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ID |
Bezeichnung |
Frage |
Beschreibung/Fall |
Kategorie |
Fallbeispiel |
Last modified |
Last modifier |
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1477
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Es finden sich keine Gemeinsamkeiten
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Die Mediation versucht die Lösung auf einer gemeinsamen Basis aufzubauen. Spätestens das Interesse an der Beilegung des Streites dürfte ein gemeinsames sein. Können die Parteien sich auf keine Gemeinsamkeit festlegen, ist dies entweder ein Ausdruck des Konfliktes, denn der Mediator nachsehen sollte oder ein mangelndes Interesse am Verfahren. Im letzteren Fall geht in Phase eins zurück im anderen Fall hinterfragte den Konflikt.
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2017-04-29 20:08 |
Trossen Arthur |
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1474
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Die Partei kann keine positiven Gefühle nennen
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Bei einem hoch eskalierten Konflikt fällt es der Partei schwer positive Gefühle (im Zusammenhang mit dem Konflikt) zu nennen. Besser kann sie sagen, wie schlecht es ihr geht. Also macht der Mediator es ihr leicht und erkundigt sich nach ihrem Leid, um daraus den Kontrast zu bilden. Den kann der dann wie folgt hinterfragen: "Was brauchen Sie um Ihr Leid zu überwinden?". Oder: "Wie fühlt es sich an, wenn Sie ihr Leid überwunden haben?". Der Gedanke an ein positives Gefühl entwickelt sich aus dem negativen heraus.
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2017-04-29 12:42 |
Trossen Arthur |
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1473
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Die Partei kann ihre Bedürfnisse nicht nennen
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Bei einem hoch eskalierten Konflikt fällt es der Partei schwer, ihre Bedürfnisse zu nennen. Was sie sagen kann ist was sie nicht will. Also macht der Mediator es ihr leicht und erkundigt sich danach, was sie nicht will, um daraus den Kontrast zu bilden. Er könnte fragen: "Was brauchen Sie um Ihr Leid zu überwinden?" Oder: "Wie fühlt es sich an, wenn es Ihnen wieder gut geht, was ist dann anders?". Der Gedanke an ein positives Gefühl (Lösung) entwickelt sich aus dem negativen heraus.
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2017-04-29 12:45 |
Trossen Arthur |
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1468
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Die Parteien halten sich nicht an die Waffenstillstandsvereinbarung
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Bei einem hoch eskalierten Konflikt fällt es den Parteien schwer, sich zurückzuhalten. Sie fühlen sich angegriffen und meinen sich verteidigen zu müssen. Die Gegenseite erfährt die vermeintliche Verteidigung ihrerseits als einen Angriff. der Mediator kann versuchen durch kurze Terminsintervalle die Gefahr von Angriffen außerhalb der Mediation gering zu halten. Immer ist das aber nicht möglich. Wenn es zu Verstößen gegen die Waffenstillstandsvereinbarung kommt, muss diese nachgebessert werden. Wenn die Parteien die Mediation verstanden haben und daran interessiert sind dürfte das Motiv reichen, um eine verbesserte Waffenstillstandstandsvereinbarung zu schließen. Im anderen Fall sind Maßnahmen zu überlegen mit den Parteien, wie das Problem gelöst werden kann. Der Blick ist dabei auf das Verfahren gerichtet, nicht auf die Vorwürfe oder Inhalte. Gegebenenfalls ist die Phase eins nachzubessern. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, eine Erlaubnis einzuholen die involvierten Stellen (Behörde, Gericht, Arbeitgeber) in die Waffenstillstandsvereinbarung mit einzubeziehen.
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2017-04-28 20:55 |
Trossen Arthur |
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1464
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Die Partei hadert (zögert) mit der Abschlussvereinbarung
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Der Mediator sollte bemerken und prüfen, ob die Partei „reif" ist für die Abschlussvereinbarung und ob sie hinter ihr stehen kann. Bei dem geringsten Zweifel sollte er nicht auf den Abfluss drängen sondern feststellen wo noch Bedenken sind. Das Ziel der Mediation ist eine nachhaltige Vereinbarung. Gegebenenfalls sollte der Mediator den Parteien Zeit zum nachdenken und zur Prüfung der entworfenen Vereinbarung geben
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Recht
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2017-04-28 20:08 |
Trossen Arthur |
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1463
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Partei besteht auf Vollstreckbarkeit
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Es ist das gute Recht der Partei die Vollstreckbarkeit der Abschlussvereinbarung einzufordern. Allerdings sollte der Mediator fragen, woraus das Bedürfnis besteht. Möglicherweise spricht es für ein Misstrauen gegenüber der anderen Partei. Dann sollte der Mediator prüfen ob die Anforderung der Mediation (Vertrauen herzustellen) gelungen ist oder nicht. In jedem Fall sollte der Mediator die Motive hinterfragen und prüfen, ob der Mediation das vereinbarte Ziel erreicht hat.
