. Strukturen können von außen vorgegeben ("order from order") oder aus einer Selbstorganisation verbunden mit Störungen (von Foersters "order from noise") entstehen.
Transgressive MediationTransgressive Mediation bezeichnet einen Mediationsstil, der im deutschsprachigen Raum maßgeblich mit Ed Watzke verbunden wird. Kennzeichnend ist das bewusste Arbeiten jenseits eines strikt phasenorientierten Standardmodells, insbesondere in hoch eskalierten und verfestigten Dauerkonflikten.
Position (Stellung im Verfahren)

Der Begriff „Position“ wird in der Mediation in zwei völlig unterschiedlichen Bedeutungen verwendet. Einmal wird Position als inhaltliche Forderung verstanden, ein anderes Mal bedeutet sie die formale Stellung im Verfahren. Diese Bedeutungen dürfen nicht vermischt werden. Hier geht es um den Begriff der Position im Sinne der inhaltlichen Forderung.

Position (inhaltliche Forderung)

Der Begriff „Position“ wird in der Mediation in zwei völlig unterschiedlichen Bedeutungen verwendet. Einmal wird Position als inhaltliche Forderung verstanden, ein anderes Mal bedeutet sie die formale Stellung im Verfahren. Diese Bedeutungen dürfen nicht vermischt werden. Hier geht es um den Begriff der Position im Sinne der inhaltlichen Forderung.

Positionen sind Standpunkte. In der Mediation sind sie die auf Standpunkten beruhende Forderungen, die dem Gegner gegenüber erhoben werden. Die Positionen grenzen sich von der zu findenden Lösung ab.

RollenwechselMit dem Rollenwechsel wird das Phänomen beschrieben, dass etwa ein (parteiischer) Sachbearbeiter oder ein entscheidungsbefugter Richter durchaus auch die Rolle als Mediator einenhmen kann.
PhasentransfersDer Phasentransfers überträgt fehlende Phasen der Mediation in ein anderes Verfahren. Siehe Verfahrensstrukturvergleich.
ReflexionReflexion bezeichnet die Fähigkeit des Denkens, sich auf sich selbst zu beziehen. Sie ermöglicht es, Wahrnehmungen, Gedanken, Emotionen und Handlungen aus einer Metaebene zu betrachten, zu überprüfen und einzuordnen. Reflexion ist eine zentrale Voraussetzung für Lernen, Perspektivenwechsel und bewusste Entscheidungsfindung. Die Reflexion führt in eine prüfende Betrachtung, die in der Mediation eine Voraussetzung des umfassenden Verstehens ist.
Wertetheorie (Viktor Frankl)Die Wertetheorie nach Viktor Frankl ist Bestandteil der von ihm begründeten Logotherapie und Existenzanalyse. Sie versteht Werte nicht als normativ vorgegebene Maßstäbe oder gesellschaftliche Regeln, sondern als Sinnmöglichkeiten, auf die der Mensch in Freiheit und Verantwortung antwortet. Im Unterschied zu normativen Ethiken oder sozial definierten Wertsystemen zielt Frankls Ansatz nicht auf die Bewertung von richtig oder falsch, sondern auf die Frage nach dem Wozu menschlichen Handelns. Werte fungieren dabei als Orientierungsangebote im Dienst der Sinnfindung, nicht als verbindliche Handlungsanweisungen.
WertelistenEine Werteliste ist eine systematische oder unsystematische Zusammenstellung von Begriffen, die als Werte bezeichnet werden und der Orientierung, Reflexion oder Klärung von Prioritäten dienen. Wertelisten werden insbesondere in Bildung, Beratung, Coaching, Therapie, Mediation und Organisationsentwicklung eingesetzt.
Streitparteien

Streitparteien sind diejenigen Träger von Rechten und Pflichten, über die im Rahmen einer Mediation verhandelt wird. Sie bilden den materiell-rechtlichen Kern des Konflikts. Der Begriff ist vom verfahrensrechtlichen Parteibegriff zu unterscheiden und beschreibt nicht, wer an der Mediation teilnimmt, sondern wessen Rechte und Pflichten Gegenstand der Regelung sind.

