Die Sprache der Mediationsschulen
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Auch die in der Mediation verwendeten Fachbegriffe sind nicht einheitlich. Manche Schulen haben sogar eigene Fachbegriffe eingeführt, um ihr Mediationskonzept herzuleiten. Das differenzierte Fachwörterbuch gibt Ihnen die Möglichkeit, die unterschiedliche Verwendung der Fachtermini nachzuvollziehen und abweichenden Lehren auf den Grund zu gehen.
Die Terminologische Zuordnung
Die einen sprechen vom Eisbergmodell, die anderen vom U-Modell und wieder andere sprechen vom PIN-Modell. Alle meinen das gleiche. Die begrifflichen Abweichungen verwirren, weshalb Wiki to Yes nicht nur ein Fachwörterbuch einführt, sondern auch versucht, den Begriffswelten der jeweiligten Lehre auf den Grund zu gehen.
Die Examensdatenbank wird ständig erweitert. Sie können helfen. Sollten Sie einen Begriff vermissen oder anders definieren, geben Sie bitte einen Hinweis, wenn Sie die Änderung nicht selbst einbringen.
| Bezeichnung | Beschreibung |
|---|---|
| Der hat doch angefangen-Strategie | Die "Der hat doch angefangen"-Strategie (wörtlich: "Der hat doch angefangen") ist eine Konfliktbewältigungsstrategie, bei der eine Person oder Gruppe versucht, Verantwortung für eigenes Fehlverhalten zu vermeiden, indem sie den Auslöser des Konflikts auf die andere Seite schiebt. Der Kern der Strategie besteht darin, die eigene Handlung als bloße Reaktion auf ein vermeintliches oder tatsächliches Fehlverhalten des Gegenübers zu rechtfertigen. |
| Lösungsdilemma | Das Lösungsdilemma ergibt sich aus der Frage, was zu tun ist, wenn der Aggressor seine Macht (physisch, strukturell oder psychologisch) ausnutzt, um rücksichtslos die eigenen Interessen durchzusetzen. Verhält sich der Angegriffene passiv, bekräftigt er seine Unterwerfung und legitimiert den Übergriff. Reagiert er selbst aggressiv, treibt er den Konflikt in die Eskalation. Das Dilemma kommt auf, weil beide Reaktionen zu ungewollten Lösungen führen. |
| AS-Stelle | Bei der AS-Stelle handelt es sich um eine auf der OS-Plattform aufgeführte Stelle für alternative Streitbeilegung (AS), die der Richtlinie 2013/11/EU des Europäischen Parlaments und des Rates entspricht. |
| Schmetterlingstheorie | Der Flügelschlag eines Schmetterlings kann einen Tornado auslösen. Der Schmetterlingseffekt wird von der Chaostheorie aufgegriffen. Sie belegt, dass kleinste Veränderungen der Anfangsbedingungen große Auswirkungen auf das gesamte System haben können. Wenn sich die Mediation mit der Zukunft und Kausalitäten auseinandersetzt, muss der Mediator über die Chaostheorie bescheid wissen, damit die Zukunftsplanung erfolgreich ist. |
| Rumpelstilzchenfrage | Diese Frage triggert den Rumpelstilzcheneffekt an. Es geht darum, den wahren Namen des Konfliktes zu erkennen, der sich hinter den Symptomen verbirgt. Das Ziel der Frage ist die vollständige Konfliktauflösung und die Wiederherstellung der Handlungsfähigkeit. |
| Erkenntnisfragen | Erkenntnisfragen sind Fragen, die darauf abzielen, neues Wissen, tiefere Einsichten oder ein besseres Verständnis eines Themas zu ermöglichen. Sie unterscheiden sich von reinen Informationsfragen („Wie spät ist es?“) oder rhetorischen Fragen („Ist das nicht offensichtlich?“), weil sie zum aktiven Nachdenken, Reflektieren oder Hinterfragen anregen. In der Mediation helfen Erkenntnisfragen den Parteien, selbst eine Lösung zu finden. |
| Mediation | Legaldefinition in § 1 Mediation. Danach ist die Mediation ein vertrauliches und strukturiertes Verfahren, bei dem der Mediator die Parteien durch eine Mediation führt, damit sie freiwillig und eigenverantwortlich eine einvernehmliche Beilegung ihres Konflikts anstreben. Es gibt verschiedene Definitionen. Sie werden im Beitrag Mediation-Definition zusammengefasst. Die Klassifizierung erwartet eine Unterscheidung zwischen: formeller Mediation iSd Mediationsgesetzes, formeller und materieller (substanzieller) Mediation |