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Recht
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2024-03-10 21:05 |
Arthur Trossen |
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1453
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Partei bekennt sich zur Rache
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Es ist durchaus als ein Vorteil zu bewerten, wenn die Partei sich dazu bekennen kann. Dann ist es die Aufgabe des Mediators zu verstehen, wozu die Rache dienen soll. Mit der Windows 1 Technik lenkt er den Fokus auf die Partei zurück: "Was gibt es Ihnen, wenn Sie Rache geübt haben?". Die Antwort ergibt das Motiv: Genugtuung, Zufriedenheit, Frieden, Ruhe ....
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2022-07-26 19:24 |
Arthur Trossen |
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1450
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Die Parteien wechseln die Kommunikationsebenen und die Denkmodelle
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Es geschieht häufig dass die Parteien zwischen der Sachebene und der Emotion oder Beziehungsebene hin und her springen. Auf diese Weise stellt sich das Hase und Igel Spiel her. Das gleiche geschieht bei Denkmodellen. Die Parteien springen zwischen verschiedenen Lösungsansätzen hin und her und vermischen die Argumente. Der Mediator muss präzise Zuhören und dimensionieren und versuchen, die Parteien auf einer denk – oder Kommunikationsebene zu halten, ohne die andere auszuschließen.
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2017-04-29 22:43 |
Trossen Arthur |
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1449
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gegnerischer Anwalt macht sich zum Gladiator
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Die Psychologie beschreibt das Problem als strukturelle Koppelung. Der Anwalt übernimmt nicht nur die Gefühle der Partei, er verstärkt sie auch und macht sie zu eigenen. Das Phänomen wird erkennbar, wenn der Berater die sachliche Distanz verloren hat und vornehmlich emotional argumentiert. Es hängt von den Umständen ab was zu tun ist und wie stark die Emotionsübernahme ist. Die naheliegende Reaktion ist die Metakommunikation, die Klärung der Rollen und Funktionen und die Zielvereinbarung. Diese sollte in Aussicht stellen, dass die Gefühle überwunden werden können.
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2022-07-26 08:17 |
Arthur Trossen |
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1448
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Eheleute versprühen Hass gegeneinander
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Manche Mediatoren neigen dazu, den Hass schön zu reden: " sicherlich beruht ihre Abneigung nur auf einem Missverständnis". Auch wenn die Annahme nicht unbedingt falsch sein muss, werden die Parteien sich in dieser Rückmeldung nicht wiederfinden. Die Faustregel lautet: starke Gefühle brauchen starke Worte. Der Mediator ist also gut beraten, wenn er verbalisieren was er sieht und den Parteien die Möglichkeit gibt, sich zu ihrem Hass zu bekennen. Eine erfolgreiche Intervention stellt sich über eine Paradoxie her. Nachdem die Parteien den Hass eingestanden haben, kann der Mediator fragen: "Was ist das Gegenteil von Liebe?". Die Parteien werden "Hass" antworten. Der Mediator führt dann die Parteien zu der Erkenntnis, dass Hass eine andere Form von Liebe ist, weil beides eine Bindung ausdrückt und erhält. Meistens wollen die Parteien aber das Gegenteil ausdrücken und mit dem Hass zeigen, dass die Beziehung zu Ende ist. Die Intervention des Mediators macht ihnen deutlich, dass dem nicht so ist. Das Gegenteil von Liebe ist nicht Hass, sondern Gleichgültigkeit. In vielen Fällen ändern die Parteien sofort ihre Strategie.
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2022-07-26 19:39 |
Arthur Trossen |
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1424
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Betriebsrat mischt sich ein
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Gegebenenfalls muss der Betriebsrat der Mediation zustimmen. Wenn er übergangen wurde, ist mit einer Einmischung zu rechnen, die konfrontation ausfallen könnte. Das gleiche gilt, wenn Mitarbeiter mit dem Ergebnis der Mediation nicht einverstanden sind und Nachtreten wollen. Gerne wird der Betriebsrat dann instrumentalisiert. Um dies zu verhindern, sollte der Betriebsrat in die Mediation eingebunden werden. Die Konfliktanalyse zeigt, ob er nur zu informieren ist, ob er zustimmen muss oder aktiv einzubeziehen ist. In der Mediation könnte er als Beistand fungieren, wenn die Arbeitgeberseite auch vertreten ist. Oft genügt es darauf hinzuweisen, dass er in der WATNA/BATNA-Instanz beteiligt wird. Der Mediator muss verhindern, dass "Parallelprozesse" möglich sind.
