Die Partei versucht den Mediator zu instrumentalisieren
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Bezeichnung: Die Partei versucht den Mediator zu instrumentalisieren
Fehlertypologie: Die Partei spürt, dass der Mediator ihr zugetan ist (warum auch immer) oder möchte zumindest erreichen, dass dies so ist. Sie stellt sich in einer hilflosen Opferlage dar, um Mitleid zu erregen. Sie nutzt das Mitgefühl des Mediators aus, indem sie bestimmt, wie Dinge einzuschätzen sind und wie weiter vorzugehen ist. Sie sucht Gelegenheiten und nutzt das Einzelgespräch, um den Gegner schlecht zu machen und tut alles, um den Mediator auf ihre Seite zu ziehen bzw. gegen den Gegner aufzuhetzen.
Fehlerbehebung: Es ist wichtig, dass der Mediator die (mögliche) Triangulierung erkennt und sofort in seine Rolle zurückfällt bzw. diese Rolle niemals verlässt. Der Mediator weist auf seine Rolle hin und verweigert eine Verwertung der Information, wenn sie nicht in die Mediation hineinpasst oder zur Durchführung des Verfahrens notwendig ist. Er kann ein Einzelgespräch als Intervention ansetzen, um zu prüfen, in welcher Lage die Partei wirklich ist und mit dem Ziel, die Information weiterzugeben, um sie verhandelbar zu machen. Im Zweifel - wenn die Partei nicht aufhört damit und keine Schutzbedürftigkeit vorliegt - muss er die Mediation kündigen.
Fehlervermeidung: Der Mediator weist deutlich auf seine Rolle hin und die damit einhergehende Unabhängigkeit und Neutralität. Er prüft die Resilenz und Eigenverantwortlichkeit.
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