| Versorgungsausgleich | Der Versorgungsausgleich beschreibt den erforderlichen Ausgleich der jeweils erworbenen Rentenanwartschaften bei einer Scheidung von Eheleuten. Es handelt sich somit um eine Scheidungsfolge, die im Schewidungsprozess sogar von Amts wegen durchgeführt wird. Vereinbarungen sind im begrenzten Maße möglich. |
| Sachverhaltsmethode | Vorgehensweise in Phase 2. Bei der Sachverhaltsmethode wird die Partei aufgefordert, den Sachverhalt / den Fall / das Problem zu schildern. |
| Sachverhaltserfassung | Methode um alle Umstände und Hergänge zu erfassen, die für eine Fragestellung relevant sind. Der Sachverhalt ist nicht mit Fakten gleichzusetzen. In der Mediation beruht er meistens auf Schilderungen der Parteien, Recherchen und Ermittlung der Kontextfaktoren. |
| Kontextfaktoren | Kontextfaktoren sind verschiedene Elemente oder Bedingungen, die den Rahmen oder Hintergrund einer Situation, eines Ereignisses, einer Entscheidung oder einer Kommunikation bilden und diese beeinflussen. Sie spielen eine wichtige Rolle dabei, wie etwas verstanden, interpretiert oder bewertet wird. Kontextfaktoren können in verschiedenen Bereichen wie Kommunikation, Psychologie, Soziologie, Bildung, Wirtschaft oder Technologie relevant sein. Sie helfen auch bei der Konflikterfassung in der Mediation. |
| Eureka-Moment | Der "Eureka"-Moment, auch bekannt als das "Aha-Erlebnis", ist ein plötzlicher Einblick oder eine Erkenntnis, die oft mit einem Gefühl der Klarheit und Erleichterung einhergeht. Dieser Moment der Einsicht kann in verschiedenen Bereichen des Lebens auftreten, sei es in der Wissenschaft, Kunst, Bildung oder sogar in der Konfliktlösung. In der Mediation, einem Prozess, bei dem neutrale Dritte helfen, Konflikte zwischen Parteien zu lösen, kann das "Eureka"-Erlebnis eine entscheidende Rolle spielen. Es kann den Durchbruch in einer festgefahrenen Situation bedeuten und den Weg zu einer nachhaltigen Lösung ebnen. |
| Lösungsparadoxie | Die Paradoxie beschreibt den Effekt, dass die Lösung vereitelt werden kann, indem man sich allzusehr darauf versteift. Umgekehrt kann die Lösung hergestellt werden, indem man nicht daran denkt. Das ist eine Erwartung an den Mediator und die Parteien in der Mediastion. |
| Paradoxie der Mediation | Die Mediation wird manchmal als paradox bezeichnet, weil sie auf den ersten Blick widersprüchliche Elemente vereint. Diese scheinbaren Widersprüche machen die Mediation zu einem komplexen und vielschichtigen Prozess, der jedoch gerade durch diese Balance oft erfolgreich ist. |
| Mediationsparadoxon | Die Mediation verwirklicht eine Paradoxie, weil sie die Lösung herstellt, indem sie die Lösung (zunächst) aus dem Blick nimmt. Die Lösung entsteht aus dem Prozess. |
| Penrose Dreieck | Das Penrose-Dreieck, das auch Tribar genannt wird, ist eine optische Täuschung, die irritiert. In der 2. Dimension wird ein dreidimensionales Gebilde dargestellt, das es so nicht geben kann. Bei dem Tribar handelt es sich nicht um eine Paradoxie. |
| Konferenzsoftware | Software zur Durchführung von Onlinemediationen, Onlinekonferenzen, Onlinemeetings und Onlineseminare. Beispiele: Zoom, Teams, Jitsi usw. (Diese und weitere Fundstellen siehe bei Links unter "Infoprmatik") |
| Schwarmdummheit | Menschen denken eher emotional als rational. Wissenschaftler sehen darin einen Unterschied zu Ameisen, die eher rational denken. Die emotionale Denkweise führt zu Umwegen, weshalb von der Schwarmdummheit der Menschen gesprochen wird. |