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2022-07-26 08:14 |
Arthur Trossen |
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1411
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Die Parteien geraten in eine Endlosdiskussion
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Einer der Gründe hierfür ist das sogenannte Hase und Igel Spiel. Die Parteien kommen nicht zum Ergebnis, weil sie ständig die Kommunikationsebenen und Denkmodelle wechseln. Der Mediator achtet darauf, dass es nicht passiert. Das präzise Zuhören und die darin beschriebene Technik des Dimensionierens hilft ihm dabei.
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2017-04-21 09:00 |
Trossen Arthur |
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1377
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Die Partei ist noch an der Beziehung interessiert
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In Trennungsmediation kommt es vor, dass die eine Partei mit der Trennung nicht einverstanden ist, das aber nicht sagen kann. Sie hätte Situation für aussichtslos. Das kann stimmen oder nicht. Es ist auf jeden Fall ein Interesse, dem der Mediator nachgehen sollte. Wenn es der Partei nicht möglich ist im gemeinsamen Gespräch darüber zu sprechen, bietet er ein Einzelgespräch an. Das gleiche machte mit der Gegenseite. Bei beiden Seiten lotet er aus, wie die Sicht auf die Beziehung ist, wo es Gemeinsamkeiten gibt und wie es gelingt, dass die Parteien ihre Betroffenheit und die Sicht auf die Beziehung gemeinsam erörtern und in Gegenwart der anderen Partei offenbaren. Es ist wichtig, dass sich die Parteien in Gegenwart der anderen Partei zur Beziehung bekennen. Der Mediator kann diesen Schritt lediglich vorbereiten aber nicht ersetzen.
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2025-03-13 10:47 |
Bernard Sfez |
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1376
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Die Partei verbietet dem Mediator Informationen weiterzugeben
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Die Situation kann im Einzelgespräch oder in der Shuttle Mediation vorkommen. Der Mediator ist an die weisungsgebunden. Er muss die Partei jedoch Fragen zu welchem Zweck sie ihm denn die Information gegeben habe, wo er doch in einer Rolle ist, die es ihm verwehrt Information zu verwerten. Mag den Hintergrund für das Geheimnis herausarbeiten und mit der Partei überlegen, wem es hilft das Geheimnis zu bewahren. Er kann der Partei anbieten wie es sich anhört wenn er die Information geloopt weitergibt.
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2025-03-13 10:45 |
Bernard Sfez |
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1368
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Die Partei leistet Widerstand
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Der Mediator muss herausfinden, ob es wirklich Widerstand ist. Dann muss er mit der Partei erarbeiten, wogegen sie sich wehrt. Wehrt sie sich gegen den Mediator, das Verfahren oder die andere Partei? Die nächste Frage ist, was die Partei mit dem Widerstand bezwecken will. Der Verstand wird dafür keine vernünftige Lösung finden, weil sich die Partei nicht gegen die Mediation wehren muss. Sie kann sie einfach abbrechen. Auch der Mediator wird dem Anlass, sich gegen ihn zu wehren, abhelfen. Bei der Gegenpartei wird es etwas schwieriger sein. Der Mediator muss sich überlegen, wie er ein wechselseitiges Verstehen möglich machen kann, das nicht zu sehr den Verstand, sondern die Emotion einbezieht.
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Konflikte
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2024-04-28 09:59 |
Katrin Warneke |
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1359
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Die Partei hat einen inneren Konflikt
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Wie kann die Mediation mit inneren Konflikten umgehen?
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Es stellt sich heraus, dass der soziale Konflikt der Parteien miteinander durch innere Konflikte geprägt wird. Das kann z.B. sein, wenn die Midlifekrise einer der Parteien zu einem unerträglichen Verhalten in der Beziehung führt.
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Konflikte
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2025-09-13 03:33 |
Arthur Trossen |
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1353
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Dilemma
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Wie kann geholfen werden, wenn die Partei in einem Dilemma gefangen ist?
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Ein Dilemma ist ein Widerspruch. Egal wie die Partei sich entscheidet, das Ergebnis ist für sie nicht gut. Theoretisch könnte es dann egal sein, ob und was man entscheidet. Die Dissonanz löst bei der Partei jedoch ein Unbehagen aus. Die Mediation ist eine Methode, mit der man Widersprüche auflösen kann. Der Mediator kann die Partei also wie zwei Parteien ansprechen, wobei die eine Partei das Für und die andere das Wider ist. Eine andere Intervention ist das Tetralemma.
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Methodik
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2025-09-14 21:10 |
Arthur Trossen |
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1352
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Die Partei kann sich nicht entscheiden
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Der Mediator muss herausfinden, was es bedeutet, wenn er der Partei helfen will, eine Entscheidung zu finden. Die Frage ist zunächst, ob und warum und wofür eine Entscheidung notwendig ist. Hat die Partei einen inneren Konflikt, kann der Mediator helfen, diesen mit der Methode der Mediation zu lösen, indem er mit der Partei die Kriterien unter Berücksichtigung der gesamten Komplexität des Problems herausarbeitet und ihr hilft abzuwägen. Er kann noch helfen sie sich zu verändern.