Konfliktparteien Siehe auch: Parteien. Konfliktparteien sind die Parteien, die direkten oder indirekten Einfluss auf das Konfliktgeschehen nehmen.
FeedbackFeedback ist eine Rückmeldung oder Beurteilung über eine Handlung, eine Leistung oder eine Situation. Es bezieht sich oft auf Informationen, die einer Person oder einer Gruppe gegeben werden, um ihnen zu helfen, ihre Leistung zu verbessern, Stärken auszubauen oder Schwächen zu korrigieren.
KostenentscheidungKostenentscheidungen regeln, wer die gerichtlichen und außergerichtlichen Kosten eines Verfahrens zu tragen hat. Sie sind ein eigenständiger Bestandteil jeder gerichtlichen Entscheidung und folgen je nach Verfahrensart unterschiedlichen rechtlichen Grundsätzen.
FriedenFrieden ist nach der Definition des BMZ die Abwesenheit von gewaltsamen Konflikten oder Krieg. Danach bezeichnet der Frieden einen Zustand, in dem auftretende Differenzen zwischen Einzelpersonen, Gruppen oder Staaten auf Basis von Rechten und Gesetzen und ohne Gewalt begegnet wird.
Mäeutik

Auch als Hebammenkunst bezeichnet. Es ist eine von Sokrates entwickelte Frageform, die dem Gesprächspartner zu einer Erkenntnis verhilft, indem er durch geeignete Fragen dazu veranlasst wird, den betreffenden Sachverhalt selbst herauszufinden.