| Mediationscontainer | Das Verfahren verhält sich wie ein Container. Der Verfahrenscontainer wird durch die Rahmenbedingungen und die dadurch vorgegebenen Abläufe definiert. Bei einem Mediationsverfahren ist der Mediationscontainer passend auf die Methoden zugeschnitten, die der Container enthält. |
| Kairos | Der Begriff stammt aus dem Altgriechischen. Er bezeichnet den günstigen Zeitpunkt einer Entscheidung, Handlung oder Vornahme. Wird dieselbe Frage beispielsweise im falschen Moment gestellt, verliert sie ihre Wirkung. Ein Vergleich mit der Entscheidungsreife im Juristischen liegt nahe. Kairos geht darüber jedoch hinaus, weil sich die Mediation auf den Prozess konzentriert, wo es nicht nur auf DIE Entscheidung ankommt, sondern auf eine Vielzahl von Aktionen und Reaktionen, die aufeinander abzustimmen sind. Das Phänomen wird in der Mediation mit dem aus dem Kampfsport stammenden Begriff Window of Opportunity beschrieben. |
| Denkweisen | Die Denkweise beschreibt die Art und Weise des Denkens und mithin die gedankliche Herangehensweise an ein Problem oder einen Konflikt. Die Mediation zeichnet sich dadurch aus, dass sie verschiedene, auch inkompatible Denkweisen zulassen und zusammenführen kann. |
| verfahrensintegrierte Mediation | Verwendung der Methode der Mediation innerhalb anderer Verfahren. Die verfahrensintegrierte Mediation ist ein Anwendungsformat der integrierten Mediation. |
| Legaldefinition | Mit dem Begriff der Legaldefinition werden gesetzlich hinterlegte Definitionen bezeichnet. Die Mediation hat längst Einzug in die Gesetze gefunden. In Deutschland ist sie im §1 Mediationsgesetz definiert. |
| Kunstregeln | Kunstregeln sind wie Rechtsgrundsätze anzuwenden. Sie geben einen Maßstab vor, der bestimmt, wie eine vertragliche Leistung nach dem Stand der Wissenschaft, den anerkannten Regeln der Technik, den gesellschaftlichen Normen oder den Rechtsnormen sowie unter Einsatz der körperlichen und geistigen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse zu erfüllen ist. Im Bereich der Mediation gibt es noch keine anerkannten Kunstregeln. Erst mit der kognitiven Mediationstheorie sind die Bedingungen geschaffen worden, einen Maßstab für die Tätigkeit des Mediators festzulegen. |
| Window of Opportunity | Diese Technik stellt heraus, dass die Intervention des Mediators oder Maßnahmen in der Mediation nur dann greifen, wenn sie im richtigen Moment erfolgen. Eine erste Orientierung hierfür gibt die Phasenkonsistenz und der gedankliche Ablauf des Prozesses in den Köpfen der Parteien. Der Kairos wird synonym verwendet und ist von der Entscheidungsreife abzugrenzen. |
| anonymisierte Umfragen | Bei großen Mediationen mit vielen Beteiligten kann eine anonymisierte Umfrage dazu beitragen, alle Informationen einzuholen, um eine Konfliktanalyse zu ermöglichen und die Gespräche zu planen. |
| SMART-Methode | Die SMART Methode legt die Kriterien für eine Zielvereinbarung fest. SMART ist ein Akronym für
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| Gegensatz | Ein Gegensatz beschreibt zwei Dinge, die sich in bestimmten Eigenschaften oder Merkmalen gegenüberstehen oder kontrastieren, aber nicht unbedingt miteinander unvereinbar sind. Es handelt sich um eine Dualität oder Polarität, bei der beide Seiten gleichzeitig existieren können. Der Gegensatz unterscheidet sich vom Widerspruch, wo zwei Aussagen, Ideen oder Sachverhalte logisch unvereinbar sind und nicht gleichzeitig wahr sein können. |
| Verfahrensimmanente Lösungshindernisse | Die Mediation soll den Parteien helfen, selbst die Lösung zu finden. Also muss sie die Hindernisse, die der Lösung im Wege stehen aus dem Weg räumen. Bei den Lösungshindernissen wird zwischen den verfahrensimmanenten und den personenimmanenten Hindernissen unterschieden. Verfahrensimmanente Lösungshindernisse sind die Hindernisse, die durch das Verfahren hervorgerufen oder beseitigt werden können. |