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Methodik
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2023-10-13 12:17 |
Katrin Warneke |
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1351
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Die Partei ist sprachlos
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Der Mediator muss versuchen zu verstehen, was das bedeutet. Sprachlosigkeit kann die Reaktion auf eine Aussage des Gegners sein, die so überrascht, dass einem die Worte fehlen. Sprachlosigkeit kann aber auch bedeuten dass die Partei etwas sagen möchte und es nicht über ihre Lippen bekommt. Der Grund dafür könnte ein ethischer, ein kultureller oder ein innerer Konflikt sein. Wenn der Mediator merkt dass da etwas ist dass die Partei nicht sagen kann, kann er versuchen dies direkt anzusprechen und ein Einzelgespräch vorschlagen. Im getrennten Gespräch kann er mit der Partei überlegen ob die Informationen überhaupt für die Mediation relevant ist und welche Strategien gegebenenfalls möglich sind und Information einzubringen.
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2017-04-17 13:06 |
Trossen Arthur |
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1344
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Die Parteien leugnen den Konflikt
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Obwohl der hoch eskalierten Konflikt zwischen den Parteien offensichtlich ist, antworten Sie dem Mediator auf die Frage welchen Konflikt sie denn haben mit: "Wir haben keinen Konflikt!". Der Mediator sollte verstehen was damit gemeint ist. Fehlt die Konflikteinsicht oder stört man sich nur an dem Wort. Möglich ist auch dass der Konflikt kleingeredet werden soll oder dass man einfach nicht dorthin schauen will. Für eine Konfliktklärung ist es nötig die Konflikteinsicht der Parteien zu hinterfragen. Es macht aber keinen Sinn mit den Parteien ein Streit zu beginnen ob sie einen Konflikt haben oder nicht. Eine geschickte Intervention des Mediators ist es, wenn er die Parteien einfach fragt: "Wie nennen Sie das was sie haben?" und dieses Wort verwendet, um im Verlauf der Mediation weitere Anhaltspunkte dafür zu finden, die eine Konflikteinsicht ermöglichen. Präzises Zuhören ist die Voraussetzung dazu.
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2017-04-17 11:48 |
Trossen Arthur |
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1343
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Die Parteien behaupten, es ginge ihnen nur um das Geld
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Es kommt vor, dass Parteien die ein hoch installiertes Beziehungsproblem (Beziehungskonflikt) miteinander haben, diesen zwar nicht leugnen aber behaupten dass es bei der zu regelnden Frage nur um das Geld gehe. Die Parteien sollten wissen (und von der Mediator darauf hingewiesen werden), dass Beziehungsfragen durchaus Einfluss auf die Sachfragen nehmen. Letztendlich ist es die Entscheidung der Parteien (nachdem sie sich zu dem Konflikt bekannt haben), ob sie darüber sprechen möchten oder nicht. Wenn der Konflikt erheblich ist, wird er sich auch bei den Sachthemen zeigen. Durch präzises Zuhören (gute Loops) wird es dem Mediator gelingen, die Relevanz dieser Fragen im Verlauf des Fortgangs der Mediation aufzudecken.
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2017-04-17 11:41 |
Trossen Arthur |
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1342
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Die Parteien weigern sich über das Beziehungsproblem zu sprechen
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Obwohl der Mediator durch verbalisieren die offensichtliche Beziehungsproblematik (den Beziehungskonflikt) anspricht, weigern sich die Parteien diese zu thematisieren. Der Mediator muss versuchen zu verstehen, was ihr Motiv dafür ist. Oft haben die Parteien Sorge, die Kiste der Pandora zu öffnen, weil sie in Gesprächen über die Beziehung im Vorfeld die Erfahrung gewonnen haben dass diese Gespräche nur eskalieren. Ein anderer Grund könnte sein, dass sie selbst in der Frage noch unsicher sind und sich deshalb schützen möchten, in dem die Frage nicht angesprochen wird. Wieder ein Grund könnte sein dass die Nichtthematisierung gleichzusetzen ist mit einer Verweigerung der Beziehung, die aber nicht von beiden Seiten akzeptiert wird.
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2021-05-27 08:21 |
Arthur Trossen |
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1317
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Mediator hegt Sympathien für eine Partei
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Die Frage ist, ob die Sympathien für die eine Partei Antipathien für die andre bedeuten und ob die Neutralität aus der internen und externen Sicht (Sicht der Parteien) In Frage gestell ist. Der Mediator ist zur Offenbarung verpflichtet. Er sollte sich "neutralisieren" sind. Er mag Sympathiedetails bei der Gegenseite suchen, um den Parteien ein gleichwertiges Gefühl entgegenzubringen.
