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Leitsätze


Thesen

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ID Bezeichnung Leitsatz Kategorie Schlagworte
Leitsatz 14671 Informationen und deren Relevanz für die Mediation Nicht der Streit, sondern die zu suchende Lösung entscheidet, auf welche Informationen es ankommt. Der Streit grenzt das Informationsaufkommen jedoch ein, in dem nur streit- oder konfliktrelevante Informationen erfasst werden. erkenntnis    information   
Leitsatz 14669 Tatsachenklärung Bei der Tatsachenklärung in der Mediation geht es nicht darum, zu beweisen wer recht hat, sondern darum, die Entscheidungsgrundlagen zu klären, die für die Lösungsfindung oder ihre Umsetzung erforderlich sind. Der Blick der Mediation ist in die Zukunft gerichtet. Tatsachen, die in der Vergangenheit liegen, können also nur dann von Belang sein, wenn sie für die zu findende Lösung ausschlaggebend sind. tatsachenklärung    beweiserhebung   
Leitsatz 3375 Fehler, Aufgaben und Pflichten Nicht jeder Mediationsfehler ist eine Pflichtverletzung und nicht jede Pflichtverletzung begründet eine Haftung. Recht pflicht    aufgabe    fehler   
Leitsatz 11771 Verhandlungsbereitschaft Die Verhandlungsbereitschaft ergibt sich nicht lediglich aus der freiwilligen Teilnahme am Verfahren. Sie setzt in der Motivation voraus, sich auf den Gedankengang der Mediation (also das Verfahren auch) einzulassen. verhandeln    motiv    bereitschaft   
Leitsatz 14641 Verstehen und Entscheiden Erst verstehen, dann entscheiden. Wenn Informationslücken bestehen, sollten sie aufgedeckt werden. Das gleiche gilt für ein Verhalten, das nicht nachvollziehbar ist. Ohne diese Klärungen ist jede Entscheidung eine reine Spekulation. information    verstehen    entscheiden    klärung   
Leitsatz 9819 Widerspruch Ein Widerspruch kann nur aufgelöst werden, wenn die Bereitschaft besteht, sich dem Widerspruch zu stellen.
Leitsatz 9847 Raum und Rahmen Jedes wichtige Gespräch braucht seinen (zeitlichen) Raum und Rahmen, in dem sich die Parteien auf die zu besprechenden Themen einlassen können.
Leitsatz 9846 Strukturierung Die Mediation stellt durch ihre Struktur und die Fähigkeit zur Strukturierung mehr oder weniger automatisch Gesprächsräume zur Verfügung, wo relevante Fragen ausführlich und tiefgehend erörtert werden können.
Leitsatz 9849 Kommunikationsebenen Es ist extrem wichtig, dass der Mediator die verschiedenen Ebenen der Kommunikation und besonders die Ich-Botschaften heraushören und zurückmelden kann .
Leitsatz 12162 Andersartigkeit der Mediation Mediation ist anders!!!
Leitsatz 11942 Die Sichten auf die Mediation Es gibt eine mechanistische und eine systemische Sicht auf Mediation.
Leitsatz 14214 Erkenntnisgewinne Der Gedankengang der Mediation ist darauf ausgerichtet, dass die Parteien das zur Lösung führende Verstehen und die sich daraus ergebenden Erkenntnisse gewinnen können.
Leitsatz 5055 Kompetenz des Mediators Ein umfassend ausgebildeter Mediator MUSS sich mit allen Konflikten auskennen und er MUSS alle Konflikte in verschiedenen Verfahrensvarianten und Anwendungsfeldern bearbeiten können.
Leitsatz 4921 Qualität der Mediation Die Qualität der Mediation beschreibt, wie das optimalste Ergebnis mit geringstem Aufwand bei vorgegebenen Arbeitsbedingungen zuverlässig zu erzielen ist. Sie wertet alle funktionalen Parameter eines komplexen, auf vollständiger Verstehensvermittlung basierenden Vorgehens aus, um ihre Wirkungen an einem gedacht optimal verlaufenden Verfahren zu messen.
Leitsatz 5024 Mediation ist anders Die Andersartigkeit der Mediation erwartet ein anderes Marketing, nicht nur damit sie sich von anderen Produkten unterscheidet, sondern auch weil sie (nur) so authentisch zu vermitteln ist.