WertekonfliktBei einem Wertekonflikt geht es um die Auseinandersetzung über Werte, Weltanschauungen und Ideologien. Dazu gehören religiöse Ansichten, Identitäten, Prägungen.
Konfliktklärung Die Konfliktklärung beschreibt eine Variante der Mediation aber auch der Konfliktmoderation und der Konfliktprävention. Sie geht davon aus, dass Klarheit der natürliche Feind des Konfliktes ist.
mediatives DenkenDas mediative Denken ist ein anderes Denken, das die Gedanken aus dem Problem herausführt. Es kombiniert das parallele, das inverse Denken und das visionäre Denken, indem es die Gedanken in die Aus der Nutzenerwartung gestaltete Vision zurück in die Lösung führt.
GedankenweltenDer Begriff wird bei der Integrierten Mediation verwendet, um die unterschiedlichen Gedankenwelten zu kennzeichnen, durch die die Mediation führt. Der Terminus verdeutlicht, dass die 2.Phase die nicht gewünschte, als kaputt und fehlerhaft wahrgenommene Realität in eine heile Welt zu überführen ist, an der sich die Lösung zu messen hat.
MachtMacht wird als die Möglichkeit oder Fähigkeit definiert, dass jmd. etwas bewirken oder beeinflussen kann. Sie bezeichnet auch die Gewalt, die jmd. aufgrund seiner Position oder seines Amtes hat, so dass er über andere bestimmen kann.
KonfliktpräventionKonfliktprävention bezeichnet alle Maßnahmen und Verfahren, die darauf ausgerichtet sind, Spannungen, Widersprüche und Interessengegensätze frühzeitig wahrzunehmen, auszubalancieren und so zu bearbeiten, dass Konflikte gar nicht erst entstehen oder sich nicht verfestigen. In der integrierten Mediation steht dabei die Beobachtung von Gleichgewichtsverschiebungen im Mittelpunkt. Ziel ist es, Spannungen zu regulieren, bevor sie die Schwelle zum manifesten Konflikt überschreiten.
KonfliktvorbeugungWährend bei der Konfliktvermeidung ein Konflikt nicht verhindert, sondern lediglich nicht bearbeitet wird, bezeichnet die Konfliktvorbeugung Maßnahmen, Strukturen oder Kommunikationsformen, die darauf ausgerichtet sind, dass Konflikte gar nicht erst entstehen oder sich nicht verfestigen. Konfliktvorbeugung ist nicht reaktiv, sondern gestaltend. Sie setzt an den Bedingungen an, unter denen Konflikte entstehen könnten, bevor diese als Konflikte erlebt werden.
KonfliktvermeidungDer Begriff wird unterschiedlich konnotiert. Einmal meint ihm die Fähigkeit zugeschrieben, Konflikte erst gar nicht aufkommen zu lassen. Zum anderen beschreibt er die mangelnde Bereitschaft oder die Unfähigkeit, §ich dem vorhandenen Konflikt zu stellen. Im letzteren Fall ist die Konfliktvermeidung eine wie auch immer zu bewertende Konfliktarbeit. Im ersten Fall ist sie eine Strategie.
Validierung leiser BeiträgeValidierung leiser Beiträge bezeichnet in der Mediation das bewusste Wahrnehmen, Aufgreifen und Sichern von zurückhaltend geäußerten oder wenig sichtbaren Beiträgen einer Konfliktpartei. Ziel ist es, deren inhaltliche und prozessuale Relevanz im Mediationsverfahren zu erhalten, ohne sie zu interpretieren, zu bewerten oder zu verstärken. Die Validierung leiser Beiträge ist kein eigenständiges Verfahren, sondern ein Handlungsprinzip, das sich aus Techniken wie aktivem Zuhören, Strukturgebung und Allparteilichkeit ableitet. Sie dient insbesondere dem Ausgleich von Macht- und Kommunikationsasymmetrien.
MediatorinMediatorin ist die weibliche Form von Mediator. Sie unterfällt ebenfalls der Definition in §1 Abs. 2 Mediationsgesetz.
ThemenkontrolleDie Themenkontrolle stellt die Sinnhafrigkeit / Notwendigkeit / Relevanz der herausgearbeiteten Themen fest, sodass sichergestellt wird, dass nur Themen bearbeitet werden, deren Antworten erforderlich sind, um den Konflikt zu lösen.
OpferDer Begriff Opfer hat gleich mehrere Bedeutungen. In der Religion ist ein Opfer die Darbietung für einen Gott. Daneben gibt es das Tatopfer. Damit ist das Opfer einer unerlaubten Handlung gemeint. In allen Fällen ist die Opferschaft immer mit etwas Schmerzlichem verbunden. Die Mediation fordert eine Auseinandersetzung mit dem Opfer ein. Im Strafrecht kommt sie beim Täter-Opfer-Ausgleich zur Sprache. Sie wird aber auch in anderen Mediationen thematisiert. Oft steht sie mit einem Beziehungskonflikt im Zusammenhang.
DramadreieckDas Dramadreieck beschreibt das Beziehungsmuster zwischen Täter Opfer und Verfolger.
KontaktinterventionStellvertretende, vorgelagerte Kontaktaufnahme des Mediators zur Gegenseite, wenn eine Konfliktpartei hierzu nicht in der Lage ist, mit dem Ziel, die grundsätzliche Bereitschaft zur Mediation zu klären.
TriangulierungTriangulierung bezeichnet einen Prozess, bei dem ein dyadischer Konflikt (zwischen zwei Parteien) nicht direkt bearbeitet wird, sondern eine dritte Person oder Instanz funktional in das Beziehungssystem eingebunden wird. Diese dritte Person dient der Entlastung, Stabilisierung oder Machtverschiebung innerhalb des ursprünglichen Konfliktsystems.
Transaktionale VerschiebungTransaktionale Verschiebung beschreibt eine Veränderung der kommunikativen Rollen und Erwartungen innerhalb eines Interaktionssystems. Sie tritt auf, wenn eine Person – häufig eine helfende oder moderierende Instanz – nicht mehr in ihrer ursprünglichen Funktion wahrgenommen wird, sondern unbewusst eine neue Rolle im Konflikt übernimmt.
MediationsradiusDer Mediationsradius beschreibt den Anwendungsbereich der Mediation. Er trägt dem Umstand Rechnung, dass die Mediation nicht nur als Verfahren, sondern auch methodisch jenseits des Mediationsverfahrens ausgeübt werden kann.