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2022-07-26 19:26 |
Arthur Trossen |
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1298
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Die Partei ist mental blockiert
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Der Mediator merkt, dass die Partei Gedanken nicht an sich heran lässt. Er checkt die Benchmarks und hinterfragt, ob die Partei das Verfahren, den Ziel und Zweck des Gesprächs überhaupt richtig verstanden hat. Er fragt welche Gründe dagegen sprechen, sich auf die Mediation einzulassen und was nötig ist, damit die Partei dem Prozess das notwendige Vertrauen entgegen bringen kann. Der erste Schritt ist immer die Metaebene, also das aktive hinterfragen. Bilder (Analogien) helfen bei der Verdeutlichung. Der Mediator muss sehr sorgfältig loopen. Sieht es nicht am Verfahren oder dem Verfahrensverständnis, muss er herausfinden ob und wogegen sich die Partei ansonsten wehrt. Die Antwort kann im Hinweise auf den Konflikt geben, sodass er der Partei anbieten kann, diesen in der Mediation zu thematisieren und aufzulösen.
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2017-04-15 15:57 |
Trossen Arthur |
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1290
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Medianden wenden sich voneinander ab
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Vorsicht bei der Interpretation von Körpersprache. Die abweisende Haltung mag etwas über die Beziehung der Parteien ausdrücken, muss es aber nicht. Der Mediator verwendet die Technik des Verbalisierens und klärt die Bedeutung. Das Verbalisieren bewirkt eine Umwandlung von analoger in digitale Kommunikation. Die voreilige Interpretation der Körpersprache führt besonders dann, wenn sie nicht abgestimmt ist, zu Fehleinschätzungen.
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2022-07-26 20:15 |
Arthur Trossen |
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1283
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Ergebnis der Mediation birgt Risiken
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Die Mediation ist nutzenorientiert. Die Kriterien der Nützlichkeit werdenden Phase drei erarbeitet. In Phase vier oder fünf wird die Realisierbarkeit des Ergebnisese oft an einer SWOT- Analyse gemessen. Ergibt dieser Analyse (und auch jede andere Form der Ergebnisbewertung), dass die Nachhaltigkeit infrage steht, muss der Mediator darauf aufmerksam machen. Hat er eine SWOT-analyse durchgeführt, ist den Parteien das Risiko bekannt. Dann ist ein Problem der Parteien und deren Entscheidung, ob und wie sie damit umgehen. Der Mediator hat nur darauf hinzuwirken, dass den Parteien die Bedenken bewusst werden (sind).
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2022-07-26 08:12 |
Arthur Trossen |
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1278
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Die Parteien lassen sich nicht auf Assoziationen / Gedanken ein
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Assoziationen sind wichtig, um Gedanken zu erzeugen und zuzulassen. Sie lassen sich über Analogien, Wortbilder und Bilder herstellen. Assoziationen sind Fantasie. Es kommt vor, dass der Mediator Assoziationen und Fantasien abfragt. Er benutzt Wortbilder oder Bilder um das zu erreichen. Nicht immer arbeiten die Parteien mit. Manchmal wären sie sich dagegen. Die Frage ist wogegen wehren Sie sich? Gegen die Vorgehensweise oder gegen die Tatsache dass sie die Assoziationen und Gedanken zu dem Thema nicht in ihren Kopf hineinlassen wollen. Im letzteren Fall muss der Mediator prüfen wie wichtig das Thema oder der Gedanke ist. Gegebenenfalls muss er sich überlegen, wie er es schafft, dass die Parteien bereit sind ihre Gedanken zu eröffnen. Die einfachste Methode ist die Metakommunikation.
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2017-04-14 19:29 |
Trossen Arthur |
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1269
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Partei beantwortet die Frage des Mediators nicht
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Wenn der Mediator eine Frage stellt, sollte sie bedeutsam und wichtig sein. Er sollte auch darauf achten, dass eine Frage beantwortet wird. Allzu leicht könnten die Parteien lernen, wie man sich den Fragen des Mediators entzieht. Antworten die Parteien nicht auf die Frage, muss der Mediator sich überlegen, woran es liegen kann. War die Frage unklar, gefährlich, nicht verstanden? Jetzt kann er austesten, wie es möglich ist, dass die Partei die Fragen beantwortet, ehe er sich in die Metakommunikation flüchtet und genau diese Frage stellt. Er mag also einen zweiten Anlauf nehmen, die Frage umformulieren, mehr Zeit für die Antwort geben oder sich erkundigen, was es so schwierig macht die Frage zu beantworten. In diesem Vorgehen wird deutlich, dass die Frage relevant genug sein muss, um derart zu penetrieren.