Leitsatz 3360 Konfliktvermeidung Die Mediation würde die Kompetenz einer Konfliktprophylaxe bereitstellen. Allerdings wäre das Angebot mangels Konflikt keine Mediation i.S.d. Mediationsgesetzes. Die Kompetenz würde jedoch nach den Grundsätzen der integrierten Mediation in einer Beratungsleistung vorgehalten werden können
Leitsatz 4976 Mediationsverständnis Dem Verständnis hilft es am Besten, wenn die Mediation als eine verstehensbasierte Streitvermittlung, mithin als ein Verfahren der Vermittlung begriffen wird, das die gesamte Komplexität des Falles bei der Mediation beachtet
Leitsatz 3356 Verfahrensablauf Der Ablauf des Verfahrens ergibt sich aus den Phasen der Mediation. Die Phasenlogik führt in einen logisch gegliederten Aufbau der Mediation.
Leitsatz 4975 Wettbewerb Je mehr sich die Mediation etabliert, umso schärfer wird der Wettbewerb, wenn er nicht an mediativen Grundsätzen ausgerichtet wird!
Leitsatz 3341 Dienstleistung Die Dienstleistung hängt von dem zu wählenden Verfahren ab! Prozess
Leitsatz 4962 Mediationserfahrung Je breiter die Erfahrungen gestreut sind, umso besser ist es für den Lern- und Umsetzungprozess.
Leitsatz 3282 Lösungssuche Es gibt immer eine Lösung, die alle Parteien zufriedenstellen kann. Sie muss nur GESUCHT werden
Leitsatz 4935 Redewendungen Idioms (Redewendungen) vermeiden.
Leitsatz 4931 Missverständnisse Der Mediator muss besonders auf sprachliche Missverständnisse achten. Er sollte die Gefahr solcher Missverständnisse thematisieren und mit den Parteien abstimmen, wie damit umzugehen ist.
Leitsatz 4913 Auskunftspflicht Jeder Mediator muss Ihnen über die Wahl der auf den Konflikt passenden Mediation Auskunft geben. Nicht zuletzt, weil diese Entscheidung für das ein oder andere Mediationsmodell Einfluss auf die Qualität und somit auch die Kosten der Mediation nimmt. Fragen Sie also stets nach welchem Mediationsmodell der Mediator vorzugehen beabsichtigt, wenn er nicht von sich aus darauf zu sprechen kommt.
Leitsatz 3272 Wesenhaftigkeit Was nicht dem Wesen der Mediation entspricht, ist keine Mediation!
Leitsatz 3271 Konfliktbeilegungsverfahren Das Verfahren ist ein Wegbegleiter im Konflikt. Das Verfahren, das die größte Konfliktkongruenz aufweist, hat die besten Chancen zu einer vollständigen Konfliktlösung. Konflikte
Leitsatz 3269 Wesensorientierung Die Verwendung der Werkzeuge muss stets dem Wesen der Mediation entsprechen!
Leitsatz 3267 Werkzeugverwendung Keinesfalls erlaubt die Mediation eine willkürliche Verwendung x-beliebiger Werkzeuge. Wenn die Mediation das Ergebnis herbeiführt, ist die Aufgabe des Mediators, die Mediation zu verwirklichen. Die Werkzeuge helfen ihm dabei.
Leitsatz 3263 Störungen Kommt es zu Störungen bei den Werkzeugen der 1. Ordnung, müssen Sie mit Haftungsansprüchen rechnen. Kommt es zu Störungen in der 2. Ordnung, droht die Mediation zu scheitern. Bei Störungen in der 3. Ordnung wird sie erschwert und verzögert. Bei Störungen in der 4. Ordnung verschlechtern sich die Arbeitsbedingungen.
Leitsatz 3262 Wesensorientierung Alle Elemente des Werkzeugkoffers müssen an dem Wesen der Mediation ausgerichtet werden
Leitsatz 3261 Werkzeugsystematik Jedes einzelne Werkzeug ist für sich gesehen völlig wirkungslos. Auf das Zusammenspiel kommt es an!
Leitsatz 3257 Konsens Konsens ist erst dann möglich, wenn die Delegation für keine Seite (mehr) nützlich ist
Leitsatz 3256 Konfliktstrategie Wenn ein Konflikt eskaliert, fällt er meistens in die frühere Stufe der Konfliktevolution zurück.
Leitsatz 3247 Haftung des Mediators Die Haltung des Mediators ist die Bedingung und der Garant für die korrekte Verwendung seiner Werkzeuge!