| Personenimmanente Lösungshindernisse | Die Mediation soll den Parteien helfen, selbst die Lösung zu finden. Also muss sie die Hindernisse, die der Lösung im Wege stehen aus dem Weg räumen. Bei den Lösungshindernissen wird zwischen den verfahrensimmanenten und den personenimmanenten Hindernissen unterschieden. Verfahrensimmanente Lösungshindernisse sind die Hindernisse, die durch das Verfahren hervorgerufen oder beseitigt werden können. Personenimmanente Lösungshindernisse sind in der Partei begründet und können mit Interventionen beseitigt werden. |
| Obstacle Resolution Strategy | Die Obstacle Resolution Strategy ist die auf die Mediation angepasste Barrier Removal Strategy. Sie zielt darauf ab, alle Hindernisse zu erkennen, die den gedanklichen Weg der Parteien in die Lösung verhindern, um den Weg der Mediation so einzustellen, dass die Hindernisse vermieden, umgangen oder überwunden werden. |
| Barrier Removal Strategy | Die Strategie zur Beseitigung von Hindernissen wurde und wird in der Mediation angewendet, um die Hindernisse aufzudecken und zu beseitigen, die der parteiseitigen Lösungsfindung im Wege stehen. Die Hindernisse werden als Lösungshindernisse aufgeführt. |
| Thinktank Mediation | Thinktank heißt übersetzt Denkfabrik. Der Thinktank Mediation trägt alles zusammen, was zum Denken in und über die Mediation und ihre Verwendung hilfreich und notwendig ist. Er kann als Werkzeug der Werkzeuge bei der Anwendung, zur Forschung und zur Ausbildung in Mediation genutzt werden. |
| Taktik | Taktik ist die konkrete Umsetzung einer Strategie in bestimmten Situationen oder kurzfristigen Phasen. Sie ist kleinteiliger und konzentriert sich auf die kurzfristige Anpassung an Gegebenheiten. |
| Gender-Sensitive Konfliktanalyse | Eine geschlechtssensible Konfliktanalyse geht über die traditionelle Konfliktanalyse hinaus, indem sie gezielt die Rolle von Geschlecht und geschlechtsspezifischen Dynamiken in Konflikten untersucht. Sie betrachtet, wie Konflikte Männer, Frauen, Jungen, Mädchen und nicht-binäre Personen unterschiedlich betreffen und wie geschlechtsspezifische Machtverhältnisse Konflikte beeinflussen. |
| Estrangement | Estrangement (dt. „Entfremdung“) beschreibt den freiwilligen oder erzwungenen Abbruch des Kontakts zwischen Familienmitgliedern, meist zwischen Eltern und erwachsenen Kindern. |
| Inkommensurabilität | Inkommensurabilität bedeutet, dass zwei Konzepte keine gemeinsame Maßeinheit oder Vergleichsbasis haben. Sie sind so unterschiedlich, dass sie nicht mit denselben Begriffen erklärt werden können. Äpfel werden mit Birnen verglichen. Diesem Phänomen begegnen wir in der Mediation. Sie ist konzeptuell so anders als ein Gerichtsverfahren, dass sie nicht an den Maßstäben eines Gerichtsverfahrens gemessen werden kann. |
| Meta-Wissen | Als Meta-Wissen wird ein universell gültiges, aber seltenes Generalwissen bezeichnet. Es umfasst grundlegende Prinzipien, Denkrahmen und Muster, die branchen- und kontextübergreifend anwendbar sind, aber über bloße Allgemeinbildung (Allgemeinwissen) hinausgehen. Nur wenige Menschen erwerben es aktiv, da es tiefes Verständnis und die Fähigkeit erfordert, Wissen aus verschiedenen Disziplinen zu verknüpfen. Es setzt sich aus Fundamentalprinzipien der Philosophie, Systemtheorie oder Naturwissenschaften zusammen, sowie aus psychologischen Grundlagen einem systemischen Denken und einer Sprach- und Kommunikationslogik. Die Mediation verfügt über ein derartiges Wissen. |
| Mehrabian-Regel | Die Mehrabian-Regel, auch bekannt als die 7-38-55-Regel, ist eine Theorie, die von dem Psychologen Albert Mehrabian entwickelt wurde. Sie beschreibt, wie Menschen nonverbale und verbale Kommunikation wahrnehmen und interpretieren. Mehrabian führte Studien durch, um zu untersuchen, wie verschiedene Kommunikationskanäle zur Gesamtbotschaft beitragen. |