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Methodik
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2024-04-28 09:57 |
Katrin Warneke |
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1262
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Die Parteien können weder den Nutzen noch die Motive beschreiben
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Die Lehre von Lösungsentagramm beschreibt die Vorgehensweise. Der Mediator muss dem Bedürfnisse herausarbeiten. Die Bedürfnisse ergeben sich aus dem Mangel. Es wird den Parteien leicht fallen zu sagen, was ihnen fehlt und worunter sie leiden. Das Bedürfnis ist der Kontrast dazu, also das was das Leid beseitigt. Der Mediator kann sich also erkundigen, was alles schlecht und falsch ist. Im Loop arbeitet er den Kontrast heraus. Daraus ergeben sich die Motive bzw. die Kriterien für die Lösung.
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2019-05-28 15:36 |
Trossen Arthur |
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1227
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Die Parteien wiederholen sich
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Wenn jemand etwas wiederholen muss, scheint es ihm wichtig zu sein oder er glaubt seine Information sei noch nicht angekommen. Wenn es ganz wichtig ist kommt immer wieder auf den Punkt zurück und die Kommunikation verläuft zirkulär. Der Mediator sollte das wiederholte aufgreifen. Er mag auch auf die Wiederholung hinweisen: "Das XY haben sie insgesamt fünfmal erwähnt. Es scheint ihnen sehr wichtig zu sein. Was ist daran so wichtig?".
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2017-04-21 09:06 |
Trossen Arthur |
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1203
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Die Parteien sind nicht gut drauf
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Der Mediator sollte dies wahrnehmen und die Parteien darauf ansprechen. Die Beobachtung kann seine Konfliktanalyse ergänzen. Wenn die schlechte Stimmung der Parteien nichts mit dem Konflikt zu tun hat sollte er eine Vertagung vorschlagen, wenn es ihm nicht gelingt die Stimmung anzuheben. In einer schlechten Stimmung lassen sich nur schwer gute Gedanken erzeugen. Die Verbalisierung kann allerdings schon dazu beitragen die Stimmung leicht anzuheben.
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2017-04-01 23:21 |
Trossen Arthur |
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1202
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Mediator Ist nicht gut drauf
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Wichtig ist, dass sich der Mediator die schlechte Stimmung eingesteht. Er muss beurteilen können, inwieweit sie ihn bei der Arbeit beeinträchtigt. Kann er daran nichts ändern, sollte er die Mediation vertagen.
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2022-07-26 19:28 |
Arthur Trossen |
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1199
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Die Partei möchte verstehen, warum sich der Ehegatte getrennt hat
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Das ist eine Frage, die die Vergangenheit erklärt. Sie mag von therapeutischen Wert sein betrifft aber keinen Gegenstand der im Zusammenhang mit einer Zukunftsregelung steht. Der Mediator wird die Beantwortung der Frage ablehnen, es sei denn sie ist relevant für die in der Mediation zu erörternde Frage, ob die Parteien sich trennen oder nicht.
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2017-04-01 18:12 |
Trossen Arthur |
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1195
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Mediator ist befangen
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Befangenheit bedeutet den Verlust von Neutralität. Es ist wichtig, dass der Mediator den Verlust bemerkt und sich eingesteht. Je nach dem Anlass der Befangenheit kann er mit den Parteien verhandeln, ob die Wiederherstellung der Neutralität von Ihnen akzeptiert wird. Ist dies nicht der Fall und gelingt es dem Mediator nicht zur Neutralität zurückzukommen, muss er die Mediation abbrechen.
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2022-07-26 19:27 |
Arthur Trossen |
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1194
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Die Partei widerspricht den Behauptungen der Gegenseite
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Das ist im Streit nicht ungewöhnlich. Der Mediator untersucht die Relevanz. dann versuchte die Behauptung zu qualifizieren. Handelt es sich um ein Fakt, eine Meinung oder um Emotionen. Beim Streit über Fakten überlegt damit den Parteien wie diese zu verifizieren sind. Beim Streit über Meinungen fragt er die Parteien, warum es ihnen wichtig ist es beide die gleiche Meinung haben. Beim Streit über Emotionen fragte die Parteien worum es ihnen wichtig ist eine bestimmte Emotion einzugestehen. Wenn die Meta-Kommunikation nicht greift, muss er versuchen den Grund herauszufinden.
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2017-03-31 19:40 |
Trossen Arthur |
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1193
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Die Partei hat eine einseitige Wahrnehmung
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Das ist im Konflikt nicht ungewöhnlich. Die Wahrnehmung ist selektiert und meistens emotional beeinträchtigt. Mit dem präzisen Zuhören dimensioniert der Mediator das Gesagte und reproduziert den 3er-Schritt der Wahrnehmung. Er stellt die Fakten heraus (das objektiv Wahrnehmbare), versucht dies mit der Partei abzustimmen und überlegt sich zusammen mit der Partei wie streitigen Fakten zu verifizieren sind.