DeliberationDeliberation (von lat. deliberare – „abwägen, überlegen“) bezeichnet einen rationalen, zielgerichteten und strukturierten Diskussionsprozess, in dem unterschiedliche Standpunkte ausgetauscht, Argumente geprüft und gemeinsame Lösungen entwickelt werden. Im Gegensatz zu bloßen Debatten oder Verhandlungen geht es bei Deliberation nicht um rhetorisches Überzeugen oder Kompromisse durch Macht, sondern um qualitativ hochwertige Entscheidungsfindung durch Reflexion und gegenseitiges Lernen.
DebattenDas Wort Debatte stammt aus dem lateinischen "debattere", was "niederzuschlagen" oder "abzukämpfen" bedeutet. Eine Debatte ist eine strukturierte Diskussion oder ein Streitgespräch, bei dem zwei oder mehr Parteien unterschiedliche Standpunkte zu einem Thema präsentieren, argumentieren und verteidigen. Ziel einer Debatte ist es oft, eine Frage zu klären, eine Lösung für ein Problem zu finden oder eine Meinungsbildung zu ermöglichen. In der Mediation würde aus der Debatte eine Auseinandersetzung.
AusbildungsdilemmaDas Ausbildungsdilemma beschreibt den Zirkelschluss, dass der auszubildende Mediator ohne eine selbst durchgeführte Mediation kein Mediator werden darf. Er muss aber Mediator sein, um eine Mediation durchführen zu können. Um das Dilemma zu lösen, wurden die Ausbildungsmediationen eingeführt.
nicht vertragsbasierte MediationenMediationen, auf die das Mediationsgesetz nicht anwendbar ist. Dabei kann es sich durchaus auch um reine Mediationen handeln.
Prototypen (Verfahren)Prototypen bezeichnen jemanden oder etwas, der oder das als Inbegriff für eine bestimmte Art als typisch erachtet wird. Hier wird der Begriff für die Verfahren verwendet. Als Prototypen werden das Gerichtsverfahren, die Schlichtung und die Mediation herausgestellt.
Theory of Mind (ToM)Die Theory of Mind (ToM) ist ein zentrales Konzept in der Kognitionspsychologie und den Neurowissenschaften, das die Fähigkeit beschreibt, anderen Menschen mentale Zustände wie Gedanken, Überzeugungen, Absichten und Emotionen zuzuschreiben. Diese Fähigkeit ist entscheidend für soziale Interaktionen, Empathie und Kommunikation.
Sally-Anne-TestDer Sally-Anne-Test ist ein bekanntes Experiment in der Entwicklungspsychologie, das entwickelt wurde, um die Fähigkeit von Kindern zu testen, eine "Theory of Mind" (ToM) zu entwickeln. Die Theory of Mind bezieht sich auf die Fähigkeit, anderen Menschen mentale Zustände wie Überzeugungen, Wünsche und Absichten zuzuschreiben. Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie du den Sally-Anne-Test durchführen kannst:
Mediation als freier BerufDer freie Beruf grenzt sich zum Gewerbe ab. Freie Berufe sind historisch und systematisch nicht primär als Marktleistungen, sondern als persönlich gebundene Dienstleistungen mit besonderer Verantwortung konzipiert. Deshalb unterliegen sie meist spezifischem Berufsrecht und sind von der Gewerbeordnung ausgenommen. Ob und inwieweit die Mediation zu den freien Berufen gehört, wird in der Praxis nicht eindeutig behandelt. Insbesondere die Behörden neigen dazu, die Mediation als ein Gewerbe anzusehen.
GewerbeEin Gewerbe liegt vor, wenn eine selbstständige, erlaubte, auf Dauer angelegte Tätigkeit mit Gewinnerzielungsabsicht ausgeübt wird und diese nicht als freier Beruf, Land- oder Forstwirtschaft einzuordnen ist. Charakteristisch für das Gewerbe ist die Teilnahme am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr, häufig verbunden mit organisatorischen, kaufmännischen oder vertrieblichen Strukturen. Die Frage ist ausschlaggebend dafür, ob die Mediation ein freier Beruf oder ein Gewerbe ist. Hierzu gibt es streitige Meinungen.
FreiberuflerJemand der einen freien Beruf, also kein Gewerbe ausübt. Der Mediator ist ein Freiberufler.
MediationssystemBei systemischer Betrachtung ist der Mediator ein Teil des Mediationssystems, nicht aber des Streitsystems.
VorschlagDer Vorschlag ist mit einem Ratschlag oder einer Empfehlung gleichzusetzen. Er wird in der Mediation als (untaugliches) Abgrenzungekriterium zur Schlichtung verwendet. Der Mediator darf keine Vorschläge machen, der Schlichter durchaus, lautet die zu hinterfragende Faustregel.
VorschlagsdilemmaDas Vorschlagsdilemma bezeichnet die Situation, dass Vorschläge helfen eine Lsung zu finden, der Mediator aber gelernt hat, dass Vorschläge unzulässig seien. Das Dilemma vergrößert sich, wenn man bedenkt, dass er (zumindest auf der Verfahrensebene) sogar dazu verpflichtet ist. Die Grenze der Zulässigkeit ergibt sich daraus, ob der Verfahrenscharakter (konkret das Kommunikationsmodell) durch die Verwendung von Vorschlägen verletzt wird oder nicht.
MediationsvariantenDer Begriff erfasst die verschiedenen Erscheinungsformen der Mediation. Sie werden in einem Mediationsverzeichnis erfasst und der Mediationssystematik zugeordnet.
Erkennbarkeit der MediationDie Frage, wann was als Mediation erkennbar ist oder nicht betrifft die Eintragungsfähigkeit im Mediationsverzeichnis. Hier wird zwischen der Benennung, der Erscheinung und der systematischen Variante unterschieden, um die Erkennbarkeit festzustellen.

Hinweise und Fußnoten

Siehe auch: Liste der Verzeichnisse, Terminologie
Prüfvermerk:
Aliase: TerminiMediationsschulen

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