| 7-38-55-Regel | Die Mehrabian-Regel, auch bekannt als die 7-38-55-Regel, ist eine Theorie, die von dem Psychologen Albert Mehrabian entwickelt wurde. Sie beschreibt, wie Menschen nonverbale und verbale Kommunikation wahrnehmen und interpretieren. Mehrabian führte Studien durch, um zu untersuchen, wie verschiedene Kommunikationskanäle zur Gesamtbotschaft beitragen. |
| Sternemediator | Zertifizierungssystem des Verbands integrierte Mediation. Mit der Vergabe von Sternen soll die Qualifikation des Mediators gekennzeichnet sein. Indem zwischen 1. 2 und 3 Sternen unterschieden wird, lässt sich die Graduierung des Mediators ableiten. |
| Team-Mediation | Die Mediation wird von mehreren Mediatoren durchgeführt. Wie bei der Co-Mediation wird es als ein Mediationsfehler anzusehen sein, wenn der Mediator keine Teammediatoren einsetzt. |
| Team | Ein Team ist eine Gruppe von Individuen, die zusammenarbeiten, um gemeinsame Ziele zu erreichen. Teams unterscheiden sich von anderen Gruppen durch ihre spezifischen Merkmale wie gemeinsame Ziele, klare Rollen und Verantwortlichkeiten, Interdependenz und eine gemeinsame Identität. |
| 6-3-5 Methode | Eine Gruppe von sechs Teilnehmern schreibt jeweils drei Ideen auf ein Blatt Papier und gibt es dann an die nächste Person weiter. Diese Person liest die Ideen und entwickelt drei neue Ideen oder baut auf den vorhandenen Ideen auf. Dieser Prozess wird mehrere Runden fortgesetzt, wodurch eine große Anzahl von Ideen generiert wird. |
| Warnen | Auch wenn der Mediator nicht operativ an der Lösungsfindung beteiligt ist, muss er doch darauf achten, dass alle Aspekte bei der Lösungsfindung beachtet werden. Dazu genügt in der Regel eine Schlüssigkeitsprüfung. Erkennt er, dass die Abschlussvereinbarung unwirksam oder undurchführbar ist, muss er die Parteien warnen. Das gleiche gilt, wenn er Zweifel an lösungsrelevanten Fakten und Daten hat. |
| Autorität | Autorität ist die legitime Macht oder das Recht, Entscheidungen zu treffen und Anweisungen zu geben, die von anderen akzeptiert und befolgt werden |
| Dominanz | Dominanz spielt eine wichtige Rolle in der Strukturierung sozialer Systeme. Sie hilft, Konflikte zu minimieren und die Ressourcenverteilung zu regulieren. In menschlichen Gesellschaften kann Dominanz sowohl positive als auch negative Auswirkungen haben. Positiv kann sie Führung und Ordnung bieten, negativ kann sie zu Unterdrückung und Ungerechtigkeit führen. |
| Alles auf Null | Die Alles auf Null Technik wird bei hochstreitigen Situationen angewendet. Sie kommt einem Reset gleich, weil von Null auf geprüft wird, worüber Konsens besteht oder nicht. |
| Kognitive Inflexibilität | Kognitive Inflexibilität beschreibt die Unfähigkeit oder Schwierigkeit, flexibel zu denken, neue Informationen zu integrieren oder alternative Perspektiven zu berücksichtigen. Diese kognitive Starre kann sich in verschiedenen Lebensbereichen manifestieren und erhebliche Auswirkungen auf das individuelle Wohlbefinden und die zwischenmenschlichen Beziehungen haben. |
| Multi-Track Diplomacy | Multi-Track Diplomacy (MTD) ist ein Ansatz zur Konfliktlösung und Friedensförderung, der verschiedene Ebenen und Akteure der Gesellschaft einbezieht, um nachhaltige Lösungen für Konflikte zu finden. Traditionelle diplomatische Bemühungen, die sich hauptsächlich auf Regierungen und offizielle Vertreter konzentrieren, reichen oft nicht aus, um komplexe Konflikte zu lösen. Deshalb bezieht die MTD verschiedene gesellschaftliche Ebenen und Akteure ein, um eine umfassendere und nachhaltigere Konfliktlösung zu erreichen. |
Siehe auch: Liste der Verzeichnisse, Terminologie
Prüfvermerk:
Aliase: TerminiMediationsschulen