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2017-03-31 19:29 |
Trossen Arthur |
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1192
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Die Partei lügt
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Zunächst die Frage, wer das beurteilt. Lügen können sich nur auf Fakten, nicht auf Meinungen beziehen. Oft werden Meinungen aber als Fakten vorgetragen. d.H., die Parteien erkennen die unterschiedliche Bedeutungszuschreibung (Wirklichkeit 2. Grades) als Lüge, was objektiv keine Lüge ist. Wenn sich herausstellt hat, dass die Partei wirkliche Fakten falsch vorträgt, könnte die Verschwiegenheitspflicht an ihre Grenzen geraten, weil sie sich nur auf Zivilrechtsangelegenheiten beschränkt. Ein (versuchter) Betrug wird von ihr nicht abgedeckt. Der Mediator kann darauf hinweisen, dass die Parteien die Verhandlungen so führen, dass die Gegenseite diese nicht zu verlassen hat (Grundsatz der Freiwilligkeit). Er kann den Parteien dann helfen, korrekte Informationen herzustellen. Wenn die andere Partei die Mediation wegen der Lügen abbricht, schützt sie sich und die Mediation vor allem vor einem falschen Ergebnis.
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2019-09-07 07:53 |
Trossen Arthur |
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1186
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Die Partei kennt nicht den Bedarf für eine Konfliktbeilegung
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Es ist die Aufgabe eines sorgfältigen Beraters, schlichtes oder Mediators, den Zweck zu hinterfragen, weshalb die Partei die Dienstleistung nachfragt und was sie konkret von den Dienstleister erwartet. Aus den Motiven lassen sich die Bedarfe herleiten
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2017-03-28 10:44 |
Trossen Arthur |
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1183
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Zwischen den Parteien besteht ein Machtgefälle
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Zunächst mag der Mediator sich bewusst machen, dass es stets Machtungleichgewichte zwischen Menschen gibt. Schon die Gruppenhierarchie führt dazu. Das Machtgefälle muss aber nicht bedeuten, dass die Parteien nicht auf gleicher Augenhöhe verhandeln. Darauf hat der Mediator zu achten. Gegebenenfalls hilft seine Allparteilichkeit, gleiche Augenhöhe herzustellen. Auch die Metakommunikation mag das Phänomen aufdecken und dazu beitragen, dass die Parteien eine Lösung finden, die zum Machtausgleich in der Mediation führt. Bei der Initialisierung wird der Mediator auf das Erfordernis bereits hinweisen.
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2017-03-26 17:11 |
Trossen Arthur |
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1152
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Die Parteien sind nicht in der Lage den Konflikt zu benennen
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Der sogenannte Rumpelstilzcheneffekt beschreibt, wie wichtig es ist, dass die Parteien die Verantwortung über ihren Konflikt übernehmen. Ein Weg dorthin ist, sich zu dem Konflikt zu bekennen und zwar so, dass der Eigenanteil zugestanden wird. Gelingt dieser Schritt den Parteien nicht, muss der Mediator überlegen, wie er sie dorthin (zu dieser Erkenntnis) führen kann. Es geht um die Konflikteinsicht. Der erste Schritt besteht darin, zu verstehen, was die Parteien hindert, sich zu dem Konflikt und ihrem Konfliktbeitrag zu bekennen. Spätestens nach Abschluss der Phase drei sollte dies möglich sein.
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2018-01-29 21:50 |
Martin Rößler |
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1139
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Kinder sollen als Zeugen gehört werden
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In welche Rolle Kinder in die Mediation einzubeziehen sind ergibt sich aus der Betroffenheit im Konflikt. Zeugen sind sie, wenn sie selbst nicht Konfliktparteien sind - was bei den Familienmeditationen meistens der Fall ist. Zeugen bekunden Tatsachen. Bevor es in einer Familienmediation zu deren Einvernahme kommt, sollte der Mediator die Relevanz der Tatsachen (in Abgrenzung zu Meinungen und Einschätzungen) und der Beweisführung klären einschließlich der Bedeutung, die eine mögliche Aussage des Kindes haben kann, wobei er auch auf den möglichen Interessenkonflikt des Kindes hinweist.
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2017-03-13 16:51 |
Arthur Trossen |
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1134
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Ergebnis ist eine Win-Lose Lösung
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Die Frage ist zunächst, wer das Ergebnis zu bewerten hat (ob es win-win oder win-lose ist). Zu klären ist es auf jeden Fall. Der Grundsatz der Freiwilligkeit gibt den Parteien jederzeit die Möglichkeit, die Mediation zu beenden bzw. ein unerwünschtes Ergebnis zu verweigern. Ob das Ergebnis in einer Balance endet oder nicht ist eine Entscheidung der Parteien. Die Aufgabe des Mediators ist es Ihnen dafür ein Bewusstsein zu ermöglichen und die Entscheidungsfreiheit zu garantieren das Ergebnis zu akzeptieren oder nicht.
