| executive Mediation | Der Marketingbegriff für ein Angebot zur Konfliktlösung, das sich auf Entscheider und Vorstände konzentriert. |
| U-Boot-Mediation | Es ist nicht wirklich klar, was sich dahinter verbirgt. Für den Begriff wurde ein Warenzeichen beantragt, aber nicht eingetragen. Dort wurde angegeben, dass der Begriff ein besonderes inaktives Verhalten des Mediators beschreibt und die Arbeitsweise des Mediators als allparteilichen Dritten widerspiegelt. Eine andere Herleitung beschreibt das Vorgehen als eine Art Shuttle-Mediation. |
| Fehlerqualifikation | Eine Fehlerqualifikation soll helfen, die Fehler korrekt einzuschätzen. Zu unterscheiden sind: Verfahrensfehler, Methodenfehler, technische Fehler und Pflichtverletzungen. |
| Altenkirchener Modell | Ein Verfahrensmodell für die Lösung von Familienkonflikten unter Einbeziehung der Mediation als Methode und Verfahrensbestandteil. Das Modell verwertet die Erkenntnis der Kognitionstheorie und erlaubt die Lösung hoch eskalierter Konflikte mit Mediation. Es ist der Ursprung der gerichtsintegrierten Mediation und Auslöser der integrierten Mediation. |
| Familie | Der Begriff Familie ist komplex und unterliegt kulturellen, historischen und individuellen Interpretationen. Im Kern beschreibt er eine soziale Gruppierung, die durch emotionale Bindungen, Verantwortung füreinander und oft auch biologische, rechtliche oder soziale Verbindungen geprägt ist. |
| Mutter | Eine Mutter ist die weibliche Bezugsperson, die einem Kind gegenüber eine biologische, rechtliche oder soziale Elternrolle hat. Biologisch ist die Mutter die Frau, die das Kind geboren hat. Rechtlich ist Mutter die Person, die durch Geburt, Adoption oder in besonderen Fällen durch gerichtliche Entscheidung als solche anerkannt ist. Sozial ist Mutter diejenige, die Fürsorge, Erziehung und emotionale Verantwortung für das Kind übernimmt – unabhängig von Abstammung oder Gesetz. Wie beim Vater können auch bei der Mutter diese Rollen zusammenfallen oder getrennt bestehen. Entscheidend ist die Bindung und Verantwortung gegenüber dem Kind. |
| Vater | Ein Vater ist die männliche Bezugsperson, die einem Kind gegenüber eine biologische, rechtliche oder soziale Elternrolle innehat. Biologisch ist der Vater der Mann, der das Kind gezeugt hat. Rechtlich ist der Vater die Person, die durch Anerkennung, Ehe mit der Mutter oder Adoption als Vater gilt. Sozial ist der Vater derjenige, der unabhängig von Abstammung oder Gesetz für das Kind sorgt, es erzieht und Verantwortung übernimmt. In vielen Familien können diese Rollen zusammenfallen, müssen es aber nicht – entscheidend ist die Verantwortung und Bindung zwischen Vater und Kind. |
| Friedensformeln | Friedensformeln sind meist sinnbildliche oder analytische Modelle, die versuchen, den komplexen Prozess des Friedenschaffens auf wenige, verständliche Parameter zu verdichten. Es handelt sich nicht um mathematische Gleichungen im strengen Sinn, sondern Abbildungen von Wirkprinzipien – sie bringen zum Ausdruck,
dass Frieden kein Zufall ist, sondern das Ergebnis von Beziehung, Einsicht und Balance. |
| Gesetz der Anziehung | Siehe Law of Attraction |
| Law of Attraction | Gesetz der Anziehung. Gleiches zieht sich an. Das Resonanzgesetz besagt, dass der negative Fokus am Negativen festhält, während positive Gedanken andere positive Gedanken anziehen, sodass sich daraus ein Weg ergibt, der ein konstruktives Handeln ermöglicht. |