Leitsatz 3242 Mediation als Suche Mediation ist die verstehensbasierte Suche nach einer intelligenten, am Nutzen ausgerichteten Lösung
Leitsatz 3233 Meditatives Denken Mediatives Denken basiert nicht auf dem Widerspruch sondern auf der Gemeinsamkeit
Leitsatz 3232 Denkweise Der Mediator denkt MIT den Parteien, NICHT für oder gegen sie und keinesfalls in deren Köpfen.
Leitsatz 3231 Denken in der Mediation Dem Mediator ist es verwehrt, für die Partei zu denken. Denn für die Partei denken heißt, ihre Position zu übernehmen und von ihrem Standpunkt aus zu denken. Es ist das Denken im Widerspruch und in Gegnerschaft, wenn der Gegner den Widerspruch abbildet.
Leitsatz 13303 Eigenschaften der Mediation Die Mediation ist insgesamt ein Prozess, der es den Parteien erlaubt, selbst eine Lösung für ihr Problem oder des Konfliktes zu finden. Die Mediation unterstützt die eigenständige Suche durch viele kleine Impulse, mit denen Hindernisse vermieden oder ausgeräumt werden können, die der Suche im Wege stehen.
Leitsatz 5318 Dienstleistung Mediation Bei der Dienstleistung Mediation geht der Mediator eine rechtliche bindende Verpflichtung ein, die Mediation "nach den Regeln der Kunst" durchzuführen. Dabei geht es nicht darum, die Parteien in irgend eine Lösung zu drängen, sondern darum, ein vollinformiertes Verstehen zu ermöglichen, aus dem heraus die Parteien selbst die Lösung erkennen können!
Leitsatz 14601 Emergenz und systemische Irritationen Irritationen im System zwingen das System dazu, sich neu zu organisieren, wenn durch die Irritationen die Verlässlichkeit des Systems in Frage gestellt wird. Die autopoesische Anpassung führt zu einer Emergenz, mit der die Funktionalität des Systems wieder hergestellt werden soll. Konflikte
Leitsatz 14598 Systemkonflikte Systemkonflikte stellen oft die Ursache für andere Konflikte dar, die sich auf die Struktur der Gruppe oder die Beziehung der Menschen untereinander auswirken. Konflikte
Leitsatz 14582 Bedeutung der Motive Die Motive sind ein Schlüssel für das Verstehen und mithin für die Verstehensvermittlung. Sie sind auch ein Anlass, sich auf den Gedankengang der Mediation einzulassen. Konflikte
Leitsatz 14560 Gruppenmediation und Mehrparteienmediation Bei einer Mehrparteienmediation handelt es sich um eine Mediation mit mehreren an der Mediation teilnehmenden Personen Gegenstand des Verfahrens ist nicht der Konflikt innerhalb der Gruppe. Bei einer Gruppenmediation handelt es sich ebenfalls um eine Mediation mit mehreren an der Mediation teilnehmenden Personen. Hier wird allerdings der Konflikt innerhalb der Streitgruppe zum Gegenstand des Verfahrens. Mediation
Leitsatz 14540 Die Lösung ergibt sich aus dem Prozess

Die Mediation ergibt die Lösung!
Der Mediator verwirklicht die Medikation, sodass sie die Lösung herbeiführen kann.

Prozess
Leitsatz 14539 Gewinner, Verlierer, Gewinn Wie im Puzzle gibt es keine Gewinner oder Verlierer. Es gibt nur einen Gewinn und das ist die gefundene Lösung, die alle zufriedenstellt. Prozess
Leitsatz 14530 Was ist ein Thema Das Thema ist der Gegenstand, über den zu reden ist. Das Thema beantwortet die Frage, Was ist zu regeln, damit der Konflikt beigelegt werden kann. Methodik
Leitsatz 14517 Recht als Orientierungshilfe Es gibt zwei grundlegende Orientierungshilfen in der Mediation. Die eine betrifft die Zweckverwirklichung, die aus dem Mediationsverständnis hergeleitet wird. Die andere betrifft das Recht, das mehr oder weniger konkrete Handlungs- und Unterlassungsanweisungen ergibt. Beides erlaubt lediglich eine Orientierung und ist keine Gebrauchsanleitung. Recht
Leitsatz 14521 Mediation ist Arbeit mit Menschen Der Mediator arbeitet nicht am Fall. Er arbeitet mit den Menschen (zusammen), die den Fall zu lösen haben. Mediation