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2022-07-26 08:12 |
Arthur Trossen |
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1112
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Partei will nicht zahlen
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Der Grund dafür sollte ausfindig gemacht werden. Wenn es um die Frage der Leistbarkeit geht, helfen Finanzierungen. Es kann aber sein, dass das Verhalten Ausdruck des Konfliktes ist. Dann wäre es geschickt, die Frage als Thema aufzugreifen und nach hinten zu stellen um zunächst die Konfliktklärung durchzuführen.
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Konflikte
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2021-06-15 08:06 |
Arthur Trossen |
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1110
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Eine Partei stimmt der Mediation nicht zu
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Es geht zunächst darum, den Grund zu erfahren. Möglicherweise sieht die Partei eine andere Strategie als zielführender an. Möglicherweise will sie aber auch nur Widerstand zeigen. Möglicherweise weiß sie nicht genug über die Mediation oder misstraut dem Mediator. Um die Fragen (unauffällig) zu klären bietet sich folgende Herangehensweise an:
- Frage nach dem Nutzen den sich jeder vom Ausgang des Verfahrens verspricht. Frage also: Was soll der Nutzen sein, den das Verfahren herbeiführen soll? (Ein Gerichtsverfahren achtet nicht auf den Nutzen)!
- Frage wie sich der größte Nutzen für alle herstellen lässt (jetzt kann nur noch Mediation die Antwort sein, wenn sie korrekt verstanden wird)! Siehe Angebot.
Bei einem hoch eskalierten Konflikt ist auf Emotionen einzugehen. Dann kann es strategisch geschickt sein, wenn eine andere Person als die Partei oder der Mediator die Mediation vermittelt.
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2019-12-03 12:04 |
Trossen Arthur |
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1095
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Ablaufstörung
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Was mache ich nur als Nächstes?
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Es tauchen Probleme und Hinderbnisse auf in der Mediation. Der Mediator weiß nicht weiter.
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2025-10-18 20:17 |
Arthur Trossen |
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Die Partei ist wütend
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Wut ist eine bedeutsame emotionale Äußerung. Der Mediator versucht die Wut zu verstehen. Er verbalisiert und hinterfragt den Anlass.
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2017-02-12 01:23 |
Arthur Trossen |
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Partei fängt an zu weinen
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Weinen ist eine emotionale Äußerung. Sie ist erst zu nehmen und zu verstehen. Weinen kann viele Gründe haben und wird von Menschen ganz unterschiedlich eingesetzt. Zunächst sollte der Mediator die Situation der Partei berücksichtigen. Er kann Taschentücher anbieten und gegebenenfalls eine Pause einlegen. In jedem Fall sollte er sich erkundigen, was die Tränen ausgelöst hat und was sie bedeuten. Wenn er weiß, was die Tränen bedeuten, kann er reagieren. Er mag darauf hinweisen, dass ein gutes Ergebnis in der Mediation auch eine Chance für einen Neuanfang ist.
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Methodik
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2024-03-10 21:06 |
Arthur Trossen |
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1043
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Partei verlangt eine Beweiserhebung
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Der Mediator sollte genau hinterfragen zu welchem Zweck. Wenn es darum geht Unklarheiten zu beseitigen passt die Forderung zur Mediation. Es empfiehlt sich, die streitigen Fragen im Rahmen der Optionenfindung aufzuführen und bei der Lösungsfindung an geeigneter Stelle gegebenenfalls durchzuführen.
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2017-01-24 21:01 |
Trossen Arthur |
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Partei verlangt die Vorlage von Beweisen
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Der Mediator sollte genau hinterfragen zu welchem Zweck. Geht es darum, Fakten zu verifizieren und sich eine Meinung zu bilden, ist gegen die Verifikation von Fakten nichts einzuwenden. Wie sonst soll sich die Partei auf etwas einlassen, was ihr unsicher und nicht geheuer ist. Wenn die Vorlage von Beweisen jedoch aus der streitigen Situation erfolgt und nicht zur Konsensfindung, sondern zur Unterwerfung dient oder zur Erlangung von Verhandlungsmacht, ist Vorsicht geboten. Der Mediator sollte dann fragen, ob der Beweiszweck mit dem Wesen der Mediation kompatibel ist.
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2017-01-24 20:58 |
Trossen Arthur |
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1041
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Partei verweigert die Beweiserhebung
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Der Mediator sollte prüfen, zu welchem Zweck Beweise zu erheben sind. Wenn es darum geht, Fakten zu verifizieren könnte es in die Mediation passen. wenn nicht ist Vorsicht geboten, weil die Beweiserhebung dazu benutzt werden kann, um Beweise auszuforschen oder um den Streit zu gewinnen. Das sollte verhindert werden. Ansonsten muss der Mediator alles tun, damit die Parteien die Sicherheit haben, ob und inwieweit die Beweise im Falle eines Scheiterns der Mediation anderweitig verwertbar sind, was sonst nicht der fall wäre Beweisermittlung
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2017-01-24 20:39 |
Trossen Arthur |