| inverses Denken | Inverses Denken, auch bekannt als umgekehrtes Denken oder Denken vom Gegenteil her, ist eine kognitive Strategie, bei der ein Problem oder eine Fragestellung bewusst von seinem Endpunkt, seinem Gegenteil oder einer unerwünschten Zukunft aus betrachtet wird. Statt die Frage „Wie erreichen wir Erfolg?“ zu stellen, lautet die inverse Frage: „Was würde garantiert zum Scheitern führen?“. |
| Projektion | Der Begriff Projektion stammt aus der Psychoanalyse Sigmund Freuds und beschreibt einen unbewussten Abwehrmechanismus, bei dem eigene, meist unangenehme Impulse, Wünsche oder Schuldgefühle einer anderen Person zugeschrieben werden. |
| Mediationsstrategie | Die Mediation vereinigt verschiedene Strategien, die sie zusammenführen kann. Sie führt die Parteien auf einen kooperativen Weg, indem sie den Weg in die Kooperation erleichtert und Hindernisse weggeräumt, die in eine Konfrontation führen. |
| Reflecting Team | Reflexionsgespräch mit mehreren Mediatoren. Das Gespräch ist ein externalsierter, innerer Dialog, der stellvertretend für die Parteien geführt wird und ihnen zu Erkenntnissen verhelfen soll. |
| Dummheit | Im Allgemeinen wird Dummheit als ein Mangel an Intelligenz, Wissen, Urteilsvermögen oder Einsichtsfähigkeit betrachtet. Es bezieht sich auf eine begrenzte Fähigkeit, Informationen zu verstehen, Probleme zu lösen oder angemessen zu handeln. Der Verstand spielt in der Mediation eine wichtige Rolle, besonders dann wenn es um die Einsichtsfähigkeit geht. Welche Anforderungen sind an die Intelligenz der Parteien zu stellen, damit sie an einer Mediation teilnehmen können? |
| Gemeinwesenmediation | Unter Gemeinwesenmediation soll die sozialraumnahe Verankerung von konstruktiver Konfliktbearbeitung im Stadtteil bzw. in der Nachbarschaft durch Stärkung entsprechender Ressourcen im Gemeinwesen gemeint sein. Richtiger wäre es von einem Mediationsangebot im Gemeinswesen zu sprechen. |
| Sozialmediation | Mit dem Begriff Sozialmediation werden Mediationen bezeichnet, die sich auf den Anwendungsbereich sozialer Berufe, den privaten Beziehungsbereich oder soziale Konflikte fokussieren. Eine Abgrenzung zur allgemeinen Verwendung der Mediation fällt schwer. |
| Sich dumm stellen | Das „Sich-dumm-stellen“ kann – je nach Absicht, Situation und Wahrnehmung – pädagogisch, strategisch, erkenntnisfördernd oder manipulierend wirken. Es ist ein kommunikatives Verhalten, bei dem eine Person bewusst Unwissenheit, Naivität oder begrenztes Verständnis simuliert, um bei anderen eine bestimmte Reaktion hervorzurufen oder eine Situation gezielt zu steuern. Es handelt sich nicht um ein strategisches kommunikatives Mittel. Der Kern besteht darin, eine Rolle der Nichtwissenden oder Fragenden einzunehmen, um damit Reflexion, Offenheit oder Information zu erzeugen. |
| strategische Inkompetenz | Mit der strategischen Inkompetenz wird das bewusste Vortäuschen von Unverständnis oder Unfähigkeit beschrieben, um sich einer Situation, Verantwortung oder Diskussion zu entziehen. Das ist z.B. der Fall, wenn jemand seine Sprachkompetenz situativ „abschaltet“, um nicht über ein unangenehmes oder komplexes Thema sprechen zu müssen. |
| strategische Selbstdegradierung | Auch strategic self-deprecation genannt. Siehe Sich dumm stellen |